Girokonto eröffnen – das ist wichtig!

So können Neukunden ein Girokonto sicher eröffnenBei einer Direktbank können die Kunden ein Girokonto online eröffnen. Doch auch zahlreiche Filialbanken bieten im Rahmen des Online-Banking eine Kontoeröffnung über das Internet an. Der Vorteile für den Bankkunden liegt darin, dass er das Konto zu jeder gewünschten Tageszeit eröffnen kann, ohne sich an einen festen Termin halten zu müssen. Bevor ein Neukunde einen Antrag zur Kontoeröffnung ausfüllt, sollte er einige Unterlagen und Informationen bereithalten, die er in den Formularen abgefragt werden.

 

 

Ein Girokonto online eröffnen

Wer als Einzelperson ein Girokonto online eröffnen möchte (Einzelkonto), muss sich entweder für ein Angebot einer Direktbank entscheiden oder er muss nach einem Kreditinstitut suchen, das sowohl die Kontoeröffnung in einer Filiale als auch online anbietet. Der Interessent findet in der Regel einen Eröffnungsantrag auf der Internetseite der ausgesuchten Bank. Der Antrag kann am Computer ausgefüllt werden. Das Kreditinstitut benötigt einige persönliche und wirtschaftliche Angaben über den Antragsteller, um über die Kontoeröffnung zu entscheiden. Zu diesen Angaben gehören:

  • Vorname, Name, eventuell Geburtsname und gegebenenfalls der Titel, den der Kontoinhaber führt
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • der Familienstand
  • die Staatsangehörigkeit
  • eine gültige Telefonnummer, freiwillig auch Handynummer, berufliche Telefonnummer oder E-Mail-Adresse
  • die aktuelle Anschrift
  • die Angabe, seit wann der Antragsteller unter der Meldeadresse wohnhaft ist
  • eventuell die Voranschrift, falls es in den letzten zwei Jahren zu einem Umzug kam
  • Angaben zum Berufsstatus inklusive Datum des Beschäftigungsbeginns

 

 

Girokonto Vergleich

 

Wenn das Girokonto als Gemeinschaftskonto eröffnet werden soll, müssen diese Angaben für beide Kontoinhaber gemacht werden.

Bei einigen Banken kann gleichzeitig mit dem Girokonto eine Kreditkarte beantragt werden, sodass in dem Eröffnungsantrag auch hierzu Daten abgefragt werden. Unter der Voraussetzung eines regelmäßigen Gehaltseingangs oder wenn der Kontoinhaber über ein Mindestguthaben bei dem Kreditinstitut verfügt, kann mit dem Eröffnungsantrag auch gleich ein Dispositionskredit beantragt werden. Auch die Eröffnung eines Wertpapierdepots oder eines Tagesgeldkontos, für die das Girokonto als Referenzkonto dient, kann in einigen Fällen auf dem Eröffnungsantrag angegeben werden.

Der Eröffnungsantrag wird von dem Antragsteller ausgedruckt und eigenhändig unterschrieben. Bei einem Gemeinschaftskonto muss der Antrag die Unterschrift von beiden Kontoinhabern tragen. Dies gilt auch dann, wenn der Eröffnungsantrag vorab online an das Kreditinstitut versandt werden kann. Bevor nicht der ordnungsgemäß unterschriebene Antrag bei der Bank vorliegt und die Identität des Antragstellers geprüft wurde, erfolgt keine Kontoeröffnung.

 

Was ist die Identitätsprüfung?

Die Bank, bei der das Girokonto online eröffnet werden soll, muss sich nach den Regeln des Geldwäschegesetzes (GWG) von der Identität des Kontoinhabers vergewissern. Mithilfe des Geldwäschegesetzes versucht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), bei Banken und Finanzdienstleistern Geldwäscheaktivitäten zu verhindern. Daher müssen sich Bankkunden, die ein Girokonto online eröffnen, zunächst legitimieren. Bei einer Bank, die neben dem Online-Banking auch den Geschäftsbetrieb in Filialen anbietet, kann diese Legitimation vor Ort in einer Zweigstelle der Bank erfolgen. Dazu muss der Antragsteller seinen Personalausweis vorlegen, der nicht abgelaufen sein darf. Einige Kreditinstitute akzeptieren auch einen Reisepass als Legitimationsdokument, dieser muss aber gemeinsam mit einer Meldebestätigung vorgelegt werden, die maximal sechs Monate alt sein darf. Ein Führerschein reicht, entgegen der allgemeinen Meinung, nicht zur Legitimation für eine Kontoeröffnung aus.

Falls der Antragsteller keine Bankfiliale in der Nähe hat oder falls es sich um eine reine Direktbank ohne Filialbetrieb handelt, springt die Deutsche Post AG als überprüfende Stelle der Legitimation ein. Zusammen mit dem Eröffnungsantrag druckt der Antragsteller einen Postident-Coupon aus. Mit diesem Coupon, einem gültigen Ausweispapier und dem Eröffnungsantrag muss dann eine Filiale der Deutschen Post AG aufgesucht werden. Der Postangestellte überprüft und bestätigt die Identität und schickt die bestätigten Unterlagen an die Bank. Diese Identitätsprüfung bei der Post ist kostenlos.

 

Was folgt nach der Kontoeröffnung?

Nach Erhalt der bestätigten Unterlagen richtet die Bank das Girokonto für den Kunden ein. Der Kontoinhaber wird über seine neue Kontonummer informiert. Er erhält außerdem nach circa einer Woche bis zwei Wochen eine EC-Karte für das Girokonto sowie, falls beantragt, eine Kreditkarte. Die PIN-Nummer für die neue EC-Karte wird aus Sicherheitsgründen immer mit separater Post versandt und erreicht den Kunden in der Regel einen bis zwei Werktage nach der EC-Karte.

Auch der Zugang zum Online-Banking muss von der Bank erst eingerichtet und freigeschaltet werden. Diese Zugangsdaten erhält der Kontoinhaber ebenfalls nach kurzer Wartezeit per Post. Er muss sich einmalig mit dem zugesandten Zugangscode zum Online-Banking anmelden und kann dann ein individuelles Passwort vergeben. Für Online-Verfügungen über das Girokonto muss eine TAN-Nummer eingegeben werden. Einige Banken versenden Listen oder Karten mit TAN-Nummern, von denen jeweils eine Nummer für jede Transaktion abgefragt wird. Andere Kreditinstitute sind dazu übergegangen, die mTAN-Nummern per SMS auf das Handy des Kontoinhabers zu versenden. Jede TAN-Nummer ist nur einmal gültig und verfällt nach der Eingabe im Online-Banking. Für telefonische Aufträge erhalten die Kunden bei einigen Banken eine separate PIN-Nummer, die sich nicht ändert und die bei jedem Anruf abgefragt wird.

 

Was ist eine Bonitätsprüfung?

Die Kreditinstitute überprüfen bei jeder Kontoeröffnung die Bonität des Kontoinhabers. Unter der Bonität versteht man die wirtschaftliche Fähigkeit und die Zahlungswilligkeit eines Bankkunden, vorhandene Schulden zurückzahlen zu können und zu wollen. Sobald ein Kunde einen Dispositionskredit für sein Girokonto beantragt oder er eine Kreditkarte haben möchte, muss die kontoführende Bank sicher sein, dass sie das Geld von dem Kontoinhaber zurückerhält.

Daher werden alle Kontoneueröffnungen und auch die Kontoschließungen der Kreditgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherheit (Schufa) in Wiesbaden gemeldet. Die Schufa sammelt auch Daten über Darlehen, über Kreditkarten, über Handyverträge und weitere wirtschaftliche Angaben über den Verbraucher. Anhand dieser Daten wird ein Wert, der sogenannte Score, ermittelt. Je höher der Score ausfällt, umso kreditwürdiger gilt der Kunde. Von der Bonitätsprüfung macht ein Kreditinstitut zum Beispiel die Einrichtung des Dispositionskredites auf dem Girokonto abhängig. Die Höhe des Dispos, wie diese Kreditart umgangssprachlich auch genannt wird, hängt ferner von der Höhe der regelmäßigen Gehaltseingänge oder Renteneingänge ab.

 

 

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