Blitzaktion läßt Kontoinhabern in Zypern keine Chance

Die Finanzminister der EU-Union haben sich auf ihrem Treffen in Brüssel am 16.03.2013 überraschend schnell und durchgreifend zum Problemfall Zypern Banken & Staatsbankrott geeinigt. In einer beispiellosen Aktion hat die EU-Gruppe Hilfskredite zugesagt aber gleichzeitig auch bisher einmalig direkt Bankkunden an der Rettungsaktion vor der Staatspleite beteiligt.

Auf Einlagen, also Guthaben auf Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Währungskonten und Girokonten wird je nach Höhe der Guthaben eine Abgabe erhoben:

 

  • Einlagen > 100.000 Euro mit 9,90%
  • Einlagen < 100.000 Euro mit 6,75%

 

Die Maßnahmen sind bereits aktiv und mit den Banken in Zypern vorsorglich abgesprochen.

Die Kontoinhaber hatten keine Chance

Nach Bekanntwerden des Beschlusses versuchten viele Kontoinhaber noch am Samstagmorgen (16.03.2013), Gelder von den Konten auf Zypern abzuziehen. Erfolglos, entweder war das Online-Banking deaktiviert, oder aber der abzuziehende Betrag war bereits eingefroren. Damit ist defacto die Beteiligung privaten Bankkunden bereits realisiert.

Die schnelle und perfekte Umsetzung der Beteiligung privater Bankkunden an dem Rettungspaket, innerhalb von Minuten, nachdem die Beschlüsse auf EU Ebene bekannt wurden, deutet auf eine vorab sorgfältig geplante Aktion hin. Es müssen bereits im Vorfeld Kontakte zu den zypriotischen Banken aufgenommen worden sein.

Die Kontoinhaber bei den Banken hatten keine Chance mehr, dem Zwangsabzug zu entkommen.

Das konzertierte Vorgehen in Zypern sollten alle Sparer im Hinterkopf behalten, falls sich die EU-Schuldenkrise erneut zuspitzen sollte.