Sicherheit von Aktien bei Bankenpleite

Die Bank ist nur Verwahrstelle der Wertpapiere

Die inzwischen schon lange anhaltende Krise in der Wirtschaft, mit ausgelöst durch die Insolvenz von Geldhäusern, wirf bei Anlegern immer wieder die Frage auf, was passiert eigentlich mit ihrem Geld? Sparer denken dabei nicht nur an Tagesgelder oder Festgelder, welche durch die Einlagensicherung abgedeckt sind.

In diese Gedanken fließen natürlich auch die Wertpapiere, seien es Aktien oder Anleihen mit ein. Wie ist es um die Sicherheit von Wertpapieren bei einer Insolvenz der depotführenden Bank bestellt?

 

Banken sind nur die Verwahrstellen der Wertpapiere

Grundsätzlich gilt immer, dass die Banken nur die Verwahrstellen sind. Hat ein Anleger Aktien der BNP Paribas oder der Bank of China bei der Deutsche Bank liegen und muss die Bank Insolvenz anmelden, betrifft dies die Siemensaktien zunächst einmal nicht. Nach wie vor ist der Aktionär Eigentümer der Papiere. Und Depotkontoinhaber hat einen rechtlichen Anspruch auf die Herausgabe des Wertpapiers (siehe auch Insolvenzverordnung).

 

 

Depot Vergleich

 

 

Sonderfall bei pflichtwidrigem Handeln der Bank

Nun kann aber durchaus der Fall eintreten, dass eine Bank pflichtwidrig die bei ihr hinterlegten Aktien eines anderen Unternehmens nicht zurückgeben kann, beispielsweise, weil sie diese Papiere unter der Hand verpfändet hat oder die Wertpapierorder gar nicht ausgeführt und die Kundengelder anderweitig verbucht wurden. In diesem Fall haben Anleger nur einen Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich von 90 Prozent der Papiere, maximal jedoch nur 20.000 Euro. Im Rahmen der Anpassung der Einlagensicherung nach EU-Recht wurde es schlicht nicht für notwendig gehalten, das Insolvenzrecht für diesen Fall ebenfalls anzupassen.

So sicher die ordnungsgemäße Verwahrung, gleich ob Girosammel- oder Streifbandverwahrung, auf den ersten Blick schien, bei einem Depot von 200.000 Euro ist der Verlust, gelinde gesagt, herb. Diese Regelung gilt für die dem Bundesverband deutscher Banken angeschlossenen Institute.

Auf genossenschaftlicher Grundlage stehen die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken deutlich besser da. Hier greift ein institutsübergreifender Schutz, ähnlich wie bei den Sparkassen. Wer Aktien einer Bank hält, welche insolvent wird, muss sich allerdings nicht sorgen, wo das Papier verwahrt wird – die Aktien werden wertlos bzw. gehen in die Insolvenzmasse, gleich, ob sie bei der Bank selbst oder einem anderen Institut im Depot liegen.

 

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