Soll der mexikanische Peso geschwächt werden? Mexiko senkt Leitzinssatz auf 4,0%

Es ist in den letzten Wochen Medien schon von Währungskrieg gesprochen worden. Nachdem Japan inzwischen hochoffiziell die eigene Währung drückt, scheint nun auch Mexiko gegen die Aufwertung des Peso etwas tun zu wollen: Am 8. März 2013 hat das Land den Leitzinssatz von bisher 4,5% auf nun 4,0% gesenkt. Die Zentralbank begründete den Schritt mit einer sinkenden Inflation und einem schwächer werdenden Wirtschaftswachstum. Der mexikanische Verbraucherpreisindex (VPI) betrug im Januar 2013 noch 3,3%, nach 4,6% im Oktober 2012.

 

Mexiko Flagge

Die meisten Analysten hatten mit einer Änderung von 25 Basispunkten gerechnet.

Die Hüterin der Währung hat sich mit diesem Schritt Zeit gelassen, denn die letzte Änderung liegt lange zurück: 2009 erfolgten relativ viele Zinssenkungen, um die strauchelnde Wirtschaft aufzufangen bzw. mit der Maßnahme zu unterstützen und die langfristigen Zinsen zu senken.

  • Am 20.04.2009 senkte die Zentralbank die Leitzinsen von 6,75 auf 6,0%.
  • Am 25.05.2009 senkte die mexikanische Zentralbank die Leitzinsen von 6,0% auf 5,25% und im Juli 2009 auf 4,5%.

 

Der mexikanische Verbraucherpreisindex (VPI) betrug im Januar 2013 noch 3,3%, nach 4,6% im Oktober 2012 (zum Vergleich: die EU Inflationsrate liegt im Februar 2013 unter 2,0%). Der mexikanische Peso hatte im Februar kräftig gegenüber dem Euro aufgewertet.

 

Für Anleger, die auf einem Fremdwährungskonto mit dem Peso spekulieren möchten, gibt es allerdings wenig Möglichkeiten. Der Redaktion ist aktuell nur das comdirect Depot mit einem entsprechenden Angebot von mexikanischen Pesos bekannt.

Mexiko ist schon lange von der wirtschaftlichen Entwicklung im benachbarten Amerika abhängig. Deshalb wirkt sich die Flaute in den USA auch direkt auf die Wirtschaft in Mexiko aus. International betrachtet wächst die mexikanische Wirtschaft immer noch überdurchschnittlich, was bisher zu entsprechenden Investitionen von Ausländern führte.