Der Geldkurs hat nicht unbedingt etwas mit Geldwechsel zu tun

Begriff Geldkurs

Der Begriff Geldkurs gilt für Devisen und Wertpapiere gleichermaßen und beschreibt die Kaufofferte eines Interessenten. Das bedeutet, er gibt vor, welchen Preis er für einen bestimmten Basiswert zu zahlen bereit ist, i. e., wie viel Geld er ausgeben möchte. Der englische Ausdruck für Geldkurs lautet „bid“, übersetzt mit „Nachfrage“. Aus der Sicht der Bank sind Geldkurse Ankaufkurse und beschreiben nicht einen Geldwechsel.

 

Die Kurstabellen der Wertpapiere zeigen diverse Kürzel, eines davon lautet „G“. Dieses Kürzel steht für den Sachverhalt, dass zu dem gebotenen Geldkurs keine Umsätze stattgefunden haben. Die Ermittlung der Devisenkurse unter den institutionellen Teilnehmern erfolgt börsentäglich gegen 13 Uhr zum Mittelkurs. Der Mittelkurs gilt auch als Referenzkurs und setzt den täglichen Wechselkurs zwischen Euro und den wichtigsten ausländischen Währungen wie US Dollar, Renminbi, australischer Dollar, kanadischer Dollar etc. fest.

 

Bankkunden, sowohl Privatkunden als auch Firmenkunden, wird beim Verkauf von Wertpapieren oder Devisen immer der Geldkurs verrechnet

Zwischen dem Geld-, respektive Briefkurs und dem Mittelkurs besteht immer eine feste Spanne. Je nach Währung wird zwischen einer Preisnotierung oder einer Mengennotierung unterschieden. Dieser Unterschied kann sich aber auch bereits bei einer Währung bemerkbar machen. Kauft ein Kunde US-Dollar, sprich, er hebt an einem Geldautomaten in den USA Geld ab, wird ihm im Rahmen der Preisnotierung der Geldkurs in Rechnung gestellt. Will der Bankkunde jedoch US-Dollar an die Bank verkaufen, wird ihm im Rahmen der Mengennotierung der Briefkurs abgerechnet.

 

 

Depot Vergleich

 

 

Während der Ankauf von Sorten, sprich fremden Währungen in Bargeld, zu Sortenkursen abgerechnet wird, werden bei Abhebungen von Fremdwährungen im Ausland an Geldautomaten Devisenkurse zugrunde gelegt. Dabei wird allerdings nicht vom Mittelkurs ausgegangen, sondern die beteiligten Banken wählen aus unterschiedlichen Kursfeststellungen, beispielsweise Reuters oder im Fall USA von der amerikanischen Notenbank (FED) festgelegte Kurse. So kann es sein, dass bei zwei Bankkunden bei einer Abhebung am selben Tag in den USA zwei unterschiedliche Umrechnungsbeträge auf der Kreditkartenabrechnung erscheinen. Wer im Urlaub eine Barverfügung vornimmt, muss unter Umständen mit einer doppelten Kursabrechnung kalkulieren, zum einen seitens der Auslandsbank, zum anderen seitens der Auslandsbank, zum anderen seitens der heimischen Bank.

 

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