Ein Vermögen aufbauen

Der Weg zu einem Vermögen

Eines der wichtigsten Ziele deutscher Verbraucher ist nach wie vor der Vermögensaufbau. Die Zielsetzung dafür ist ebenso unterschiedlich wie die Wege, welche dafür eingeschlagen werden.

Während die einen gezielt ihre Altersversorgung aufpeppen möchten, sehen andere den Zinsertrag als Zusatzeinkommen, um sich die kleinen Wünsche des Alltags zu erfüllen.

 

Nach wie vor schlummern Milliarden an Einlagen auf deutschen Sparbüchern, das Volumen dort hat stagniert. Der imposante Zuwachs an  Tagesgeldern, der nicht zulasten der Spareinlagen ging, zeigt, dass das Geldvermögen in Deutschland deutlich gestiegen ist. Sparbuch und Tagesgeld sind jedoch nicht die einzigen Optionen, auf die deutsche Sparer zurückgreifen. Der Zuwachs an Geldvermögen ist teilweise auch auf den Zuwachs verschiedener Vermögens Assets zurückzuführen, denn Werte von Aktien und Immobilien sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, wie der Anstieg des Vermögenspreisindex zeigt. Etliche Anleger haben Gewinne realisiert und verfügen dann über mehr Kapital.

 

Die Lebensversicherung – der Koloss wankt

„Sicherheit und Dividende“ – so lautete der Werbespruch der deutschen Lebensversicherer in den siebziger Jahren. Von beidem ist, betrachtet man die aktuelle Entwicklung in diesem Sektor, nur noch wenig geblieben. Das seit Jahren anhaltende Zinstief geht auch an den Assekuranzen nicht vorbei. Der Garantiezins, die Mindestrendite, welche vom Bund staatlich verordnet wird, dümpelt mit 1,75 Prozent pro Jahr deutlich unter der Zweiprozentmarke und liegt damit im Bereich der Inflationsrate. Vorbei sind die Zeiten, in denen dieser Zinssatz noch drei Prozent betrug. Die Versicherungswirtschaft hat inzwischen massive Schwierigkeiten im derzeitigen Marktumfeld die Garantieverzinsung, geschweige denn weitere Überschüsse zu erwirtschaften. Renditeangaben von vier Prozent p. a. auf eine Laufzeit von 20 Jahren und mehr werden immer seltener, die Gesellschaften sind auf der Suche nach alternativen Modellen zu den klassischen Verträgen. Wer seine Alterssicherung auf die gesamte Ablaufleistung und nicht nur auf die Garantiesumme abgestellt hat, wird ein böses Erwachen erleben. Mit der seit 2005 eingeführten Halbeinkünftebesteuerung hat des Deutschen zweitliebstes Kind im Vermögensaufbau zusätzlich an Attraktivität verloren.

 

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Fondssparen für Anleger mit langem Horizont

Seit der Mitte der 90er Jahre haben sich Lebens- und Rentenversicherungen auf Fondsbasis ebenfalls als Sparvariante für den mittel- und langfristigen Kapitalaufbau etabliert. Wer jedoch nicht auf einen festen Termin vorsparen möchte, sondern schlichten Vermögensaufbau betreiben möchte, ist mit einem Fondssparplan deutlich besser bedient. Verfügungen sind jederzeit möglich, jedoch variieren die Werte der Fondsanteile bekanntermaßen in Abhängigkeit des Börsengeschehens. Fondssparer laufen also Gefahr, dass gerade zu dem Zeitpunkt, zu dem eine Anschaffung oder sonstige Mittelverwendung geplant ist, eventuell Anteile mit Verlust verkauft werden müssen.

Wer jedoch auf einen langfristigen Vermögensaufbau setzt, profitiert mit dem kontinuierlichen Anteilserwerb noch zusätzlich vom Durchschnittskosteneffekt. Die möglichen Kursrückgänge bei Fondsanteilen durch eine Anlage in Renten- oder Geldmarktfonds zu vermeiden, ist nur die zweitbeste Lösung. Generell sind Investmentfonds mit Kosten behaftet. Die niedrigen Renditen im Anleihe- und Geldmarktsegment führen teilweise dazu, dass die Verwaltungsgebühren die Erträge übersteigen, die Renditen negativ werden.

 

Stabilität nur bei Einlagen

Trotz der heutigen historisch niedrigen Zinsen ist ein planbarer und stabiler Vermögensaufbau im Grunde nur mit Tagesgeld oder Festgeld möglich. Wer jetzt auf die Konditionen seiner Hausbank vor Ort schaut, wird den Kopf schütteln, aber durch die Nutzung eines Vergleichsrechners im Internet schnell eines besseren belehrt. Es gibt sie immer noch, die Anbieter, welche auch auf Tagesgelder nach wie vor Zinsen zahlen, die über der Inflationsrate liegen. Werden diese Zinsen mit Boni kombiniert, die für Kontoeröffnungen gewährt werden, erhalten Anleger durchaus noch ansehnliche, weil vor allem stabile und kalkulierbare Erträge. Sparer sind bei diesem Weg des Vermögensaufbaus allerdings gefordert, aktiv zu werden. Zinsnomadentum, der Wechsel von einer Bank zur nächsten, um alle erdenklichen Sonderkonditionen bei Kontoneueröffnungen zu nutzen, ist Voraussetzung für einen auch künftig erfolgreichen Vermögensaufbau mit Tagesgeldern.

 

Bausparen – der Klassiker mit der Zinsfalle

Vermögensaufbau mit Immobilien

Bausparen ist ein weiterer Liebling der Anleger um ein Vermögen aufzubauen. Bekannt sind hierzulande die Bausparkasse Schwäbisch Hall oder die Wüstenrot. Zu Zeiten hoher Zinsen mag Bausparen durchaus attraktiv sein, aktuell kommt aber die Gefahr einer Zinsfalle auf. Bausparverträge werden in der Regel über mehrere Jahre abgeschlossen, für die Einrichtung wird eine Abschlussgebühr verlangt. Kommt es zu einer Zinswende, sind bestehende Bausparverträge kritisch. Sparer sind an den vereinbarten Zinssatz bis zum Ablauf gebunden, eine vorzeitige Auflösung würde den Verlust der Abschlussgebühr bedeuten. Gleiches gilt auch bei einem Aussetzen der Sparrate. Auch wenn Bausparverträge, ähnlich einem Tagesgeldkonto, gleichermaßen kalkulierbar sind, ist die Kostenseite ungleich höher. Neben der Abschlussgebühr wird auch noch eine Kontoführungspauschale fällig, zwei Kostenpunkte, welche bei Tagesgeldkonten nicht anfallen und damit auch nicht die Rendite schmälern. Auf der anderen Seite ist ein Bausparvertrag für viele Verbraucher der Einstieg in einen möglichen geplanten Immobilienerwerb.

Diese Variante des Vermögensaufbaus bedarf allerdings, trotz niedrigster Hypothekenzinsen, einer gewissen Vorlaufzeit. Eine solide Finanzierung bedarf mehr an Eigenkapital als nur einen Bausparvertrag. Das notwendige Eigenkapital kann aus mehreren Quellen resultieren. Dennoch schließt sich hier der Kreis wieder, Aktien und Anleihen unterliegen Kursschwankungen, welche im ungünstigen Fall gerade dann negativ verlaufen, wenn das Eigenkapital fällig wird. Auch in diesem Fall bieten Tagesgelder die Sicherheit, zu wissen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt eine fixe Summe zur Verfügung steht.

Sparer, die Unwägbarkeiten ausschließen möchten, sollten mittelfristig denken. Das derzeitige Zinstief wird nicht von endloser Dauer sein, früher oder später wird es zu einer Trendwende kommen. Vor diesem Hintergrund ist es ratsam, nicht auf spekulative oder volatile Werte umzusteigen, sondern die Chancen zu nutzen, welche sich über Tagesgeldvergleiche bieten: aktuell einen höheren Bestand an Cash halten und bei besseren Marktbedingungen wieder längerfristig investieren um ein Vermögen sicher aufzubauen.

 

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