Die Erträgnisaufstellung erstellt die Bank gegen Entgelt

Wie sich aus dem Begriff „Erträgnisaufstellung“ ableiten lässt, handelt es sich dabei um eine Aufstellung aller Erträge, die ein Bankkunde über seine Kapitalanlagen bei der jeweiligen Bank erzielt hat. Die Erträgnisaufstellung ist eine, meist kostenpflichtige, Zusatzleistung der Kreditinstitute zur Ergänzung der Jahressteuerbescheinigung.

 

Deflation führt zu abnehmenden Preisen

Neben allen erzielten Erträgen gibt sie auch Auskunft über  bereits auf die Erträge gezahlten Steuern respektive steuerliche Subventionen. Im Rahmen der Steuererklärung findet Sie ebenfalls als Ergänzung zur Anlage KAP Verwendung. Anleger müssen die Erträgnisaufstellung gesondert bei ihrer Bank anfordern.

Um von der Bank bereits an das Finanzamt im Rahmen der Abgeltungssteuer abgeführte Beträge steuerlich in der Einkommensteuererklärung geltend zu machen, ist eine Jahressteuerbescheinigung erforderlich, nicht die Erträgnisaufstellung. Für den Kontoinhaber oder dessen Steuerberater lohnt sich die Ausstellung der Erträgnisaufstellung immer dann, wenn Erträge oder Verluste aus komplexeren Geldanlagen über Konten der Bank in dem betreffenden Jahr generiert wurden. Denn im Gegensatz zur Steuererklärung finden sich in der Erträgnisaufstellung auch Details über die jeweiligen Rechnungsvorgänge. Damit sind die Transaktionen besser nachzuvollziehen und zuzuordnen.

Die Bestellung der Aufstellung ist bei den Online Banken üblicherweise im persönlichen Bereich unter Steuerinformationen möglich.

Einige Banken, wie beispielsweise die ING DiBa berechnen keine Gebühren für die Erträgnisaufstellung, wenn sie online in der Postbox eingestellet wird.