Morgan Stanley Deutschland ohne Tagesgeld und Zahlungsverkehr via Girokonten

Morgan Stanley ist eine ehemalige Investmentbank, die durch zwei Bundesgesetze der Vereinigten Staaten von Amerika, bekannt unter dem Namen Glass-Steagall Act, entstanden ist. Der Glass-Steagall Act wurde am 16. Juni 1933 von dem damaligen amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt als Gesetz unterzeichnet. Vorausgegangen war die erste große Bankenkrise (Weltwirtschaftskrise) in den Jahren 1929 bis 1933. Zu der Zeit erlitten zahlreiche Banken hohe finanzielle Verluste sowohl durch Kreditausfälle als auch durch den erfolglosen Handel mit Wertpapieren.

Um das Risiko für die Kreditinstitute zu begrenzen, beschloss die Regierung der USA, dass die Banken das Einlagengeschäft und das Kreditgeschäft trennen müssen. Als Folge wurde am 16. September 1935 die Investmentbank Morgan Stanley gegründet, damit die Muttergesellschaft J. P. Morgan & Co. weiterhin das Kreditgeschäft betreiben konnte. Bis zum September 2008 agierte das Institut als eine Investmentbank, bevor es diesen Status im Zuge der 2007 beginnenden Finanzkrise aufgab. Aktuell bezeichnet sich die Bank als Finanzdienstleister.

 

Die Morgan Stanley Deutschland Filiale ist in Frankfurt

Schon seit dem Jahr 1987 ist Morgan Stanley mit einer Filiale in Frankfurt am Main vertreten. Im Jahr 2000 kam noch eine Niederlassung in München hinzu. Die Filialen in Deutschland stehen unter der Leitung der Morgan Stanley & Co. International PLC in London. Auch die deutschen Zweigstellen bieten den Kunden Finanzdienstleistungen und Beratungen bei der Geldanlage an. Die angebotenen Finanzprodukte der Bank sind unterteilt in:

  • Anlageprodukte
  • Hebelprodukte
  • Finanzprodukte zum Kapitalschutz

 

Bei der Geldanlage haben die Anleger in Deutschland die Wahl zwischen Zertifikaten, Anleihen, Fonds und Sparbriefen. Tagesgeld, Festgeld, Girokonten oder Kredite, also die gängigen Bankprodukte werden dagegen nicht angeboten. Da es sich teilweise um sehr risikoreiche Geldanlagen handelt, steht die Kundenberatung bei Morgan Stanley im Vordergrund. Die Kundengelder der deutschen Kunden sind über den Bundesverband deutscher Banken e.V. gegen eine Insolvenz der Bank geschützt.

 

Die Geschichte von Morgan Stanley

Die Muttergesellschaft von Morgan Stanley, J.P. Morgan & Co., wurde von John Pierpont (J.P.) Morgan gegründet, der auch als der inoffizielle Zentralbankier der USA bezeichnet wurde und der über sehr großen Einfluss in Politik und Wirtschaft verfügte. Sein Sohn Henry Sturgis Morgan war schon einige Zeit für die J.P. Morgen & Co. tätig, als der Glass-Steagall Act in Kraft trat. Zusammen mit Harold Stanley sowie einigen weiteren Partnern verließ Henry S. Morgan das Unternehmen seines Vaters und gründete die nach ihnen benannte Investmentbank Morgan Stanley. Im Jahr 1942 trat die Bank der New Yorker Börse, der New York Stock Exchange, bei.

Die Bank wurde sehr schnell eine der erfolgreichsten Investmentbanken der USA, die federführend bei zahlreichen Emissionen großer und bekannter Unternehmen tätig war. Schon im Jahr 1967 wurde die Tochtergesellschaft Morgan & Cie. International in Paris gegründet, um am wachsenden Wertpapiermarkt in Europa teilzunehmen. Es folgen weitere Niederlassungen im Ausland, wie zum Beispiel 1972 in Tokyo oder in 1980er Jahren in Frankfurt am Main, Melbourne, Mailand, Luxemburg, Sydney oder Zürich. Vor allem in den 1990er Jahren wurden zahlreiche weitere ausländische Filialen eröffnet, sodass die Bank heute in mehr als 40 Ländern weltweit vertreten ist. Im Jahr 1997 fusionierte das Institut mit der Firma Dean Witter und nannte sich kurzfristig in Morgan Stanley Dean Witter & Co um. Die Namensänderung wurde aber wieder rückgängig gemacht. Bei Dean Witter handelte es sich um einen Finanzdienstleister, der zu Sears, Roebuck and Company, einem der größten Einzelhändler der USA, gehörte. Zu den Kunden der Bank gehören große Unternehmen, internationale Konzerne, andere Kreditinstitute, staatliche Betriebe, vermögende Privatanleger sowie Regierungen aus aller Welt.

 

In diesen Geschäftsbereichen ist das Finanzinstitut tätig

Die Kunden der Bank erhalten Beratung und Betreuung in folgenden Bereichen:

  • Investment Banking
  • Investment Management
  • Aktienhandel inklusive der Handel mit Derivaten
  • Handel mit Rentenpapieren inklusive Derivate
  • Kapitalbeteiligungen an anderen Unternehmen (Private Equity)
  • Vermögensverwaltung (Asset Management)
  • Devisenhandel
  • Handel mit Rohstoffen
  • Volkswirtschaftliche Analysen (Research)
  • Finanzberatung für Privatkunden und für institutionelle Kunden

 

Es handelt sich ausschließlich um Finanzdienstleistungen und Beratungen bei der Geldanlage oder im Investment Banking. Konten für den Zahlungsverkehr bietet das Institut nicht an.

 

 

Aktien von Morgan Stanley an deutschen Börsen:

ISIN    US6174464486
WKN  885836

 

Weiterführende Informationen

Bundesregierung und Glass-Steagall Act

 

 

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