db x-tracker – was ist das eigentlich?

db trackers mit swap ETF

Bei den db x-trackers handelt es sich um sogenannte ETFs, Exchange Trading Funds, die als passiv gemanagte Fonds die verschiedensten Indizes nachbilden.

ETFs sind börsengehandelte Fonds, die gegenüber herkömmlichen Fonds aufgrund des entfallenden Ausgabeaufschlages günstiger sind.

Dabei gilt das Augenmerk nicht nur Aktienfonds, sonder diese ETFs decken den gesamten Markt ab. Dies bedeutet, dass sowohl Anteilsscheine auf Devisen, als auch Rohstoffe, Anleihen, Geldmarkt, Mischfonds und Renten ausgegeben werden.

 

x-trackers unterscheiden sich von anderen ETFs

ETFs gibt es, ähnlich zu herkömmlichen Fonds in allen Ausprägungen. Als passive Fonds bilden sie in der Regel jedoch nur einen Index nach, das heißt, das Fondsmanagement muss nur aktiv werden, wenn es eine Veränderung in der Zusammensetzung eines Index gibt. Dabei ist es jedoch bei Weitem nicht so, dass ein Index eins zu eins im Fonds abgebildet wird. Es ist durchaus möglich, dass sich in einem Fonds der auf den Dax abstellt, auch Anleihen in Yen befinden, um eine entsprechende Rendite sicherzustellen. In der Prospektierung wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die entsprechenden Fonds größtmöglich, aber nicht ausschließlich den jeweiligen Index nachbilden.

Das Besondere an der db x-trackers Familie der Deutschen Bank AG ist, dass diese Fonds nicht nur die Wertpapierbörsen nachbilden, sondern, wie bereits erwähnt, in allen möglichen Märkten vertreten sind. Unterschieden wird zwischen verschiedenen Modellen der Nachbildung eines Index (Replikation):

  • direkte Repliaktion: ETF mit voller Abbildung der Wertpapiere die den Index bilden
  • indirekte Replikation: synthetische bzw. swapbasierte ETFs

 

Pfeil rot kurz dünn Depot Vergleich

 

 

Das Indextracking, wie bereits hier beschrieben, erlaubt auch die Beimischung von Derivaten oder nicht index-bezogener Anlagearten. Seit 2012 bietet db x-trackers auch die direkte und die indirekte Replikation an. Bei der direkten Replikation wird, im Gegensatz zum Indextracking, auf die Beimischung von Derivaten verzichtet. Der Fonds bildet tatsächlich nur den unterlegten Index in einer möglichst genauen Quotierung ab. Nachteilig dabei ist, dass bei einem negativen Kursverlauf des Index keine weiteren Anlagekriterien vorhanden sind, um dem innerhalb des Fonds entgegenzuwirken.

Bei der indirekten Replikation, die seit dem Jahr 2007 von der Deutsche Bank als Anlagemodus angeboten wird, beinhaltet der Fonds auch sogenannte Swaps. Dies greift bei allen Rentenfonds und einigen Aktienfonds. Dabei wird auf einen Korb aus Aktien und Anleihen zurückgegriffen, der als Swap dient. Der Kontrahent des Fonds, in diesem Fall die Deutsche Bank, verpflichtet sich, die Indexperformance bei Fälligkeit des Swaps an den Fonds zu zahlen, während dieser Performanceteile und Zinserträge aus dem Swap-Korb an die Bank überträgt. Dies führt zu einer Absicherung der Performance auch bei negativem Indexverlauf. Welcher Art die Replikation beziehungsweise der Fondsausgestaltung ist, erfahren die Anleger in den jeweiligen Verkaufsprospekten.

Weitere Angebote der Deutschen Bank sind das Geschäftskonto und der DB Kredit.

 

Weiterführende Informationen

Um einen ETF zu ordern, ist ein Depotkonto bei einer Depotbank nötig. Bei den folgenden Banken gibt es umfangreiche Angebote:

Cortal Consors Depot

DAB Depot

DKB Depot

1822direkt Depot