Damit’s Geld sicher mehr wird: ein Festgeldkonto in Österreich eröffnen

Viele Sparer verfügen über Guthaben, die sie für einen längeren Zeitraum nicht benötigen. Einige Anleger sparen auf ein neues Auto oder sie legen Geld für die Berufsausbildung der Kinder zur Seite. Für diese Gelder ist eine Geldanlage als Festgeld ideal, wie sie auch von zahlreichen Banken in Österreich angeboten wird, wie der Blick auf unseren Festgeld Vergleich zeigt. Da in Österreich das Sparbuch traditionell als die beliebteste Anlageform gilt, haben einige österreichische Kreditinstitute auch Sparkonten mit einer festen Laufzeit und fixen Zinsen im Angebot. Dabei müssen die Anleger aber die Unterschiede der verschiedenen Anlageformen beachten, besonders im Hinblick auf die Kontoeröffnung oder eine vorzeitige Verfügung.

 

Festgeld Vergleich Österreich

Anlagebetrag
Euro
Anlagedauer
Gewünschte Produkte
Anlagebetrag: 10000 € / Anlagedauer: 12 Monate
* Werte für gewählten Zeitraum, die Berechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Zinssätze vom 27.09.2020. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2020 financeAds.net
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Zinsänderungen Dezember 2015
01.01.2015 Renault Bank direkt AT Zinssenkung: Laufzeit 12 Monate von bisher 1,40% auf 1,25%, 24 Monate von 1,55% auf 1,35 % und für 36 Monate von bisher 1,65% auf  1,40 %

 

 

Österreichisches Festgeld ist charmant

Bei einem Festgeld handelt es sich um eine Termingeldeinlage, bei der der Anleger für einen festen Zeitraum auf die Nutzung des angelegten Betrages verzichtet. Eine Sparurkunde wird für ein Festgeld nicht ausgestellt und Kontoeröffnung sowie Kontoführung können bei vielen Banken auch online erfolgen. Es handelt sich in der Regel um eine kurzfristige bis mittelfristige sichere Geldanlage.

 

Festgeld in Österreich von 30 Tagen bis 10 Jahren

Festgeld Vergleich für Banken in ÖsterreichDie gängigen Laufzeiten für Festgelder beginnen bei 30 Tagen und können bis zu 10 Jahre betragen. Jede Bank entscheidet individuell, welche Anlagefristen für die von ihr angebotenen Festgelder gelten. Daher finden sich viele unterschiedliche Angebote für Festgelder am Markt, die der Sparer am besten mit unserem Vergleichsrechner im Festgeld Vergleich analysiert. Bei Abschluss eines Festgeldes vereinbaren das kontoführende Kreditinstitut und der Anleger einen fixen Zinssatz, der sich bis zum Ende der Laufzeit nicht ändert. Je länger das Geld des Kunden angelegt wird, umso höher fällt der Zinssatz aus, den die Bank für die Geldanlage zahlt. Bei Laufzeitende kann sich der Kontoinhaber entweder für die Auszahlung des angelegten Betrages entscheiden oder er prolongiert das Festgeld. Einige Kreditinstitute bieten eine automatische Prolongation um die ursprünglich vereinbarte Laufzeit an, falls der Sparer das Festgeld nicht fristgemäß kündigt. Allerdings erhält der Anleger bei einer Prolongation nur den Zinssatz für seine Geldanlage, der zum Zeitpunkt der Verlängerung Gültigkeit hat. Bei den meisten Banken ist die gleichzeitige Eröffnung oder Führung eines Referenzkontos eine Voraussetzung für die Eröffnung eines Festgeldkontos. Als Referenzkonto können ein Tagesgeldkonto, ein Sparkonto oder ein Girokonto, das auch bei einem anderen Kreditinstitut unterhalten werden darf, dienen.

Nachträgliche Einzahlungen auf ein Festgeldkonto sind nicht möglich und bei den meisten Anbietern muss ein Mindestanlagebetrag beachtet werden. Nicht alle Banken in Österreich bieten Geldanlagen als Festgeld aktiv an, sondern der Bankkunde muss explizit nach dieser Anlageform fragen, um ein individuelles Angebot zu erhalten. Die Zinsgutschrift auf dem Festgeldkonto erfolgt sehr unterschiedlich. Während einige Anbieter nur am Ende der Laufzeit die Zinsen gutschreiben, ermöglichen andere Banken ihren Kunden einen Zinseszinseffekt durch vierteljährliche oder jährliche Gutschrift der Zinsen. Eine weitere Alternative ist die Gutschrift der Zinsen auf dem hinterlegten Referenzkonto.

 

Unterschiede bei der Kündigung von Festgeld Deutschland Österreich

Deutsche Anleger, die sich für eine Geldanlage als Festgeld bei einer österreichischen Bank entscheiden, sollten beachten, dass die Kreditinstitute in Österreich Abhebungen von einem Festgeldkonto vor Ende der Laufzeit in der Regel gestatten. In Deutschland ist eine vorzeitige Verfügung über ein Festgeld entweder völlig ausgeschlossen oder nur unter strengen Bedingungen als Kulanzentscheidung der kontoführenden Bank möglich. In Österreich hingegen sehen die Anlagebedingungen für Festgelder auch vorzeitige Behebungen vor. Allerdings muss der Sparer bei einer Verfügung vor Ablauf der vereinbarten Anlagefrist mit Zinsabschlägen oder mit Vorschusszinsen rechnen. Österreichische Anleger sollten sich nicht darauf verlassen, dass sie über ein Festgeld in jedem Fall vorzeitig verfügen können. Auch ausländische Banken treten als Anbieter von Geldanlagen am österreichischen Markt auf. Daher sollte vor Abschluss der Geldanlage auf die genauen Bedingungen der Bank geachtet werden.

 

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Festgeld und Tagesgeld

Da sich die Anlageformen Festgeld und Tagesgeld in Österreich nur langsam durchsetzen, hier eine Übersicht über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Konten:

Tagesgeldkonto

  • mit oder ohne Mindestanlagebetrag
  • häufig begrenzter Höchstanlagebetrag
  • keine Ausstellung einer Sparurkunde
  • tägliche Verfügbarkeit ohne Zinsverlust
  • von den Banken auch Kündigungsgeld genannt
  • Kontoführung auch online möglich
  • Zinssatz häufig niedriger als bei einem Festgeld
  • bei unterjähriger Zinsgutschrift auch Zinseszinseffekt möglich
  • Kontoeröffnung, Kontoführung und Kontoschließung kostenlos

 

Festgeldkonto

  • in der Regel mit Mindestanlagebetrag
  • häufig höhere Höchstanlagebeträge als bei einem Tagesgeld
  • keine Ausstellung einer Sparurkunde
  • Verfügbarkeit am Ende der Laufzeit beziehungsweise
  • bei vorzeitigen Behebungen Zinsabschläge oder Vorschusszinsen
  • von den Banken auch Termingeld genannt
  • Kontoführung auch online möglich
  • Zinssatz häufig höher als bei einem Tagesgeldkonto
  • bei unterjähriger Zinsgutschrift auch Zinseszinseffekt möglich
  • Kontoeröffnung, Kontoführung und Kontoschließung kostenlos

 

Sowohl Kapitalsparbuch als auch Tagesgeldkonto und Festgeld unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung in Österreich, wodurch Kontoguthaben bis zu 100.000,00 Euro je Kontoinhaber und kontoführendem Kreditinstitut abgesichert sind.

 

Auch ein Sparbuch kann wie ein Festgeld behandelt werden

In Österreich bevorzugen die meisten Sparer noch immer ein Sparbuch, um Gelder anzulegen. Daher haben zahlreiche Kreditinstitute Sparkonten mit festen Laufzeiten und einem fixen Zinssatz im Bestand (Festgeld ist in Österreich weniger populär wie in Deutschland). Es handelt sich in der Regel um ein Sparkonto, das von fast allen österreichischen Banken unter dem Namen Kapitalsparbuch angeboten wird. Der Sparer kann das Sparkonto nicht online eröffnen, sondern nur durch persönliche Unterschrift am Bankschalter. Nach Kontoeröffnung wird dem Kontoinhaber eine Sparbuchurkunde ausgehändigt, die er bei jeder Behebung vorlegen muss. Der Bankkunde legt einmalig einen bestimmten Betrag an, wobei einige Banken und Sparkassen einen Mindestanlagebetrag verlangen. Eine nachträgliche Einzahlung weiterer Beträge ist nicht möglich. Dafür kann der Anleger eine unbegrenzte Anzahl weiterer Kapitalsparbücher eröffnen. Der vereinbarte Zinssatz ist fix für die gesamte Laufzeit, die zumeist zwischen sechs Monaten und sechs bis sieben Jahren liegt. Doch auch Kapitalsparbücher mit einer zehnjährigen Laufzeit werden von einigen Banken in Österreich angeboten.

Nach Ablauf der Laufzeit wird das Guthaben auf dem Kapitalsparbuch mit dem aktuellen Zinssatz für täglich fällige Einlagen (Tagesgeld)  verzinst, wobei einige Banken auch eine automatische Prolongation ermöglichen. Die Zinsberechnung erfolgt bei den meisten Anbietern jährlich, vereinzelt ist auch eine monatliche oder eine vierteljährliche Zinsabrechnung zu finden. Die Zinsen werden nicht jedes Jahr im Kapitalsparbuch nachgetragen, sondern lediglich am Ende der Laufzeit ausgewiesen. Trotzdem profitiert der Sparer von einem Zinseszinseffekt, da nach erfolgter Zinsberechnung der um die Zinsen erhöhte Anlagebetrag weiter verzinst wird.

 

Festgeld auf dem Kapitalsparbuch kann vor Ablauf des Vertrages gekündigt werden

Vorzeitige Behebungen von Teilbeträgen oder des kompletten Guthabens sind bei einem Kapitalsparbuch jederzeit möglich. Allerdings wird der Anleger bei einer vorzeitigen Verfügung mit einem Abschlag bei den Zinsen oder mit Vorschusszinsen bestraft. Jede österreichische Bank hat in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt, ob sie entweder Vorschusszinsen bei einer Behebung vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit berechnet oder ob sie einen geringeren Zinssatz für den vorzeitig abgehobenen Betrag verrechnet. Der  verminderte Zinssatz ist in einer Auszahlungstabelle im Sparbuch aufgeführt. Das restliche Guthaben wird weiterhin zu dem vereinbarten fixen Zinssatz für das Kapitalsparbuch verzinst.

 

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