Der Ertrag als Voraussetzung für einen Gewinn

Für den Laien ist der Ertrag in der Regel das, was am Ende herauskommt. Die Volkswirtschaftslehre definiert diesen Begriff jedoch ein wenig präziser in einem Satz: Der Ertrag ist das Ergebnis der Wertschöpfung eines Produktionsprozesses – also doch, das, was am Ende herauskommt?

 

Begriff Ertrag bei InvestmentsDem ist nicht ganz so, denn was am Ende herauskommt, ist die Rendite als prozentualer Faktor auf das eingesetzte Kapital. Diese entspricht wiederum dem Gewinn, welcher um die Ausgaben bereinigt wurde. Und der Gewinn entspringt dem Ertrag, der um die Aufwendungen geglättet wurde.

Der Begriff Ertrag setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Zum einen ist es das Ergebnis eines Produktionsprozesses, der zur Herstellung eines Wirtschaftsgutes benötigt wird. Dazu zählen aber auch Wertsteigerungen, welche während der Wertschöpfungskette entstehen. Nicht im unmittelbaren Zusammenhang stehende Erträge, wie Devisengewinne werden dennoch in die Wertsteigerung des geschaffenen Gutes mit eingerechnet. Wird das fertige Produkt verkauft, erzielt der Unternehmer einen Erlös.

Dass der Ertrag nicht mit dem Gewinn identisch ist, wird aus dem schlichten Sachverhalt ersichtlich, dass Unternehmen ein Wirtschaftsjahr auch mit Verlust abschließen können, selbst wenn in diesem Zeitraum Erträge erwirtschaftet wurden.

Gleiches gilt auch für Anleger. Obwohl sie Erträge aus Kapitalanlagen generiert haben, muss das Anlagejahr nicht unbedingt mit einem Plus vor dem Depotergebnis enden. Gesunkene Kurse oder Depotgebühren, welche die Ausschüttungen übersteigen, führen dann am Ende des Tages zu einem Verlust.

 

 

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