Der Gewinn – Wunsch eines jeden Investors

Unabhängig, ob es sich um einen Investor handelt, einen Aktienanleger oder einen Sparer – alle drei wünschen sich, dass ihre Anlage einen Gewinn erwirtschaftet. Bei den Gewinnen muss allerdings zwischen drei Stufen unterschieden werden.

Den Gewinn mitnehmen

Zunächst einmal ist jeder Gewinn, der erwirtschaftet wird, sei es durch ein Unternehmen, sei es durch eine Geldanlage im Finanzmarkt, steuerpflichtig.

Der Unternehmer und der Anleger erzielen zunächst einmal einen Gewinn vor Steuern. Während die Unternehmensbesteuerung durch die Steuererklärung erfolgt, werden Kapitalanleger direkt bei Auszahlung ihres Ertrages, des Gewinnes mit der 25-prozentigen Abgeltungssteuer belegt. Für die meisten Kapitalanlagen besteht dann keine Steuerpflicht mehr. Hat die Steuererklärung das Finanzamt durchlaufen, eventuell anfallende Steuer wurde einbehalten, wissen die Steuerpflichtigen, wie hoch ihr Gewinn, der Gewinn nach Steuer, wirklich war.

Gerade Unternehmer wissen ein Lied von der Diskrepanz eines Rechnungseinganges und dem Gewinn nach Steuer zu singen. Neben der Umsatzsteuer, eventuell der Gewerbesteuer, wird noch die Einkommensteuer fällig. Erst danach lässt sich ablesen, wie profitabel das Geschäftsjahr wirklich gelaufen ist.

Für Sparer gibt es eine kleine Entschädigung. Im Rahmen des Freistellungsauftrages sind bei Alleinstehenden 801 Euro pro Jahr, bei Verheirateten 1.602 Euro jährlich der Kapitalerträge von der Besteuerung ausgenommen. Im Fall der Kapitalanlage werden bei der tatsächlichen Gewinnermittlung aber auch die Kosten berücksichtigt Dazu gehören beispielsweise die Depotführungsgebühr oder die Ausgabeaufschläge. Ausgabeaufschläge sind zwar nicht als Werbungskosten absetzbar, mindern aber den Veräußerungsgewinn und damit die darauf anfallende Abgeltungssteuer.

Die dritte Stufe, die final den tatsächlichen Gewinn widerspiegelt, ist die inflationsbereinigte Größe. Was nutzt ein Gewinn von 0,5 Prozent nach Steuern, wenn die Inflationsrate 1,6 Prozent beträgt. Erst wenn diese Größe noch abgezogen wird, weiß der Anleger, wie viel Geld er mit seinem Investment tatsächlich verdient hat – in absoluten Zahlen.

Es gilt die Beziehung Gewinn = Rendite x eingesetztes Kapital.

 

 

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