Economic Research News 2015

 

Tagesgeld 

Januar – März 2015
Im Vergleich zu 2014 wird 2015 mit Blick auf die Zinsentwicklung ganz bestimmt ein spannenderes Jahr. Die Finanzwelt schaut auf die amerikanische Notenbank, die seit Monaten die Anhebung der Leitzinsen für 2015 angekündigt hat. Während die US-Wirtschaft zunehmend prosperiert, dürfte die Wirtschaftstrend in Europa nur minimal wachsen. Die Ölpreisimplusion verstärkt die deflationären Tendenzen in der Eurozone und die EZB wird deshalb und auch um die schwache Kreditvergabe anzukurbeln, ihre Bilanzsumme durch Staatsanleiheaufkäufe deutlich ausweiten. Die EZB wird die Staatsverschuldung weiter günstig ermöglichen und daher in 2015 die Zinsen nicht erhöhen. Deshalb werden die USA und die Eurozone in Ihrer Geld- und Zinspolitik immer weiter auseinander divergieren. Wie sich die Zinsen für Tagesgeld und auch die langfristigen Zinsen 2015 entwickeln werden ist kaum zu prognostizieren, vermutlich ist aber eine Entkopplung der europäischen Zinsmärkte vom US-Zinstrend kaum möglich.
In der Eurozone drohen darüber hinaus schwere Turbulenzen sollten durch Neuwahlen in Griechenland und Spanien die bisherige Fiskal- und Reformpolitik unterbrochen werden. Dies dürfte nicht ohne Folgen für den Eurokurs und die Zinsen bleiben.

Die wirtschaftliche Lage hat sich nicht nur in der gesamten EU, sondern inzwischen auch für Deutschland u.a. aufgrund der Sanktionen gegen Russland und einer schwächeren Nachfrage aus China, eingetrübt. Der kurzfristige Zinsausblick ist stagnierend bis leicht negativ.

Juli/August 2015

24.07.2015 Ohne Kommentar: ein Auszug aus dem Economic Insight der Commerzbank vom 22.07.2015: „Eine langfristige Datenreihe von Zinssätzen, die bis zurück ins Altertum reicht, zeigt, dass sich die Kurzfristzinsen auf einem historischen Tiefstand befinden. Doch die wirtschaftlichen Fundamentaldaten in den angelsächsischen Ländern rechtfertigen derart niedrige Zinsen womöglich  nicht. Zwar behaupten Notenbanker, dass der Faktor Furcht in der Privatwirtschaft die wichtigste Größe ist, die die Zinsen niedrig hält. Jedoch könnten ihre eigenen Wahrnehmungsverzerrungen eine größere Rolle dabei spielen als sie eingestehen möchten – insbesondere, wenn es darum geht, die aus einem übergroßen Bankensektor hervorgehenden Risiken zu bewältigen.“ Die Datenreihe ist in der Abbildung 5 grafisch dargestellt.Zeitverlauf kurzfristige Zinsen 3000 v. Chr. bis aktuell

Abb. 5: Verlauf der kurzfristigen Zinsen von 3000 v. Chr. bis 2015. Quelle: commerzbank.com

Zusammenfassung: Bei der EZB steht bis 2016 keine Leitzinserhöhung an, die amerikanische Notenbank hat die US Zinserwartungen auf ihrer März Sitzung für 2015 bis 2017 reduziert. Daher werden die (Tagesgeld)-Zinsen in Deutschland vermutlich längerfristig auf sehr niedrigem Niveau verharren.

Die EZB hat gerade erst im März 2015 mit dem Anleihe Ankaufprogramm von monatlich 60 Mrd. Euro begonnen und dieses zunächst bis September 2016 terminiert. Es ist davon auszugehen, dass die Notenbank die Leitzinsen bis dahin nicht anheben wird, da damit das Ankaufprogramm konterkariert würde. Von der europäischen Seite werden die Zinsen damit weiterhin politisch in der Zwangsjacke gehalten, denn die wirtschaftliche Dynamik ist im Euroraum schwach und die Staatsschulden der meisten Länder absolut hoch.

Die die amerikanische Notenbank die Prognose für Zinssätze der US Leitzinsen in ihrer Presseerklärung zur FED März Sitzung vom 18.03.2015 reduziert. Ende 2015 soll die Fed Funds Rate in dem Bereich zwischen 0,50% bis 0,75%, dies ist eine Reduktion um etwa 0,5%.

Warten auf die Zinsentscheidung der FED

In den USA steht bei der Zinspolitik in 2015 ein Paradigmenwechsel an: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird die Federal Funds Rate, der US- Leitzinssatz angehoben. Die Entscheidung dazu treffen die Mitglieder des Offenmarktauschusses der FED. Auf ihrer Sitzung im Dezember haben die Mitglieder Ihre Meinung über die zukünftige Entwicklung der Federal Funds Rate für die nächsten Jahre abgegeben. Wir haben das Protokoll analysiert und ausgewertet und in der Abbildung 2 dargestellt.

Federal Funds Rate 2015 - 2017

Abb. 2: Mittlere Zins-Erwartungen der Mitglieder des Offenmarktausschusses der amerikanischen Notenbank zur Federal Funds Rate 2014 – 2017 und langfristig. Quelle: Fed Protokoll Dez 2014.

 

FED- Zinserhöhung läßt auf sich warten

18.09.2015 Wieder Pech gehabt: Die FED lässt sich mit der Zinserhöhung weiter Zeit. Auf der FOMC Sitzung am 16./17. September stimmten 9 der 10 Mitglieder gegen eine Zinserhöhung. Zum Jahresende sehen sieht der Ausschuss die US-Leitzinsen bei durchschnittlich 0,4%. Die Redaktion fragt sich, wie dieser Zinssatz erreicht werden soll, da nur noch im Dezember eine FOMC-Sitzung mit anschließender Pressekonferenz in 2015 stattfindet. In 2016 und 2017 erwartet die FED dann deutlich höhere Zinssätze, wie aus der Tabelle 1 hervorgeht.

Tabelle 1: Prognose der einzelnen FOMC Mitglieder (Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank), bei welchen Zinssatz die Federal Funds Rate (US-Leitzinssatz) zukünftig stehen wird. Quelle: FED

US-Leitzins {%} 2015 2016 2017 2018 Longer Run
-0,125 1 1
0
0,125 3
0,25
0,375 7
0,5
0,625 5
0,75
0,875 1 2
1,000 1
1,125 4
1,250
1,375 2
1,500
1,625 3
1,750
1,875 1 2
2,000
2,125 2 2
2,250
2,375 1 2
2,500
2,625 3
2,750
2,875 1 3
3,000 2 1 1
3,125 1 2
3,250 2 6
3,375 2 1
3,500 1 3 5
3,625 3 1
3,750 1 3
3,875 1 1
4,000 1

 

Dezember
Eigentlich hätte die amerikanische Notenbank im September damit beginnen sollen die US Leitzinsen erstmals seit 2008 wieder anzuheben. Eigentlich…würden nur die Kapitalmärkte gerade nicht so extrem durchgerüttelt und die Welt-Wirtschafts-Lokomotive China nicht an allen Enden schwächeln. Und leider ist der Rohölpreis auf erneute Tiefststände abgesackt und die EU-Inflationsrate für den Oktober auf nur noch 0,3% gesunken. Für die EZB sind das eher Gründe die Zinsen noch weiter zu senken (und/oder noch mehr Geld in den Markt zu pumpen), was bei 0,05% unweigerlich in den roten Bereich führen würde.

Aufgrund dieser aktuell ungünstigen Entwicklung mehrerer Schlüsselfaktoren für die globale Wirtschaft ist der Zinsausblick für Tagesgeld mehr als verhalten. Im besten Fall kann das Niveau gehalten werden. Erst wenn in Amerika an der Zinsschraube gedreht wird, ist über Wechselwirkungseffekte auch in Deutschland bei den Geld- und Kapitalmarktzinsen wieder ein Anstieg möglich, vermutlich aber nicht mehr in 2015.

 

News

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16.12.2015 Historischer Zins-Schritt, die Amerikanische Notenbank FED hat erstmals seit 2008 die Leitzinsen angehoben. Damit beginnt in Amerika die Normalisierung der Geldpolitik. Für deutsche Tagesgeld Anleger dürfte sich die Leitzinsanhebung positiv auswirken, denn der deutsche Geldmark ist mit dem globalen, monetären Ökosystem eng vernetzt.
03.12.2015 Die EZB hat heute den Zinssatz für die Einlagefazilität um 0,10% auf nun -0,30% gesenkt. Der Hauptrefinanzierungssatz („Leitzins“) wurde dagegen nicht verändert.

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30.11.2015 Banking 5.0 oder Banking XXL: Unter dem harmlosen Namen „Financial Innovation Coalition“ könnte sich der Jahrhundertsprengstoff für deutsche Banken entwickeln. Denn dahinter steht eine Kooperation von Apple, Amazon, Google, Intuit und PayPal umd das globale Banking neu zu gestalten und wohl auch das etablierte System aufzumischen. Das FinTech tritt mit dem Slogan „Recoding the Future of Commerce“ an, also die Neugestaltung des zukünftigen Handels.

06.11.2015 Starker US Arbeitsmarkt läßt die Zinswende noch in 2015 wahrscheinlicher werden: Wie das US Department of Labour heute mitteilte: “The nation continues to bounce back from our worst economic crisis in generations. October was the most robust month of job growth in 2015, with total nonfarm employment increasing by 271,000.“ Endlich eine gute Nachricht für die Geldanlage in Tagesgeld, denn der europäische Zinsmarkt wird von den US Zinsen mit beeinflusst.

07.10.2015 Ohne Vorankündigung hat sich die VW Bank mit einem Sprung von bisher 1,00% auf 1,25% die Spitzenposition im Tagesgeldvergleichsrechner gesichert. Angeblich zum 25-Jährigem Firmen-Jubiläum, es könnte aber auch ausschliesslich der Liquiditätsbeschaffung im Zusammenhang mit dem VW Abgas-Skandal dienen. Denn es werden allein in den USA wegen des Verstoßes gegen den Clean Air Act Strafzahlungen in Milliardenhöhe erwartet

06.10.2015 Bill Gross, einer der profiliertesten Anleihen-Fondsmanager warnt vor einem Rückgang der Kurse amerikanischer Aktien um 10% und empfiehlt Cash: “Cash doesn’t yield anything but it doesn’t lose anything’’. Gross empfiehlt damit Anlegern Kapital in Form von Tagesgeld vorzuhalten, zwar kommt seiner Meinung dabei nicht viel an Rendite herum, aber es gibt dafür auch keine Verluste.

28.09.2015 Keine Inflation mehr in Deutschland: Das Statistische Bundesamt gibt die Inflation für September mit 0,0% an. Für die EZB wird das zum Problem und es wird wieder über negative Zinsen und die Abschaffung des Bargeldes geredet werden.

11.09.2015 Tagesgeld gehört neben dem Bausparvertrag und dem Sparbuch zu den 3 beliebtesten Geldanlagen der Deutschen ergab die neue Postbankstudie, egal ob es sich um „Durchschnittsbürger“ oder um Digital Natives, also besonders onlineaffine Deutsche handelt.

03.09.2015 Die EZB beläßt den Leitzins auf ihrer geldpolitisch relevanten Sitzung am 03. September 2015 bei 0,05%. Jetzt ist die FED am Zug, deren zinsrelevante und wohl bedeutendsten Sitzung ist am 17.09.2015.

30.08.2015 Doch wieder Hoffnung auf eine Leitzinserhöhung in den USA. Der stellvertretende Vorsitzende der FED, Stanley Fischer, hat in seiner weltweit mit Spannung erwarteten Rede auf der jährlich stattfindenden Tagung der Notenbanker in Jackson Hole (Wyoming) eine Zinserhöhung im September 2015 wieder offen gelassen: „All else equal, we might therefore have expected both headline and core inflation to be moving up more noticeably toward our 2 percent objective………..
Yet, because monetary policy influences real activity with a substantial lag, we should not wait until inflation is back to 2 percent to begin tightening.“ (Anm. d. Red.: Das Erreichen der 2% Ziel-Inflationsmarke ist ein wesentliches Kriterium der amerikanischen Notenbank für eine Anhebung des Leitzinssatzes, die ganze Finanzwelt wartet und wettet seit Monaten auf dieses Ereignis.)

25.08.2015 Die chinesische Notenbank hat den Leitzins um 0,25% auf 4,60% gesenkt um die heimische Wirtschaft zu stützen. Zinssenkungen stützen normalerweise den Aktienmarkt, der in den letzten Tagen in China nahezu im freien Fall war. Die Zinssenkung dürfte kaum zinsrelevante Auswirkungen für deutsche Sparer haben.

03.08.2015 Nur 7 Tagen nach dem Markteintritt und Präsenz als Spitzenreiter wird die HKB Bank wohl vom Erfolg (sprich Anlegerflut) überrollt und zieht die Notbremse: Seit dem 3. August gibt es nur noch 1,02% für’s Tagesgeld

28.07.2015 Neuer Marktführer beim Tagesgeld: Die HKB Bank überbietet mit 1,22% die Konkurrenz. Das Angebot gilt aber nur bis 10.000 Euro. Trotzdem ein Lichtblick am ansonsten trüben Zinsmarkt. Jetzt hängt die Benchmark deutlich höher als in den letzten 12 Monaten. Vielleicht ist es die lang ersehnte Trendumkehr.

11.06.2015 In den letzten Wochen gibt es einen dramatischen Turnaround bei den Kapitalmarktzinsen. Die Renditen für langlaufende Bundesanleihen sind in die Höhe geschossen. Rentierten 10-Jährige Bundesanleihen noch Anfang Mai 2015 mit rund 0%, waren es Mitte Juni schon rund 1%.

Während die Kapitalmarktzins-abhängigen Festgeldzinsen bereits steigen, lassen die Entwicklungen die Tagesgeldzinsen kalt. Letztere werden eher durch den kurzfristigen Zinssatz (Leitzins) der Europäischen Notenbank beeinflusst. Hier ist frühestens in 2016 mit einer Anhebung zu rechnen. Trotzdem dürften sich aber in einem breiten, globalen Zinsanstieg auch hier schon früher positive Auswirkungen ergeben. Irgendwann wird einer der Tagesgeldanbieter damit beginnen den Zinssatz anzuheben. Um die Kunden zu halten werden etliche Wettbewerber nachziehen und die Karawane wird in die andere Richtung 1,5% und später 2,0% ziehen.

04.06.2015 Die EZB hat auf ihrer Ratssitzung beschlossen, den Zinssatz nicht zu ändern und das Anleihekaufprogramm unverändert trotz gestiegener Inflationserwartung fortzusetzen. Die Renditen für die Bundesanleihen stiegen daraufhin deutlich, 10-jährige Bundesanleihen rentierten mit 0,88%. Für Tagesgeld und Festgeld Sparer sind das beste Nachrichten, denn der Zinsanstieg wirkt sich bereits bei den langfristigen Zinsen aus. Die Trendwende ist da!

30.03.2015 Die Inflation nimmt in Deutschland langsam aber sicher wieder zu. Für März hat das Statistische Bundesamt eine Inflationsrate von 0,3% veröffentlicht, nach 0,1% im Februar und 0,4% im März.

29.03.2015 Die Sparer rechnen offenbar mit weiter sinkenden Zinsen, denn > 50% aller Kontoeröffnungen, die über unseren Tagesgeldrechner realisiert werden, entfallen auf die Consorsbank, die eine 12monatige Zinsgarantie gibt.

19.03.2015 Die amerikanische Notenbank hat zwar das Keyword „geduldig“ aus ihrer Presseerklärung vom 18.03.2015 gestrichen, dafür aber die angenommene Höhe der Zinsentwicklung und des erwarteten Wirtschaftswachstums bis Ende 2015 gegenüber der Presserklärung im Dezember 2014 deutlich nach unten korrigiert. Damit bleibt eine Anhebung der Leitzinsen in den USA in 2015 zwar sehr wahrscheinlich, da die EZB die Zinsen vermutlich nicht vor dem Auslaufen des QE-Programms, im September 2016 erhöhen wird, ist der weltweite Zinsausblick für Sparer aktuell wenig rosig.

06.03.2014 Die EZB beginnt am 09.03.2015 mit dem Kauf forderungsbesicherter Wertpapiere und Pfandbriefe in Höhe von 60 Mrd. Euro pro Monat. Die Verlierer dieser geldpolitischen Maßnahme sind Zinsen und Euro. Die Bundesbank sieht die Legitimation der Aktion, den deflationären Tendenzen im Euroraum entgegenzuwirken, sehr kritisch.

13.03.2015 „Das Leben ist zu kurz, um noch länger auf steigende Zinsen zu warten“ ist der neue Werbeslogan der Deutsche Asset & Wealth Management  (DWS.
Die Redaktion findet: eine gute Werbekampagne, aber die Prognose halten wir für nicht relevant.

26.02.2015 Der EZB Jahresüberschuss 2014 sinkt wegen Niedrigzinsen: 2013 waren es noch 1.440 Mio. Euro, in 2014 bleiben noch 989 Mio. Euro übrig. Der verringerte Überschuss wurde maßgeblich durch das Niedrigzinsumfeld verursacht. So nahmen die Nettozinserträge aus dem Programm für die Wertpapiermärkte von 962 Mio €(2013) auf 728 Mio (2014) und die Zinserträge aus dem Banknotenumlauf von 406 Mio € (2013) auf 126 Mio € (2014) ab.

24.02.2015 Der deutsche Staat hat erstmals wieder mehr eingenommen als ausgegeben: In 2014 erwirtschaftete der Staat laut dem Statistischen Bundesamt einen Überschuss von 18 Milliar­den Euro. Einen signifikanten Anteil an diesem positiven Ergebnis haben die Niedrigzinsen. Durch das extrem niedrige Zinsniveau brauchte Deutschland mehrere Milliarden weniger an Zinsen für seine Schulden zahlen.

22.02.2015 Die politisch bedingte anhaltende Niedrigzinsphase war für Banken in 2014 eine der größten Herausforderungen, ergab die Trendstudie „Bank der Zukunft“ des Fraunhofer Instituts. Dies dürfte 2015 so bleiben, denn die bisherigen makroökonomische Entscheidungen der EZB lassen keine Trendwende erkennen.

19.02.2015 Minus-Zinsen auf Guthaben von Tagesgeld- oder Festgeldkonten sind nach Ansicht des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen rechtlich nicht zulässig nicht rechtskonform. Zumindest wenn es sich dabei um Bestandsverträge handelt. Die Verbraucherschützer argumentieren es handle sich um Darlehensverträge, dessen Grundlage Geldverleih (Sparer) gegen Zinsen (Kreditinstitut) sei. Das inverse Verhältnis Geldverleih und noch dafür Geld zahlen, entspreche nicht geltendem Recht. Die Redaktion hält diese Auffassung für fraglich. Für den Fall von Klagen der Verbraucherzentralen gehen wir von einem Gegenangriff von Seiten der Kreditinstitute aus. Damit käme auch die momentane Realität von negativen Realzinsen für Bundesanleihen bis 5 Jahre Laufzeit auf den Prüfstand.

17.02.2015 Der bei der niederländischen Notenbank für die Einlagensicherung zuständige Chef Jan Geert Schouwstra hat im Interview mit Finanztest angekündigt, die Einlagensicherung in 2015 zu reformieren. Statt wie bisher im Insolvenzfall nachschüssig, sollen alle aufsichtspflichtigen Banken zukünftig vorab einen Beitrag in einen Fonds einzahlen, unabhängig ob ein Ereignisfall aufgetreten ist oder nicht. Die Höhe des Fonds soll final 0,8% der zu sichernden Einlagen umfassen und sukzessive bis 2024 aufgebaut werden. Deutsche Sparer haben auf Tagesgeld- und Festgeldkonten bei Banken in den Niederlanden mehrere Milliarden Euro deponiert. Für sie ist die Neuorganisation und Verbesserung der Einlagensicherung in Holland mehr als begrüßenswert.

12.02.2015 Das Statistische Bundesamt korrigiert die Vorabberechnung zur Inflationsrate für Januar 2015 um -0,10% auf -0,40%. Die negative Entwicklung bei den Verbraucherpreisen ist wesentlich durch den Ölpreisverfall bedingt. Im Vergleich zum Januar 2014 sanken im Januar 2015 die Heizölpreise um 30,80%, Kraftstoffe um 15,40%. Für Tagesgeldanlagen wird durch die negative Inflationsrate die Realrendite, die sich aus den Zinsen ergibt deutlich positiv. Hier waren im Januar 2015 mit einem Tagesgeldkonto bei einem der Top 3 Anbieter bis 1,7% Realrendite möglich.

09.02.2015 Zinsen fristgerecht abheben. Bei vielen Sparanlagen mit einer gesetzlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten werden die Zinsen endfällig zum Jahresende berechnet. In Deutschland parkten Sparer laut Daten der Bundesbank im Dezember 2014 immerhin 531.892 Mio. Euro auf Sparkonten. Anleger, die die Zinsen direkt haben möchten, können dies noch bis 28. Februar 2015 bewirken. Danach gehören die aufgelaufenen Zinsen zum Spargeld und müssen regulär gekündigt werden, falls der monatlich abzuhebende Betrag 2000 Euro übersteigt.

02.02.2015 Die vier großen Direktbanken comdirect Bank, Consorsbank, DAB Bank und die ING DiBa haben gemeinsam die Aktion „Pro Aktie“ ins Leben gerufen.

Im Auftrag der Banken wurde die repräsentative Studie „Gute Geldanlage fängt im Kopf an – Schluss mit den Vorurteilen gegenüber Aktien!“ erstellt, bei der 2009 Personen befragt wurden. Dabei stellte sich heraus, dass die Renditen für Tagesgeld- und Festgeldanlagen überschätzt und die für Aktien unterschätzt wurden. Immerhin hatten 52% aller Befragten ein Tagesgeldkonto und 61% ein Festgeldkonto. Und 40% der Befragten waren der Meinung es sei mehr Rendite möglich. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass bei einem Aktienengagement ein Schutz oder zumindest eine Begrenzung vor Verlusten von vielen potenziellen Aktienanleger gewünscht wird. Und 28% der Befragten würde gern mit Beträgen unter 100 Euro in Aktien investieren. Leider sind bei Aktien aber auch Verluste möglich und die Anlage sehr kleiner Beträge verursacht relativ gesehen hohe Kaufnebenkosten. Tagesgeld hat eben doch diverse Vorteile, wenn nur wenig Geld zur Anlage zur Verfügung steht.

30.01.2015 Die russische Notenbank senkt völlig überraschend den Leitzins um 2,0% auf 15,0%. Die Maßnahme ist ab dem 02.02.2014 gültig. Die Bank hatte erst am 16.12.2014 den Notenbankzins um 6,5% auf 17% angehoben. Die makroökonomischen Perspektiven sind für Russland sehr ungünstig. Erst am 24.01.2015 hatte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) die Kreditwürdigkeit für Russland auf BB+– (Foreign Currency Rating) gesenkt. Die Inflationsrate betrug in Russland im Januar 2015 rund 13%, bedingt durch den Rubelverfall und den verteuerten Importen. Durch die Zinssenkung will die Notenbank den Verbraucherpreisanstieg bremsen und die Kreditvergabe für Unternehmen erleichtern.

27.01.2015 Im Gegensatz zu den Sparern, gehört der deutsche Staat zu den ganz großen Profiteuren der Niedrigzinsorgie: Bundesanleihen bis 5 Jahre Laufzeit emittiert der Bund aktuell zum Nulltarif, oder sogar mit Negativzinsen. Die Bundesrepublik verdient damit bei diesen Bundesanleihen, wenn sie sich Geld leiht zahlen die Gläubiger noch obendrauf. Und insgesamt sind die Kosten für die Staatsfinanzierung so gering wie nie. Laut dem Bericht des Statistischen Bundesamtes „Bruttoinlandsprodukt 2014 Für Deutschland“ gingen die Zinsausgaben um 11,6% zurück.

29.01.2015 Das Statistische Bundesamt meldet eine Inflationsrate für Januar 2015 von -0,3%. Vergleichbar niedrige Verbraucherpreise gab es zuletzt im September 2009 mit -0,2%. Allerdings liegt die Kerninflation in Deutschland im Januar 2015 bei 1,2% gegenüber dem Vorjahresmonat. Die starke Abnahme der Inflation ist daher in erster Linie auf die drastisch gefallenen Energiepreise zurückzuführen, die um 9,0% abnahmen. Trotzdem sind inzwischen auch viele Zinssätze im freien Fall. Die Renditen für die 10-Jährige Bundesanleihe beträgt nur noch 0,36%. Erfreuliches dagegen für Tagesgeld-Anleger: Im Januar kann eine maximale Realrendite vor Steuern von 1,6% erzielt werden (mit dem Top Anbieter von 1,3%). So gut rentierten Tagesgelder lange nicht mehr!

28.01.2015 Konsumklima Top – Sparneigung Flop. So lautet das Fazit aus der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für Januar/Februar 2015. Aufgrund der geringen Inflationsrate, den günstigen Energiepreisen und der erwarteten positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist die Konsumneigung der Bürger so hoch wie seit 13 Jahren nicht mehr. Spiegelbildlich dazu sinkt die Bereitschaft zum Sparen auf ein Allzeittief.

27.01.2015 Der Bundesbankpräsident Jens Weidmann äußert sich im WeltamSonntag Interview zu den kurzfristigen Risiken und Blasenbildungen aufgrund der geplanten EZB Anleihenkäufe in Höhe von 1,14 Billionen Euro:

„Das Risiko für Übertreibungen steigt sicherlich, auch wenn wir derzeit etwa am deutschen Immobilienmarkt noch keine Blase sehen. Die unmittelbare und durchaus gewollte Folge der Anleihenkäufe ist, dass die Zinsen sinken. Für deutsche Staatsanleihen beispielsweise sind bei Laufzeiten bis zu fünf Jahren die Zinsen bereits jetzt negativ. Dadurch werden Investitionen und Konsum attraktiver, und Anleger werden sich zunehmend nach ertragsstärkeren und risikoreicheren Anlagen umsehen.“

22.01.2015 Laut dem neuen Finanztest 2/2015 der Stiftung Warentest gehören die Tagesgeldkonten der DenizBank und von Moneyou zu den dauerhaft guten Angeboten. Diese Banken haben waren in den vergangenen 2 Jahren kontinuierlich unter den besten Anbietern.

22.01.2015 Die Europäische Zentralbank legt QE auf. Laut Pressemitteilung vom 22.01.2015 wird die EZB monatlich für 60 Mrd. Euro Staatsanleihen kaufen. Das Programm startet im März 2015 und ist zunächst bis September 2016 befristet. Damit umfasst das QE-Programm der EZB 1,14 Billionen Euro. Für den Fall, dass mit der Maßnahme das Inflationsziel von 2% nicht erreicht wird, hat sich die EZB eine Verlängerung des Anleihekaufprogramms vorbehalten.

Ein beabsichtigter Nebeneffekt des Ankaufprogramms ist eine künstliche Überflutung des Anleihesektors mit der Folge von sinkenden Zinsen. Mit QE wird die freie Bildung der Kapitalmarktzinsen ausgesetzt und durch die EZB massiv auf ein Extremniveau heruntergefahren. Die Südstaaten können sich dadurch zu extrem günstigen Konditionen finanzieren. Für deutsche Sparer werden die Festgeldzinsen weiter sinken. Auch die Tagesgeldzinsen dürften zunächst weiter abnehmen. Erst wenn die amerikanische Notenbank im Sommer/Herbst 2015den Leitzins anhebt, könnte ein Turnaround bei den Zinsen in Deutschland eintreten.

20.01.2015 Der Internationale Währungsfonds (IWF) reduziert in seiner Prognose vom 19.01.2015 die weltweiten Wirtschaftswachstumszahlen. Trotz des stark gefallenen Ölpreises überwiegen negative Einflüsse. Für Deutschland senkten die Forscher die Prognosen von 1,5% auf 1,3% für 2015 und von 1,8% auf 1,5% für 2016. Abwärts zeigte der Prognosedaumen auch für China, der EU-Währungszone und Russland. Nur für die Vereinigten Staaten wurden die Prognosen angehoben: für 2015 von bisher 3,1% auf 3,6% und für 2016 von bisher 3,0% auf 3,3%.

Der IWF empfiehlt den Notenbanken eine akkomodierende Geldpolitik und auch durch andere Mittel die Realzinsen niedrig zu halten: „Monetary policy must then stay accommodative to prevent real interest rates from rising, including through other means if policy rates cannot be reduced further.”

17.01.2015 Mario Draghi im Zeit-Interview, 15.01.2015:
Zeit: „But the most pain is caused by the low interest rates, which you said in Handelsblatt two weeks ago will stay low.”
Mario Draghis Antwort, von der Redaktion übersetzt:

Man muss hier differenzieren: Es gibt die Zinsen, die wir mit unsere Geldpolitik beeinflussen, und es gibt die langfristige Zinsen, die nicht wir schaffen, sondern die sich an den Märkten bilden. Letztere sind von unmittelbarer Bedeutung für die Sparer. Die Tatsache, dass unsere wichtigsten Leitzinsen niedrig sind und voraussichtlich für eine beträchtliche Zeit niedrig bleiben werden, hat sicherlich Auswirkungen auf den langfristigen Zinsen. Aber es gibt zwei weitere wesentliche Gründe, warum diese niedrig sind:
erstens, weil die ganze Welt und vor allem Teilnehmer aus der Euro-Zone Geld nach Deutschland bringen, um es in Staatsanleihen zu investieren und es dadurch zu fallenden Zinsen kommt. Deutschland fungiert als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Wenn das Vertrauen zurückkehrt, sollte hier wieder eine Normalisierung eintreten. Und zweitens, weil die sowohl die Inflationserwartung wie auch die langfristige Wachstumsprognose für die Wirtschaft leider sehr gering sind. Wen unsere Geldmarktpolitik die Inflation wieder auf 2% treibt und das Wachstum zunimmt, werden sich auch die Zinsen wieder normalisieren.

17.01.2015 Dr. Elke König, die scheidende Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nimmt sich in ihrer wohl letzten Rede zum Neujahrspresseempfang 2015 der BaFin auch die Situation der Banken bezüglich Zinsen und der nachhaltigen Geschäftsstrategie der Kreditinstitute vor.

„Meine Damen und Herren, auch für die deutschen Banken zählt das niedrige Zinsniveau zu den größten Herausforderungen.“

Frau König weist darauf hin, dass der Zinsüberschuss bei deutschen Banken mit 70% Anteil bei den operativen Erträgen das Fundament bei den Einnahmen darstellt. Dieses Ergebnis bei den Zinsen auch weiterhin zu erzielen, sei bereits eine Herausforderung. Dazu komme noch die sich eher verschlechternde Ertragssituation durch Unterschiede von kurz- und langlaufenden Zinsen. Auch eine abrupte Veränderung der Zinsen könne zu Problemen führen.

15.01.2015 Die Schweizerische Notenbank (SNB) hebt die Bindung an den Euro zum 15.01.2015 auf und löst damit ein Erbeben an den Börsen- und Devisenmärkten aus. Der Euro wertet deutlich gegenüber dem Schweizer Franken und dem US-Dollar ab. Die SNB senkt zusätzlich den Leitzins auf -0,75% ab, um die Geldanlage in Franken unattraktiv werden zu lassen.
Der Präsident der Schweizer Notenbank Thomas Jordan erklärt in der SNB Pressemitteilung vom 15.01.2015:

Senkung des Zinses“
„Gleichzeitig mit der Aufhebung des Mindestkurses senkt die Nationalbank den Zins für Guthaben auf den Girokonten per 22. Januar auf minus 0,75%. Die Freibeträge bleiben unverändert. Die nochmals tieferen Zinsen machen Frankenanlagen deutlich weniger attraktiv und federn die Aufhebung des Mindestkurses ab. Das Zielband für den Dreimonats-Libor wird um 0,5 Prozentpunkte nach unten verschoben, auf minus 1,25% bis minus 0,25%.“

08.01.2015 Aus dem am 07.01.2015 veröffentlichten Protokoll des Offenmarktausschusses der amerikanischen Notenbank geht hervor, dass nach dem aktuellen Stand auf den nächsten beiden Sitzungen am 28/29 Januar und 18/19 März nicht mit einem Beschluss zur Anhebung der Zinsen zu rechnen ist.

05.01.2015 Laut der Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes ist die Inflationsrate in Deutschland im Dezember 2014 auf nur noch 0,2% gefallen. Es resultiert eine Jahresinflation 2014 von 0,9%. Damit steigt auch die „Realrendite“, die mit Tagesgeld erwirtschaftet wurde. Aufgrund des weiter fallenden Ölpreises dürfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten sehr niedrig bleiben.

03.01.2015 „Die Zinsen sind seit langem sehr, sehr niedrig – und das wird wahrscheinlich noch eine Zeit so bleiben. Die Leute sehen, dass die Erträge ihrer Spareinlagen und Lebensversicherungen schrumpfen. Ich verstehe die Sorgen der Sparer. Nach der Krise wurde Deutschland zum sicheren Hafen für Anleger aus aller Welt. Viel Geld ist deshalb ins Land geflossen, mit dem Ergebnis fallender mittel- und langfristiger Anleihezinsen, die nicht von der EZB bestimmt werden. Das hat viele Sparer belastet – umgekehrt hat es aber auch viele Menschen entlastet, die Schulden gemacht haben, zum Beispiel um ein Haus zu bauen.“ Mario Drghi, EZB Präsident im Interview am 02.01.2015 mit dem Handelsblatt

02.01.2015 Der Basiszinssatz startet mit -0,85% ins Jahr 2015. Die Redaktion geht von einem Allzeittief aus und erwartet für 2016 einen Zinsanstieg. Ob es 2016 bereits ein positives Vorzeichen geben wird ist allerdings unwahrscheinlich, 2017 dann aber mit deutlich höherer Wahrscheinlich.

02.01.2015 Der Termin für die nächste EZB Sitzung auf der geldpolitische Beschlüsse gefasst werden ist der 22.01.2015. Nach der anschließenden Pressekonferenz dürfte es an den Finanzmärkten deutliche Bewegungen, auch bei den Zinsen geben. Die folgende relevante Sitzung ist dann erst am 05.03.2015. Die Terminübersicht gibt es hier.

29.12.2014 Laut einer GfK Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Banken sind Tagesgeld und Festgeld die beliebteste Geldanlageform der Deutschen. 90% der Befragten wollen trotz Minizinsen keine größeren Risiken eingehen, um die Rendite zu pushen.

Die Welt wartet auf die Anhebung der Zinsen 2015 in den USA durch amerikanische Notenbank. Während Zinsanalysten der EZB frühestens in 2016 eine Zinsanhebung zutrauen, könnte die Zinsentscheidung der FED durchaus dem deutschen Tagesgeld-Sparer zum Zins-Glück verhelfen. Denn am Markt scheint die US-Leitzinserhöhung in 2015 noch nicht richtig eingepreist. Darauf weisen die Analysten des Commerzbank Research Team unermüdlich hin. Die Abbildung 3 zeigt eine „Optimal Control“ Simulation mit den Futures für die Terminsätze der Federal Funds Rate (US Leitzinssatz).

Zins Simulation 2015 USA

Abb. 3: Zins-Simulation des US Leitzinssatzes und Futures (in %). Quelle: Commerzbank Economic Research 12.12.2014

Änderungen Zinsen

2015

Zinsänderung – Ankündigungen Januar 2015
01.01.2015 DenizBank senkt von 1,10% auf 1,00%
01.01.2015 Degussa senkt Zinsen für Firmentagesgeld von 0,20% auf 0,07%
06.01.2014 norisbank senkt Zinsen von 0,50% auf 0,40%
12.01.2014 IKANO Bank senkt Zinsen von 1,20% aud 1,10%
16.01.2014 Wüstenrot Aktion: 1,25% Zinsen mit 4 monatiger Zinsgarantie

Zinsänderung – Ankündigungen Februar 2015
02.02.2015 Postbank senkt von 0,15% auf 0,10%
19.02.2015 Bank of Scotland senkt von 0,80% auf 0,50%
26.02.2015 BMW Bank senkt von 0,40% auf 0,30%

Zinsänderung – Ankündigungen März 2015
02.03.2015 Consorsbank senkt von 1,20% auf 1,10%
10.03.2015 Mercedes Benz Bank senkt von 0,50% auf 0,40% beim Online-Konto
18.03.2015 RaboDirect senkt von 1,01% auf 0,85%
19.03.2015 Sberbank senkt Zinsen von 1,30% auf 1,10%
20.03.2015 ING DiBa senkt Neukundenzins von 1,25% auf 1,00%, Bestandskundenzins auf 0,60%

Zinsänderung – Ankündigungen April 2015
01.04.2015 Wüstenrot senkt von 1,25% auf 1,05%
20.04.2015 Consorsbank Zinssenkung auf 1,00%
28.04.2015 Varengold Bank Zinssenkung von 1,0% auf 0,8%
29.04.2015 AKF Bank Zinssenkung von 0,75% auf 0,60%

Zinsänderung – Ankündigungen Mai 2015
20.05.2015 Gefa Bank Zinssenkung von 0,50% auf 0,35%

Zinsänderung – Ankündigungen Juni 2015
01.06.2015 DKB senkt Zinsen auf „DKB-Tagesgeld“ von 0,90% auf 0,70%
16.06.2015 VTB Zinssenkung von bisher 1,00% auf 0,80%
17.06.2015 IKB Zinssenkung von 0,50% auf 0,40%
18.06.2015 DenizBank Zinssenkung von 1,00% auf 0,90%
18.06.2015 Consorsbank senkt Bestandskundenzins von 0,50% auf 0,40%
19.06.2015 Sonderzinsaktion Wüstenrot mit 1,11% für Neukunden

Zinsänderung – Ankündigungen Juli 2015
21.07.2015 VTB senkt von 0,8% auf 0,5%
28.07.2015 HKB Bank startet Neukundenaktion mit 1,22%

Zinsänderung – Ankündigungen August 2015
03.08.2015 Die HKB Bank startete am 28. Juli 2015 eine Zinsaktion mit 1,22% und senkt den Zinssatz am 3. August 2015 schon wieder auf 1,02%
05.08.2015 Credit Europe senkt die Zinsen von 0,70% auf 0,60%
07.08.2015 Mercedes Benz Bank senkt von 0,40% auf 0,30%

Zinsänderung – Ankündigungen September 2015
01.09.2015 Rabodirect senkt von 0,85% auf 0,80%
01.09.2015 Wüstenrot beendet Sonderaktion. Zinssatz für Neukunden 0,90%
10.09.2015 MoneYou mit Zinssenkung von bisher 1,05% auf 0,95%

Zinsänderung – Ankündigungen Oktober 2015
01.10.2015 Wüstenrot mit Zinsaktion: 1,11% für Neukunden
01.10.2015 Santander Direkt Bank Zinssenkung von bisher 0,60% auf 0,50%
01.10.2015 Consorsbank senkt Zinssatz für Neukunden von 1,00% auf 0,60%
01.10.2015 DenizBank Zinssenkung von 0,90% auf 0,80%
01.10.2015 Opel Bank senkt von 1,05% auf 1,00%
07.10.2015 Volkswagen Bank erhöht auf 1,25%
15.10.2015 DAB Zinssenkung von 0,80% auf 0,60%
16.10.2015 DenizBank Zinssenkung von 0,80% auf 0,60%

Zinsänderung – Ankündigungen November 2015
01.11.2015 Leaseplan Bank mit Zinserhöhung von bisher 0,95% auf 1,05%
17.11.2015 IKB mit Zinserhöhung von bisher 0,30% auf 0,50%
19.11.2015 Opel Bank mit Zinssenkung von 1,00% auf 0,85%

Zinsänderung – Ankündigungen Dezember 2015
15.12.2015 Consorsbank Zinsanhebung für Neukunden auf 1,00% bis 25.000 Euro, der Bestandskundenzins sinkt von bisher 0,40% auf 0,35%
15.12.2015 ING DiBa senkt Bestandskundenzins von 0,60% auf 0,50% für Maximalbetrag von 100.000 € (bisher 250.000 €)
29.12.2015 VTB Zinssenkung von bisher 0,50% auf 0,40%

Zinsen News

03.09.2015 Der Internationale Währungsfonds warnt über ihren Sprecher William Murray die amerikanische Notenbank vor einer Zinserhöhung im September 2015. Die Weltwirtschaft sei in einem ziemlich holprigen Stadium („pretty bumpy“) und das Wachstum in China gebe Anlass zur Sorge.

07.08.2015 Die Woche der Zinssenkungen. Vom 03.08 – 07.08.2015 haben diese Banken die Zinsen gesenkt:
HKB Bank reduziert von 1,21% auf 1,02%
NIBC von 1,00% auf 0,90%
VTB Direktbank senkt den Zinssatz von 0,80% auf 0,50%
Degussa Bank von 0,15 % auf 0,10 %
Postbank senkt Tagesgeldzins von 0,10 % auf 0,05 %
Procredit Bank senkt Konditionen von 0,70 % auf 0,55 %
Wüstenrot von 0,20% auf 0,15% (nur Bestandskunden)

05.06.2015 Der Internationale Währungsfonds empfiehlt in seinem Bericht zur Finanzstabilität der USA der amerikanischen Notenbank, die Zinsen doch noch nicht in 2015, sondern erst in 2016 anzuheben.
Der IWF begründet seine Empfehlung mit erheblichen globalen Marktvolatilitäten und Folgen für die Finanzstabilität, die höhere Leitzinsen mit sich bringen könnten. Die FED sollte zunächst noch abwarten ob die Entwicklung der Lohn- und Preisinflation tatsächlich in die gewünschte Richtung geht.

30.04.2015 Wie der kein Zinssignal von der FED. Auf der Sitzung von dem Federal Open Market Committee (FOMC) amerikanischen Notenbank vom 28/29.04.2015 wurde weder eine Leitzinsanhebung beschlossen, noch eine Termin dafür genannt. Nachdem sich die Wirtschaft im ersten Quartal 2015 unerwartet schwach entwickelt hat, hält sich die FED alle Möglichkeiten einer Leitzinserhöhung weiter offen, ohne ein konkretes Datum für einen ersten Zinsschritt in 2015 zu nennen. Als Voraussetzung für eine Zinsanhebung werden eine maximale Beschäftigung und 2 Prozent Inflation angegeben. Damit bleibt der globale Zinsmarkt weiter im steady state Modus.

27.04.2015 Der Präsident der Schweizerische Nationalbank, Thomas J. Jordan, hat auf der 107 Generalversammlung der Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank prognostiziert: „erstens, dass unsere Wirtschaft auch diese Situation erfolgreich meistern wird. Zweitens, dass die Negativzinsen nicht zur neuen Normalität werden.“ Jordan begründet seine Prognose mit einem zunehmenden Wachstum der Weltwirtschaft und einer Erholung in der Eurozone. Gleichzeitig impliziert die Aussage, dass sich die Zinsen in der EU nicht völlig von der globalen Zinsentwicklung abkoppeln können.

11.04.2015 Über die Auswirkungen der Niedrigzinsen berichtet die DZ-Bank:

  1. Relativ hohe Verluste für Anleger durch verminderte Zinseinnahmen. Berechnungsgrundlage ist hier der aktuelle Durchschnittszinssatz zu einem mehrjährigen Referenzzinssatz vor Ausbruch der Finanzkrise. Für den Zeitraum 2010 bis 2014 summieren sich für Privatpersonen die Verluste durch nicht erhaltene Zinseinnahmen auf 190 Mrd. Euro
  2. Schuldner profitieren von niedrigen Kreditkosten. Berechnungsgrundlage ist auch hier der aktuelle Durchschnittszinssatz zu einem mehrjährigen Referenzzinssatz vor Ausbruch der Finanzkrise. Privatkreditnehmer sind die klaren Gewinner der niedrigen Zinsen: Von 2010 bis 2014 betrug die Einsparung an Kreditzinszahlungen fast 78 Milliarden Euro.

Saldiert hat die EZB Niedrigzinspolitik deutschen Privatpersonen damit 112 Milliarden Euro gekostet. Das ist kein Pappenstiel, den Deutschland zusätzlich zu den Zahlungen über den Länderschlüssel an den offiziellen EU-Kosten der Finanzkrisenbewältigung zahlt.

10.04.2015 Christine Lagarde, die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds(IWF) warnt auf der IWF und Weltbank Frühjahrstagung am 9. April 2015 vor dauerhaft nur mittelmäßigem Wachstum („Six months ago, I warned about the risk of a “new mediocre”—low growth for a long time. Today, we must prevent that new mediocre from becoming the “new reality”) und zunehmender Finanzstabilitätsrisiken („In addition, financial and geopolitical risks have increased“).

Bei den Risiken sieht Lagarde auch die kollateralen Nebenwirkungen der expansiven Geldpolitik der Notenbanken: Sehr niedrigen oder sogar negativen Zinsen, die Investoren zu teils hoher Risikobereitschaft bei Investments verleitet. Bei längerer Niedrigzinsphase sieht die IWF Chefin größere Herausforderungen für Pensionsfonds und Lebensversicherern ihre Verträge gegenüber den Kunden zu erfüllen.

29.03.2015 Die Präsidentin der FED, Janet L. Yellen hat auf der Forschungskonferenz zur „The New Normal Monetary Policy“ am 27.03.2015 eine Zinserhöhung des US Tagesgeldsatzes (Federal Funds Rate) noch 2015 in Aussicht gestellt. Wann die Zinsanhebung letztlich erfolgt, hänge von der Entwicklung der US Wirtschaft und der Inflationserwartung ab. Damit rückt die amerikanische Notenbank von einem bisher angedeuteten Automatismus der Zinsanhebungen.

 

Geldanlage Economic Research

Juni 2014 Alle warten auf die Entscheidung des EZB Rates, wie die von Präsident Mario Draghi angekündigten geldpolitischen Lockerungen umgesetzt werden. An den Börsen sind die verbalen Ankündigungen der EZB bereits in den Kursen eingepreist. Deshalb muß die Notenbank nun liefern. Für die Geldanlage im Juni 2014 heißt es daher für ein konservative Neuengagements: zunächst abwarten was die nächsten Tage bringen. Risikobereite Investoren setzen auf eine geldpolitische Lockerung und eine Senkung des Leitzinses, wovon beispielsweise Aktien allgemein, besonders aber der Bankensektor profitieren dürfte.

Festgeld Economic Research

2015

Zinsänderungen –  Ankündigungen November 2015
02.11.2015 Ziraat-Bank mit Zinssenkung beim Festgeld für 36 Monate Laufzeit von bisher 1,50 % auf 1,25 %
06.11.2015 comdirect Zinssenkung bei Festgeld und Laufzeitkonto, 1 Jahr von 1,20% auf 1,00%
19.11.2015 Opel Bank senkt über alle Laufzeiten, bei 3 Jahre Laufzeit von 1,50% auf 1,35%

Zinsänderungen   Ankündigungen Oktober 2015
01.10.2015 Opel Bank senkt über alle Laufzeiten, in der Spitze von 1,75% auf 1,50%
16.10.2015 DenizBank Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. 10 Jahre Laufzeit von 2,10% auf 1,90%
16.10.2015 SWK Bank Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B. 7 Jahre von 1,10% auf 0,90%
21.10.2015 Crédite Agricole Consumer Finance mit deutlicher Zinserhöhung über alle Laufzeiten, z. B. 7 Jahre von bisher 1,91% auf 2,20%
27.10.2015 PrivatBank erhöht Zinsen über alle Laufzeiten, neuer Marktführer bei 12 – 24 Monate Laufzeit

Zinsänderungen   Ankündigungen September 2015
01.09.2015 Rabodirect mit Zinserhöhung bei Laufzeiten 4-10 Jahre, z. B. 10 Jahre von 1,15% auf 1,65%
03.09.2015 VTB Direktbank reduziert Laufzeit-Angebot auf 48 Monate, beim VTB Duo auf 24/36 Monate
10.09.2015 MoneYou Zinssenkung: Laufzeit 6 Monate: von 1,15 % auf 1,05 % und Laufzeit 12 Monate: von 1,25 % auf 1,15 %
17.09.2015 CreditPlus mit Zinssenkung bei Laufzeiten 3 Monate und 6 Monate, andere Laufzeiten bleiben unverändert
18.09.2015 SWK Bank senkt bei Laufzeit 3 Jahre von bisher 1,20% auf 0,90%

Zinsänderungen   Ankündigungen August 2015
03.08.2015 CreditPlusmit leichter Zinssenkung Laufzeit 3 Monate von bisher 1,06% auf 1,01%
05.08.2015 Credit Europe senkt die Zinsen über alle Laufzeiten, in der Spitze von 2,00% auf 1,75% (10 Jahre Laufzeit)
06.08.2015 HKB senkt von 1,60% auf 1,20% (12 Monate Laufzeit), bzw. von 1,70% auf 1,4% (24 Monate Laufzeit)
10.08.2015 J&T Banka Deutschland u. Österreich! Zinssenkung: 48 Monate Laufzeit neu 2,10%, bisher 2,15%, 60 Monate Laufzeit neu 2,15%, bisher 2,25%
13.08.2015 Klarna reduziert um je 0,20%. Für 48 Monate Laufzeit von 1,80% auf 1,60%
17.08.2015 CreditPlus mit Zinssenkung, 36 Monate Laufzeit von 1,30% auf 1,20%

Zinsänderungen   Ankündigungen Juli 2015
21.07.2015 VTB senkt über alle Laufzeiten, z. B. 3 Jahre von 1,90% auf 1,60%, 10 Jahre von 2,10% auf 1,90% (gültig für jährliche Zinsausschüttung)
24.07.2014 SWK Zinssenkung für Laufzeiten 48, 60 u. 72 Monate, in der Spitze von 2,15% auf 1,65%
31.07.2015 Klarna Zinssenkung über alle Laufzeiten

Zinsänderungen   Ankündigungen Juni 2015
17.06.2015 IKB:
Zinssenkung um 0,10% für Laufzeiten 1 Monat – 9 Monate
Zinserhöhung um 0,10% für Laufzeiten 2 Jahre – 7 Jahre
18.06.2015 Zinssenkung bei der DenizBank über alle Laufzeiten um 0,05% – 0,10%
19.06.2015 SWK erhöht Zinsen: Luafzeit 48 Monate auf 2,10% u. 60 Monate auf 2,15%

Zinsänderungen –  Ankündigungen Mai 2015
15.05.2015 SWK Bank senkt Zinsen,  z. B. für Laufzeit 5 Jahre von 1,90% auf 1,75%
15.05.2015 DenizBank geringe Zinssenkung: z. B. für Laufzeit 5 Jahre von 2,00% auf 1,95%,  für Laufzeit 10 Jahre von 2,25% auf 2,20%
19.05.2015 Fibank senkt über alle Laufzeiten, z. B. für 5 Jahre von 3,0% auf 2,75%
20.05.2015 Deutliche Zinssenkung bei der Gefa Bank: 24 Monate Laufzeit: neu 0,45% bisher 0,90%, 36 Monate: neu 0,50% statt 1,00%, 48 Monate: neu 0,60% bisher 1,10%
22.05.2015 Klarna erhöht Zinsen über alle Laufzeiten um 0,20%: z. B. für 48 Monate von 1,80% auf 2,00%

Zinsänderungen   Ankündigungen März 2015
06.03.2015 CA Consumer Finance mit Zinssenkung über alle Laufzeiten, z. B.
84 Monate von bisher 2,05% auf neu 1,91%
19.03.2015 Sberbank senkt Zinsen von 1,70% auf 1,50% für 2 Jahre Laufzeit
24.03.2015 CreditPlus erhöht Zinsen für 3 Monate Laufzeit von 1,00% auf 1,20%

Zinsänderungen   Ankündigungen Februar 2015
09.02.2015 Fibank senkt über alle Laufzeiten z. B. 60 Monate: von 3,70% auf 3,00%

Zinsänderungen   Ankündigungen Januar 2015
01.01.2015 DenizBank senkt über alle Laufzeiten, Ausnahme Zinserhöhung für 6 Jahre Laufzeit +0,20% auf 2,40%
22.01.2014 Credit Europe senkt über Laufzeiten 4 -10 Jahre, maximal um 0,40%

März: Anfang 2014 prognostizierten nahezu alle Fachleute einen Zinsanstieg im Laufe des Jahres. Tatsächlich gingen die Zinsen am Kapitalmarkt zurück. In 2015 steht in den USA in der zweiten Hälfte des Jahres sehr wahrscheinlich eine Anhebung der Leitzinsen an. In Europa wirken sich die im März beginnenden Anleiheaufkäufe der EZB und die damit verbundene Ausweitung der EZB Bilanzsumme zinsmindernd aus. Die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihen befinden sich bereits auf einem Rekordtief.

Für die Festgeldzinsen dürfte damit bestenfalls zum Jahresende 2015 ein leichter Zinsanstieg aufgrund der Wechselwirkung mit dem US-Zinsmarkt erfolgen. In 2016 könnte sich dieser Trend dann manifestieren. An den Terminmärkten ist bisher kein deutlicher Anstieg der langfristigen Zinsen bis 2016 eingepreist.