Preisauftrieb bewegt sich weiter in Richtung Süden

Preisauftrieb nimmt im März 2013 deutlich abInflationsrate fällt im März 2013 auf 1,40%. Nicht nur Zinsen sind in der Abschwungwelle: Auch die Verbraucherpreise in Deutschland bewegen sich seit Jahresanfang nur nach unten, eben nach Süden. Auch im wirklichen Süden Europas fallen die Preise.

In Deutschland betrug die vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden für März 2013 angegebene Inflationsrate 1,40% im Vergleich zum März 2012 zu. So wenig Preisauftrieb wie seit über 2 Jahren nicht mehr.

 

Der Rückgang der Verbraucherpreise ist ausgeprägt: Noch im Dezember 2012 wurde amtlich eine Inflationsrate von 2,0% ermittelt. Kontinuierlich ging es abwärts, über 1,70% im Januar 2013 und 1,5% im Februar.

Besonders erfreulich: Energie war im März 2013 nur noch 0,50% teuer als im März 2012. Der geringste Anstieg seit Langem. Denn gerade die hohen Energiepreise sorgten in den vergangenen Jahren für einen Schub bei den Verbraucherpreisen. Und mit etwas Glück könnte es noch ein wenig so weiter gehen. Neuste Prognosen gehen kurzfristig von Seitwärtsbewegungen bei den Ölpreisen aus. Die Preise für Heizöl liegen unter dem Vorjahresniveau. Dagegen setzte sich der Trend zu höheren Wohnungsmieten der Vormonate fort. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Mieten um 1,30% zu. Dieser Trend dürfte auch in den kommenden Monaten anhalten. Ein Grund mehr für den Preisauftrieb am Immobilienmarkt und ein Grund mehr für das Eigenheim.

In den nächsten Monaten könnte die Inflation um den aktuellen Wert schwanken. Erst gegen Ende des Jahres sollte ein leichter Inflationsauftrieb erfolgen. Voraussetung dafür wäre aber, dass die prognostizierte Erholung der Wirtschaft auch eintritt. Eine Rezession, wie sie im Euroland vorliegt, ist im Allgemeinen kein Nährboden für eine steigende Inflation.

Für Verbraucher und Anleger ist die Verbraucherpreisentwicklung jedenfalls erfreulich. Die Kaufkraft nimmt weniger stark ab als in der Vergangenheit und auch die Realzinsen sinken nicht weiter. Denn schließlich gehen die Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld kontinuierlich zurück.