Der Sparkassenbrief ist aktuell leider ein Kaufkraftvernichter

Sparkassenbriefe – die indiskutablen Angebote für Langfristanlagen

 

Sparkassenbriefe der öffentlich-rechtlichen Institute und Sparbriefe der Privatbanken waren einstmals ein äußerst beliebtes Anlageprodukt. Mit verschiedenen Laufzeiten und entsprechenden marktgerechten Zinsen ausgestattet, waren sie eine attraktive Alternative zu Festgeldern oder börsengehandelten Anleihen. Diese Zeiten scheinen jedoch vorbei zu sein.

 

Programmierte Geldvernichtung

Sparkassenbriefe führen zum Verlust von Kaufkraft des Geldes

Wer sich als Anleger für Sparkassenbriefe interessiert und einen Blick auf die Angebote der jeweiligen Institute wirft, wird schnell enttäuscht:

Zinsen im kurz- und mittelfristigen Anlagehorizont von unter 0,5 Prozent sind die Regel.

Wer als Kunde 5.000 Euro für die Dauer von zehn Jahren anlegt, wird beispielsweise bei der Sparkasse Hannover mit 1,8 Prozent Zinsen pro Jahr abgespeist. Alternative Tagesgeldanlagen im Internet bieten den gleichen Zinssatz, allerdings bei täglicher Verfügbarkeit und absoluter Flexibilität.

Die Frankfurter Sparkasse bietet zwar keine Sparkassenbriefe mehr an, das Festgeld für die Dauer von zwölf Monaten rentiert mit 0,3 Prozent pro Jahr nicht gerade in einem Bereich, der Lust auf mehr macht. Die Aussage auf der Homepage, Kunden können mit einem Zinsgewinn rechnen, liest sich wie der reine Hohn. Selbst eine moderate Inflationsrate von 1,9 Prozent zum Ende des vergangenen Jahres lässt den vorgeblichen Zinsertrag zu einem Verlustgeschäft werden. Wer als Berater des Hannoveraner Instituts seinen Kunden zu einer zehnjährigen Anlage rät, muss schon mit allen Wassern gewaschen sein.

 

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Zinswende bahnt sich sehr langsam, aber mit Vorzeichen an

Es ist noch nicht greifbar, aber die Zeichen stehen auf ein Anziehen der Kapitalmarktzinsen. Bundesanleihen rentieren um 0,04 Prozent höher als noch vor wenigen Wochen, der Baugeldindex hat auch angezogen. Kein Anleger möchte gerne den turn-around am Kapitalmarkt verpassen und in fünf Jahren auf Sparkassenbriefen sitzen, wenn dann vielleicht Zinsen in Höhe von vier oder fünf Prozent für eine vergleichbare Anlage zu erzielen sind.

Anleger, auch Kunden öffentlich-rechtlicher Kreditinstitute, sind gut beraten, um ihre Sparkasse einen großen Bogen zu machen, und stattdessen ein wenig im Internet zu recherchieren. Festgeldvergleiche und Tagesgeldrechner zeigen, dass es auch bei kürzeren Laufzeiten deutlich attraktivere Zinsen gibt.