Economic Research News 2016

 

 

Tagesgeld 

Zinsänderung – Ankündigungen Januar 2016
04.01.2016 Zinssenkung bei der Santander Direkt Bank  von bisher 0,50 % auf 0,35 %
05.01.2015 hkb bank mit Zinssenkung von bisher 1,02% auf 0,95% (nur für Neukunden, Bestandskundenzins bleibt bei 0,70%)
19.01.2016 Renault Bank direkt Zinssenkung von bisher 1,10% auf 1,00% für Neukunden und von 1,00% auf 0,85% für Bestandskunden
20.01.2016 Consorsbank reduziert Maximaleinlage für Neukundenzins von bisher 25.000 € auf 20.000 € und senkt Bestandskundenzins von 0,40% auf 0,30%

Zinsänderung – Ankündigungen Februar 2016
02.02.2016  Bank of Scotland senkt Tagesgeldzins von bisher 0,5% auf 0,3%
18.02.2016 Renault Bank direkt mit Zinssenkung für Neukunden von bisher 1,00% auf 0,95%
26.02.2016 pbbdirekt mit Zinssenkung von bisher 0,80% auf 0,60%

Zinsänderung – Ankündigungen März 2016
01.03.2016 Procredit Bank mit Zinssenkung von bisher 0,50% auf 0,40%
17.03.2016 Credit Europe Bank mit Zinssenkung von bisher 0,60% auf 0,50%
31.03.2016 Renault Bank direkt mit Zinssenkung von 0,95% auf 0,90% (Neukunden) bzw. von 0,85% auf 0,70% (Bestandskunden)

Zinsänderung – Ankündigungen April 2016
05.04.2016 MoneYou mit Zinsreduktion von bisher 0,95% auf 0,85%
05.04.2016 GEFA Bank senkt von 0,35% auf 0,25%
06.2016 NIBC senkt von 0,80% auf 0,70%
18.04.2016 HKB Bank mit Zinssenkung von bisher 0,95% auf 0,85%
20.04.2016 Wüstenrot senkt bei Tagesgeld Sonderaktion von bisher 1,11% auf 0,80%

Zinsänderung – Ankündigungen Mai 2016
03.05.2016 VTB mit Zinssenkung von bisher 0,40% auf 0,25%
20.05.2016 Rabo Direct mit Zinssenkung von 0,65% auf 0,50%
20.05.2016 pbb mit Zinssenkung von 0,60% auf 0,40%
25.05.2016 VW Bank mit Zinssenkung von bisher 1,25% auf 1,10%

Zinsänderung – Ankündigungen Juni 2016
06.06.2016 Consorsbank senkt den Tagesgeldzinssatz für das Depotwechsel-Angebot von 3,00% auf 2,50%
07.06.2016 MoneYou mit Zinssenkung von bisher 0,85% auf 0,70%
29.06.2016 Opel Bank mit Zinssenkung von bisher 0,70% auf 0,60%

Zinsänderung – Ankündigungen Juli 2016
01.07.2016 LeasePlan Bank mit Zinssenkung von bisher 0,85% auf 0,75%
28.07.2016 GEFA Bank senkt Zinsen von bisher 0,25% auf 0,15%

Zinsänderung – Ankündigungen August 2016
01.08.2016 HKB Bank mit Zinssenkung für Neukunden von bisher 0,85% auf 0,75% und für Bestandskunden von bisher 0,70% auf 0,65%
01.08.2016 Ende der Wüstenrot Sonderzinsaktion. Ab 1. August gibt es nur noch 0,05% Zinsen
16.08.2016 Die Mercedes Benz Bank mit Zinssenkung von bisher 0,30% auf 0,25%

Zinsänderungen – Ankündigungen September 2016
08.09.2016 MoneYou mit Zinssenkung von bisher von 0,70 % auf 0,55 %
15.09.2016 Consorsbank mit Zinssenkung von bisher 1,00% auf 0,60% für Neukunden und auf 0,10% für Bestandskunden
26.09.2016 Zinssenkung bei der HKB Bank, Neukunden von bisher 0,75% auf 0,60% und Bestandskunden von bisher 65% auf 55%

Zinsänderungen – Ankündigungen Oktober 2016
01.10.2016 DKB mit Zinsreduktion: Anlagen bis 100.000 € = 0,40% (bisher 0,60%), ab 100.000 € = 0,15%
06.10.2016 GEFA Bank mit Zinssenkung von bisher 0,15% auf 0,10%
14.10.2016 Credit Europe Bank mit Zinssenkung von bisher 0,40% auf 0,30%

Zinsänderungen – Ankündigungen November 2016
02.11.2016 HKB Bank mit Zinssenkung, Neukunden von bisher 0,60% auf 0,50%, Bestandskunden von bisher 0,55% auf 0,45%
04.11.2016 IKB mit Zinssenkung von bisher 0,30% auf 0,20%
17.11.2016 MoneYou mit Zinssenkung von bisher 0,55% auf 0,50%

Zinsänderungen – Ankündigungen Dezember 2016
01.12.2016 HKB Bank mit Zinssenkung von bisher 0,50% auf 0,30%
12.12.2016 Consorsbank Zinsanhebung von bisher 0,60% auf 1,0% > nur für Neukunden
-bisher keine Ankündigungen für 2017-

News 2016

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10.03.2016 EZB senkt Leitzinsen: Die EZB hat heute die Geldpolitik weiter deutlich gelockert. Der Hauptrefinanzierungssatz („Leitzins“) wurde von bisher 0,05% auf 0,00% und der Einlagesatz von bisher 0,30% auf -0,40% gesenkt. Dazu wurde das Anleihekaufprogramm von monatlich 60 Mrd. Euro auf nun 80 Mrd. Euro aufgestockt.
Die Maßnahmen werden nach Meinung der Redaktion am Geld und Kapitalmarkt zu einer Absenkung der Zinssätze führen.

14.12.2106 Die Amerikanische Notenbank (FED) hat die vom Markt erwartete Anhebung der US-Leitzinsen auf Ihrer Sitzung am 14.12.2016 beschlossen. Der Leitzins liegt jetzt in dem Korridor von 0,50% bis 0,75%. Die Finanzmärkte haben mit einem deutlichen Anstieg der Renditen für US Staatsanleihen reagiert. In Folge stiegen auch die Kapitalmarktzinsen. Insgesamt gehen fast alle Marktteilnehmer von steigenden Zinsen in 2017 aus. Die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr BIZ fragt im Zusammenhang mit steigenden globalen Anleiherenditen: „Paradigmenwechsel an den Märkten?“ Die Tagesgeldzinsen werden durch diesen Turnaround in den nächsten Monaten nach unten abgesichert sein.

20.11.2016 Trump Wahl läutet offenbar Zinswende ein
Unmittelbar nach der Wahl von Donald Tramp zum US Präsidenten sind die Inflationserwartungen in den USA deutlich auf ca. 2% angestiegen. Damit einher stiegen die Renditen für 10-Jährige US Staatsanleihen, die Renditen der Bundesanleihen und insgesamt die längerfristigen Zinsen am Kapitalmarkt.

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So sah es im Januar 2016 aus: Auch in 2016 ist die Zinspolitik der EZB der größte Einflussfaktor für die Tagesgeldanlage Entwicklung in Deutschland. Überlagert wird dieser Einfluss von den globalen Zinstrends namentlich dem, der aus den USA von der amerikanischen Notenbank (FED) vorgegeben wird. Für 2016 ist mit einem weitergehenden auseinanderdriften der zinspolitischen Entscheidungen beider Notenbanken zu rechnen. Die EZB wird aufgrund der hohen Verschuldung der meisten Mitgliedsstaaten, der geringen Inflationsrate und der schwachen wirtschaftlichen Dynamik im Euroraum die Leitzinsen in 2016 nicht erhöhen. Diese Annahme ist Konsens unter den Analysten.

Dagegen hat die FED mindestens 2 weitere Leitzinserhöhungen für 2016 angekündigt. Hier wurden von den Ökonomen durchschnittlich 1,50% zum Jahresende erwartet (update: wobei am Markt im Februar 2016 bereits wieder eine Revision der FED Erwartung eingepreist ist). Die globale Economy zeigt allerdings zu Jahresbeginn deutliche Bremsspuren (drastischer Ölpreis Verfall, nachlassende Wirtschaftsdynamik in China und etlichen Schwellenländern). Sollte sich die Arbeitsmarktsituation in den USA nicht verbessern und die Inflationsrate stagnieren oder abnehmen, dürfte die FED auf eine weitere Leitzinserhöhung in 2016 verzichten.

08.12.2016 Die EZB hat auf ihrer letzten, zinsrelevanten Sitzung in 2016 die Leitzinsen unverändert gelassen. Die langfristigen Zinsen und etwas geringer auch die Geldmarktzinsen steigen trotzdem. Der Grund dafür sind die gestiegenen Zinserwartungen für die US Leitzinsen, die bereits die Renditen der Bundesanleihen haben steigen lassen. Gute Aussichten für deutsche Sparer in 2017.

Die Redaktion geht davon aus, dass nach der allseits erwarteten Leitzinserhöhung in den USA im Dezember auch die kurzfristigen Zinsen (am Geldmarkt anziehen werden. Für Tagesgeld würde das die finale Trendwende bedeuten und Anleger könnten sich für die kommenden Monate auf moderat steigende Tagesgeldzinsen einstellen.

06.10.2016 Der Internationale Währungsfonds sieht in seinem World Economic Outlook ( Oktober 2016) ein weltweit schwächelndes Wachstum. In 2016 wird das Weltwirtschaftswachstum voraussichtlich um 3,1%, in 2017 um 3,4% zunehmen. Das ist in etwa nur die Hälfte des Wachstums der vergangenen 2 Dekaden. Das Brexit-Votum und ein voraussichtlich schwächeres Wachstum in den USA werden die Notenbanken weiter zu einer lockeren Geldpolitik verpflichten, was den Abwärtsdruck auf die Zinsen erhöhen wird.

12.08.2016 Bundesbank Präsident Jens Weidmann äußert sich im Zeit-Interview konstruktiv-kritisch zur aktuellen EZB Zins- und Geldpolitik:

„Die Wirkung der ultralockeren Geldpolitik nimmt mit der Zeit ab, und die Risiken und Nebenwirkungen nehmen zu“ und
„Wenn wir einzelnen Ländern Sonderkonditionen einräumen oder uns auf besonders hoch verschuldete Länder stärker konzentrieren, dann verwischen wir damit die Grenzen zwischen der Geldpolitik und der Fiskalpolitik immer weiter“, so Weidmann. „Am Ende könnte dies auch dazu führen, dass Druck entsteht, die Zinsen länger als mit Blick auf die Preise notwendig niedrig zu halten, wenn hoch verschuldete Staaten eine Zinserhöhung nicht verkraften können.“

04.08.2016 Die Bank of England, die Britische Notenbank, hat den Leitzinssatz von bisher 0,50% auf 0,25% gesenkt. Diese Maßnahme war nach dem Brexit Votum als Reaktion zur Stabilisierung der Wirtschaft von Ökonomen bereits erwartet worden. Auch diese Leitzinssenkung wirkt eher zinsdämpfend für den Euroraum.

09.06.2016 OECD Wirtschaftsausblick Juni 2016: Die OECD sieht die Weltwirtschaft in ihrem Economic Qutlook 2016 in einer Wachstumsschwächeperiode gefangen. Die expansive Geldpolitik, zu der auch anormal niedrige Zinsen zählen, konnte in den letzten Jahren keine deutlichen positiven Wachstumsimpulse liefern und bietet inzwischen mehr Risiken als Chancen. Die OECD Ökonomen schreiben: „Zu lange wurde hier in erster Linie auf die Geldpolitik vertraut. Soll die Geldpolitik das Wachstum alleine ankurbeln ohne dabei nennenswert durch Haushalts- und Strukturpolitik unterstützt zu werden, kippt die Nutzen-Risiko-Balance. Auf den Finanzmärkten sind klare Signale für eine Überforderung der Geldpolitik zu erkennen. Die Preise für Laufzeit-, Kredit- und Liquiditätsrisiken reagieren derart überempfindlich, dass schon kleine Stimmungsumschwünge bei den Anlegern Volatilitätsspitzen auslösen, wie wir dies 2012 und nochmals Anfang 2016 erlebt haben.“

29.04.2016 Meinung: Commerzbank Economic Research 29.04.2016
„Manche Ökonomen behaupten, die niedrigen Renditen am Kapitalmarkt hauptsächlich seien die Folge einer globalen Sparschwemme.

….Die   Argumente   für   die   Sparschwemme   sind   sowohl   theoretisch   als   auch   empirisch   viel schwächer, als die Anhänger dieser These suggerieren. Sie sollten aufhören, eine vermeintliche Sparschwemme  als alleinige Erklärung des gesunkenen Realzinses zu  vermarkten. Spätestens seit  Ausbruch  der  Finanzkrise  2007  dürften  die  Realzinsen  vor  allem  durch  die  Zentralbanken gedrückt  worden  sein.  Es  ist  an  der  Zeit,  die  Zentralbanker  nicht länger  zu  exkulpieren  –  vor allem aber, zu angemessenen Leitzinsen zurück zu kehren. “

Die Presidentin der FED, Frau Yellen, hat auf der globalen Notenbankkonferenz in Jackson Hole im August eine weitere Anhebung der US Leitzinsen in Aussicht gestellt.
Die Redaktion geht für das letzte Quartal 2016 von mehr oder weniger stabilen Zinsen aus. Wenn die FED wie angekündigt den US Leitzins noch bis Ende 2016 erhöht, sollten auch die Renditen für die Bundesanleihen steigen und sich die Zinsen für Tagesgeld stabilisieren. Aktuell haben wir unsere Zins-Prognose für das Quartale IV 2016 aufgrund der Entwicklungen und Erwartungen an den Finanzmärkten von „positive Tendenz“ auf „neutral“ zurückgestuft.

Dezember 2016
Die zentrale Frage Dezember ist: Wie reagieren die Notenbanken bis zum Jahresende auf die zunehmende Inflation in den USA und im Euroraum mit Ihrer Zins- und Geldpolitik? Im November haben die Kurse der meisten Bundesanleihen stark nachgegeben und spiegelbildlich sind die Renditen gestiegen. Wenn sich dieser Trend im Dezember fortsetzt und die FED die Leitzinsen um 0,25% am 14. Dezember erhöhen sollte, dürfte das die lang erwartete Trendwende für die deutschen Tagesgeldzinsen sein.

Viele Anleger sind wegen dem Brexit Votum in vermeintlich sichere Staatsanleihen geflüchtet, wodurch die Kurse weiter gestiegen und spiegelbildlich die Renditen gesunken sind. Aufgrund der weltweit angespannten Situation an den Börsen und einer erwarteten leichten Reduzierung des Weltwirtschaftswachstums dürfte die Amerikanische Notenbank eine Leitzinsanhebung weiter nach hinten schieben. Entsprechend haben Banken in Deutschland die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld im August leicht reduziert. Für Oktober und bis zum Jahresende 2016 sieht die Redaktion kein Potential für eine Zinswende.

Juni 2016: Soweit hat es die EZB Zinspolitik gebracht: Inzwischen hält auch die Bundesbank Negativzinsen für Privatpersonen nicht für ausgeschlossen, wie Andreas Dombret im Interview gesteht:

„Erwarten Sie denn, dass früher oder später auch Negativzinsen für Privatkunden kommen?
Die Banken und Sparkassen, mit denen ich spreche, wollen eigentlich alles tun, um das zu vermeiden. Aber je länger das gegenwärtige Zinsumfeld Bestand hat, desto höher steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass man die Negativzinsen vielleicht doch weitergeben muss. Wir als Aufsicht machen den Instituten da keine Vorschriften – das entscheidet jede Bank und jede Sparkasse selbstständig.“

25.04.2016 Trotz aller Unkenrufe über die Niedrigzinsphase, die unbestreitbar vorliegt, laut unserem Tagesgeldvergleich ist nach wie vor eine relativ risikolose, positive Realrendite möglich. Mit etwas Glück bleibt diese Situation noch bis Ende 2016 erhalten.

22.04.2016 Die für die EZB arbeitenden professionellen makroökonomischen Prognostiker haben die Inflationserwartungen für den Euroraum (HVPI-Inflation) für 2016 und 2017 jeweils um 0,2% auf nun 1,5% bzw. 1,6% reduziert (Results of the Q2 2016 ECB Survey of Professional Forecasters (SPF). Damit dürfte die Geldpolitik inkl. Zinsentscheidungen weiter auf Lockerung eingestellt bleiben.

16.03.2916 Die amerikanische Notenbank (Fed) hat sich nach ihrer gestrigen und heutigen geldpolitischen Sitzung entschlossen, die Leitzinsen nicht anzuheben („Against this backdrop, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1/4 to 1/2 percent. „). Der Markt hatte das bereits erwartet. Damit fällt ein potenzieller Rückenwind für Tagesgeldzinsen in Deutschland zunächst aus. Die nächste zinsrelevante Sitzung der EZB und der FED findet erst wieder in 2 Monaten statt.

06.03.3016 Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt im BIZ-Quartalsbericht März 2016 vor Turbulenzen an den Finanzmärkten durch ein Anstieg der globalen Überschuldung, der US Dollar Aufwertung und einer anhaltend lockeren Geldpolitik der großen Notenbanken.
Auch die zunehmenden Negativzinsen stellen eine Bedrohung für einzelne Gruppen in den betroffenen Ländern dar. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass leicht negative Leitzinsen zum großen Teil in derselben Weise auf Geldmarkt- und andere Zinssätze durchwirken wie positive Leitzinsen. Eine wichtige Ausnahme besteht bei den Zinsen für Privatkundeneinlagen, die bisher von den negativen Leitzinsen nicht betroffen waren, und bei einigen Hypothekensätzen, die sich absurderweise erhöht haben. Für die Zukunft besteht große Unsicherheit darüber, wie sich Privatpersonen und Unternehmen verhalten werden, wenn die Leitzinsen noch stärker in den negativen Bereich sinken bzw. über längere Zeit negativ bleiben.“ (Morten Linnemann Bech and Aytek Malkhozov, BIZ).

26.02.2016 Die Inflationsrate fällt im Februar auf 0,0%, damit steigen wenigstens die Realzinsen für diesen Monat.

17.02.2016 Die nächste zinsrelevante Sitzung der Europäischen Notenbank findet am 10. März 2016 statt. Aufgrund der geringen Inflationserwartung und der nachlassenden Wirtschaftsdynamik im EU Raum erwarten viele Ökonomen eine weitere Senkung der Einlagefazilität von bisher -0,30% auf -0,40%. Die Einlagefazilität ist der Zinssatz, den die Banken für das Geldparken auf einem sicheren EZB Konto der Notenbank erhalten. Da dieser Zins aktuell negativ ist, müssen die Banken auf ihre Einlagen bei der EZB „Strafgeld“ zahlen. Für die Banken wird Kapital, das nicht als Kredit oder anderweitig angelegt werden kann dadurch unattraktiv. Sichere Geldanlagen, wie Staatsanleihen, rentieren aber aktuell ebenfalls mit negativen Zinsen. Deshalb bekommen Kreditinstitute zunehmend ein Geldanlage Problem. Einige Banken, wie inzwischen auch die Commerzbank, verlangen von Firmenkunden oder institutionellen Anlegern mit hohen Einlagen daher ebenfalls Strafzinsen. Mit einer weiteren Ausweitung ihrer Geld- und Zinspolitik, wirkt die EZB negativ auf Tagesgeld und Festgeldzinssätze.

03.02.2016 Die Bundesregierung strebt eine Obergrenze für Bargeldzahlungen an. Dabei hofft sie auf eine europäische Lösung, sollte es dazu nicht kommen wird eine nationale Lösung angestrebt. Im Gespräch ist ein Barzahlungs-Limit von 5000 Euro. Die Maßnahme soll zur Eindämmung der Schwarzgeldwäsche und der Terrorbekämpfung dienen.

29.01.2016 Die Zentralbank von Japan (BOJ) hat heute den Leitzins auf -0,10% abgesenkt. Banken müssen damit Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht bei der Notenbank Kapital parken.
22.01.2016 Die EZB hat auf ihrer ersten geldpolitischen Sitzung in 2016 die Leitzinssätze nicht verändert. Nach Ansicht der Notenbank besteht bezüglich der Wachstumsaussichten der Schwellenländer erhöhte Unsicherheit und auch die Volatilität auf den Finanz- und Rohstoffmärkten sowie die geopolitischen Risiken sind erhöht. Insgesamt haben Anfang 2016 die Abwärtsrisiken zugenommen.
In diesem Umfeld entwickelt sich auch die Inflationsdynamik im Euroraum weiterhin schwächer als erwartet. Wenn Anfang März bei der nächsten EZB Sitzung die neuen gesamtwirtschaftlichen Projektionen zur Verfügung stehen, wird die Notenbank prüfen ob weiter geldpolitische Maßnahmen, bei Bedarf sogar die gesamte Palette von politischen Optionen für die Umsetzung infrage kommen. Mario Draghi hat mit dieser Ankündigung nichts weiter getan, als den Märkten weiter geldpolitische Lockerungsmaßnahen angekündigt. Hoffentlich hält er diesmal was er andeutet (im Rückblick auf die EZB Kommunikation im November und „nicht Lieferung“ im Dezember 2015).

11.01.2016 Deutschland weiterhin mit AAA Rating: Die großen Ratingagenturen vergeben für die Bonität Deutschlands weiterhin die Bestnote. Sowohl Fitch als auch Standard & Poor’s sehen keinen Grund für eine Rückstufung und bewerten den Ausblick mit „stabil“ ein.

Geldanlage Economic Research

Festgeld Economic Research

2016

09.10.2016 Aufgrund der relativ niedrigen Inflationsrate war es in 2016 einfach, mit Einlagen auf einem Festgeldkonto und Laufzeiten ab 2 Jahre eine positive Realrendite zu erwirtschaften. Allerdings nicht bei allen Banken. So bietet die DKB aktuell für 10 Jahre 0,50% Festzins. Diese Anlage dürfte über die Laufzeit für den Sparer einen Kaufkraftverlust mit sich bringen.

04.02.2016 Die Börsen sind im Abwärtstaumel, da sind starke Nerven gefragt, denn zweistellige Kursverluste innerhalb einer Woche sind bei Wertpapieren keine Seltenheit. Festgeld Anleger haben da im Februar 2016 gut lachen. Entweder sind sie bereits mit einer annehmbaren Rendite investiert oder es steht ein Neuengagement an. Da sind beispielsweise für eine 3-jährige Laufzeit bei der tschechischen J&T Banka 2,0% möglich. Anleger, die Festgeld aus Sicherheitsgründen lieber bei einem deutschen Anbieter platzieren möchten, werden bei der pbbdirekt mit immerhin noch 1,5% fündig.

Leider 2015 daneben gelegen*: Die Redaktion sieht beim Festgeld hier, ähnlich wie bei beim Tagesgeld den Zinstiefpunkt Mitte 2015 erreicht. Ende 2015 und dann auch 2016 und 2017 dürften sich die Festgeld Zinsen positiv entwickeln.
*Nahezu der gesamt Finanzmarkt wurde 2016 von den weiter fallenden Renditen bei Anleihen und der Kapitalmarktzinsen überrascht und die Analysten haben mit den Prognosen daneben gelegen..

Abb. 3: Entwicklung der Renditen für 10 jährige Staatsanleihen für USA, Deutschland, England und Frankreich 2013 – 2014. Quelle  BIZ Jahresbericht 2014 .

Prognose Festgeld 2017: Die Redaktion erwartet trotz der der ersten Leitzinserhöhung in den USA für Ende 2016 weiter leicht fallende Zinssätze für Deutschland. Aufwärtspotential gibt es tendenziell erst, wenn die Amerikanische Notenbank die zweite Leitzinserhöhung tatsächlich durchführt. Da die Zins-Projektionen nicht vor 2020 eine Leitzinsanhebung durch die EZB erwarten, ist bis dahin kaum mit deutlich höheren Festgeldzinsen zu rechnen.

Deutliche Abnahme der Rendite bei 10jährigen Staatsanleihen weltweit

 

Januar 2016

Die Festgeldzinsen schwingen im Takt der Kapitalmarktzinsen und diese werden maßgeblich von den geldpolitischen Entscheidungen der großen Notenbanken beeinflusst. Die EZB hat den Leitzinssatz auf der Sitzung am 03.12.2015 unverändert bei 0,05% belassen. Die amerikanische Notenbank hat auf ihrer Sitzung am 16.12.2015 erstmals seit 8 Jahren die Leitzinsen auf den Korridor 0,25% – 0,50% angehoben. Nur wenn die FED die Zinsen in 2016 weiter anhebt könnte das positive Auswirkungen auf deutsche Festgeldzinsen haben.

Die Renditen und Zinsen haben sich entgegengesetzt entwickelt, wie aus der Datenanalyse der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) im Jahresbericht 2014 hervorgeht, siehe Abbildung 3 hervorgeht.Dargestellt sind die Renditeverläufe 10jähriger Staatsanleihen aus den USA, Deutschland, England und Frankreich. Die Renditen der Anleihen waren in allen 4 Ländern 2014 bisher rückläufig und in Deutschland darüber hinaus am niedrigsten. Die Festgeld Zinsen werden wesentlich durch die Renditen der Staatsanleihen beeinflusst.

Oktober 2016: Bisher gab es in 2016 nahezu ausschliesslich Zinssenkungen. Ursache dafür ist die kontinuierliche Reduzierung der Zinserwartung für die langfristigen Zinsen an den Finanzmärkten. Als Beispiel dafür ist in der Abbildung 2 die Entwicklung der langfristigen Nominalzinsen-Prognose des Internationalen Währungsfonds dargestellt.

Zinsänderungen   Ankündigungen Januar 2016
01.01.2016 DenizBank mit leichter Zinssenkung: 36 Monate Laufzeit von bisher 1,55% auf 1,45% und 48 Monate Laufzeit von bisher 1,60% auf 1,55%
13.01.2016 CA Consumer Finance mit Zinssenkung bei Laufzeiten 12, 24, 36, u. 48 Monate um je 0,05%
20.01.2016 Klarna mit Zinserhöhung über alle Laufzeiten: 12 Monate: 1,30% (alt: 1,00%), 24 Monate: 1,40% (alt: 1,20%), 36 Monate: 1,60% (alt: 1,40%), 48 Monate: 1,80% (alt: 1,60%)
23.01.2016 LeasePlan Bank mit Zinssenkung über alle Laufzeiten um 0,15% – 0,20%. z. B. 60 Monate Laufzeit von bisher 1,70% auf 1,50%

Zinsänderungen   Ankündigungen Februar 2016
01.02.2016 IKB mit Zinssenkungen um 0,10% Laufzeiten 1 Jahr bis 7 Jahre und 0,20% Laufzeit 4 Jahre
01.02.2016 Banca Sistema Zinserhöhung über alle Laufzeiten. 10 Jahre von 2,00% auf 2,15%
02.02.2016 VTB Bank mit Zinssenkung bei allen Festgeldprodukten + Laufzeiten
08.02.2016 Crédit Agricole Consumer Finance mit Zinssenkung über Laufzeiten 2 – 4 Jahre, z. B. für 4 Jahre von bisher 2,00% auf 1,80%
09.12.2016 J & T Banka mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. 10 Jahre von bisher 2,50% auf 2,20%
11.02.2016 Alior Bank mit Zinserhöhung  für 1 und 2 Jahre Laufzeit
16.02.2016 Renault Bank direkt mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. für 5 Jahre von bisher 1,70% auf 1,45%
26.02.2016 pbbdirekt mit Zinssenkungen. Z. B. 5 Jahre von bisher 1,75% auf 1,50% und 10 Jahre von bisher 2,10% auf 2,00%
29.02.2016 IKB mit Zinssenkung bei Laufzeiten 1 Jahr und 5 Jahre., von bisher 0,90% auf 0,75% und von bisher1,60% auf 1,25%

Zinsänderungen   Ankündigungen März 2016
09.03.2016 Mercedes-Benz Bank mit Zinserhöhung bei Laufzeiten 1 – 5 Jahre. z. B. 5 Jahre von bisher 1,10% auf 1,20%
15.03.2016 Klarna mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. 4 Jahre von bisher 1,80% auf 1,60%
17.03.2016 Credit Europe Bank mit Zinssenkung bei Laufzeiten 12, 18 und 24 Monate
21.03.2016 CA Consumer Finance mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. 84 Monate von bisher 2,05% auf 2,0%
24.03.2016 IKB Zinssenkung bei Laufzeiten 1 – 24 Monate
30.03.2016 Renault Bank mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. 5 Jahre von bisher 1,45% auf 1,30%

Zinsänderungen – Ankündigungen April 2016
01.04.2016 Klarna mit Zinsreduktion, Laufzeit 36 Monate von bisher 1,40 % auf 1,30% und Laufzeit 48 Monate von 1,60% auf 1,40%
04.04.2016 CreditPlus mit Zinssenkungen bei Laufzeiten 3 – 48 Monate
05.04.2016 MoneYou mit Zinsreduktion bei  Laufzeit: 6 Monate von bisher 1,05 % auf 0,90 % und 12 Monate von bisher 1,15 % auf 1,00 %
18.04.2016 HKB Bank mit Zinssenkung über alle Laufzeiten in der Spitze von bisher 1,30% auf 1,10%
20.04.2016 DenizBank Zinssenkung über alle Laufzeiten, in der Spitze von 1,90% auf 1,70%

Zinsänderungen – Ankündigungen Mai2016
02.05.2016 CA Consumer Finance mit Zinsreduktion über alle Laufzeiten, in der Spitze von 2,00% auf 1,90%
03.05.2016 VTB mit Zinssenkung über alle Laufzeiten. z. B. 120 Monate von bisher 1,80% auf 1,20%
10.05.2016 Klarna mit Zinserhöhung über alle Laufzeiten
10.05.2016 Zinssenkung bei der J&T Banka, z. B. Laufzeit 120 Monate von bisher 2,20% auf 1,10%
10.05.2016 Alior Bank Zinssenkung über alle Laufzeiten
14.05.2016 IKB mit Zinssenkung bei Laufzeit 5 Jahre von bisher 1,45% auf 1,25%
20.05.2016 RaboDirect mit Zinssenkung bei den RaboSpar-Produkten um 0,15%
20.05.2016 pbb mit Zinssenkung, z. B. von  1,00% auf 0,60% für 1 Jahr Laufzeit
23.05.2016 Zinssenkung bei der CreditPlus Bank, z. B. Laufzeit 48 Monate von bisher 1,25% auf 1,20%

Zinsänderungen – Ankündigungen Juni 2016
07.06.2016 Zinssenkung bei MoneYou: Laufzeit 6 Monate von 0,90 % auf 0,75 %, Laufzeit 12 Monate von 1,00 % auf 0,80 %
09.06.2016 CA Consumer Finance mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, in der Spitze: 84 Monate Laufzeit von 1,90% auf 1,75%
15.06.2016 Zinserhöhung bei der SWK ab einer Laufzeit von 48 Monate, z. B. für 72 Monate von bisher 0,90% auf nun 1,50%
22.06.2016 Erneute Zinserhöhung bei der SWK ab einer Laufzeit von 48 Monate, z. B. für 72 Monate von bisher 1,50% auf nun 1,70%
30.06.2016 CreditPlus Bank mit Zinssenkung über alle Laufzeiten um ca. 0,05%

Zinsänderungen – Ankündigungen Juli 2016
08.07.2016 Credit Europe Bank mit Zinssenkung für die Laufzeit 2 Jahre von bisher 1,0% auf 0,90%.
11.07.2016 Banco Atlantico erhöht Zinsen von bisher 1,55% auf 1,65% (12 Monate Laufzeit) und von bisher 1,70% auf 1,75% (24 Monate Laufzeit)
12.07.2016 SWK Bank – drastische Zinsreduktion bei Laufzeiten 48, 60 und 72 Monate. 72 Monate von bisher 1,70% auf 0,90%
21.07.2016 Crédit Agricole Consumer Finance S.A. Zinsreduktion über alle Laufzeiten, in der Spitze von 1,65% auf 1,50%
21.07.2016 Credit Europe Bank Zinsreduktion über alle Laufzeiten, in der Spitze von 1,60% auf 1,50%

Zinsänderungen – Ankündigungen August 2016
16.08.2016 Die Mercedes Benz Bank mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, beispielsweise für 6 Jahre von bisher 1,20% auf 0,90%
16.08.2016 Klarna mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. für 4 Jahre von 1,55% auf 1,35%
22.08.2016 CreditPlus Festgeld mit Zinssenkung über alle Laufzeiten. Für 7 Jahre Laufzeit von bisher 1,50% auf 1,45%
23.08.2016 FiBank mit Zinsreduktion über alle Laufzeiten. Für 5 Jahre von bisher 2,50% auf 1,70%

Zinsänderungen – Ankündigungen September 2016
08.09.2016 MoneYou mit Zinssenkung von bisher von 0,80 % auf 0,65 %

Zinsänderungen – Ankündigungen Oktober 2016
17.10.2016 Banca Sistema mit Zinserhöhung über alle Laufzeiten. Deutlich bei langen Laufzeiten, z. B. 120 Monate: von bisher 1,75% auf 3,00%
14.10.2016 Credit Europe Bank mit Zinssenkung um 0,20% über alle Laufzeiten

Zinsänderungen – Ankündigungen November 2016
02.11.2016 HKB Bank mit Zinssenkung 0,20% oder 0,30% > alle Laufzeiten. Beispiel 5 Jahre von bisher 1,10% auf 0,90%
02.11.2016 Zinssenkung bei der pbb direkt
02.11.2016 Zinssenkung bei der IKB
17.11.2016 MoneYou Zinssenkung, 12 Monate Laufzeit von bisher 0,65% auf 0,50%
21.11.2016  Crédit Agricole Consumer Finance mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. 84 Monate von bisher 1,90% auf 1,36%
22.11.2016 Creditplus Bank mit Zinssenkung bei den Laufzeiten 3 Monate bis 36 Monate
23.11.2016 SWK mit Zinserhöhung von bisher 0,40% auf 1,25% für 12 Monate Laufzeit

Zinsänderungen – Ankündigungen Dezember 2016
01.12.2016 HKB Bank mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, für 5 Jahre von bisher 0,90% auf 0,70%
06.12.2016 Credit Europe Bank mit Zinssenkung ab Laufzeit 36 Monate
06.12.2016 IKB mit Zinserhöhung für die Laufzeiten 12 Monate – 60 Monate