Crédit Agricole in Deutschland ohne Tagesgeld, Girokonto

Die französische Aktiengesellschaft Crédit Agricole SA mit Geschäftssitz in Paris stellt das Zentralinstitut der genossenschaftlichen Crédit-Agricole-Bankengruppe dar (vergleichbar etwa mit der deutschen DZ Bank). Die Bankengruppe besteht aus 39 genossenschaftlichen Regionalkassen, die auf Französisch Caisses Régionales de Crédit Agricole Mutuel heißen. Da die Regionalkassen wiederum aus mehr als 2500 Einzelgenossenschaften mit mehr als 7000 Filialen in ganz Frankreich bestehen, handelt es sich um eine der größten Banken Frankreichs. Auch im weltweiten Bankenvergleich belegt das Kreditinstitut einen der führenden Plätze. Bei der Google Suche wird als key auch nach Crédit Agricol gesucht.

Anders als die fränzösische Renault Bank bietet die Crédit Agricol in Deutschland kein Tagesgeld oder ein Girokonto an. Dafür aber das CA Consumer Finance Festgeld.

 

Die Geschichte der Bank

Im Jahr 1894 verfolgte der damalige französische Landwirtschaftsminister Jules Méline das Ziel, bäuerliche Kleinbetriebe zu unterstützen, um die Stimmen der Landwirte zu gewinnen. Dazu erfolgte die Gründung der ersten lokalen Banken der Crédit Agricole, die sich getreu dem Grundsatz der Gemeinsamkeit im Besitz ihrer Mitglieder befanden. Da sich die Landwirte der damaligen Zeit mit der Kreditaufnahme noch sehr zurückhielten, übernahmen hauptsächlich Lehrer, Landbesitzer und Agronomen die Leitung der Bankfilialen. Bis zum Jahr 1919 befand sich in jedem französischen Département zumindest eine Filiale der Bank.

Durch die wachsende Zahl der Geschäftsstellen wurde die Gründung einer Zentralverwaltung immer wichtiger, sodass am 5. August 1920 das Office Nationale de Crédit Agricole in Paris gegründet wurde. Im Jahr 1926 erfolgte die Umbenennung in Caisse Nationale de Crédit Agricole (CNCA), um die steigende Bedeutung als ein Kreditinstitut und nicht länger als eine Geschäftsstelle des Landwirtschaftsministeriums zu unterstreichen. Im Jahr 1945 übernahm die neu gegründete Fédération Nationale du Crédit Agricole (FNCA) die Aufgaben der CNCA, die seitdem für Schulungen und Weiterbildungen der Mitarbeiter zuständig ist. Im Jahr 1979 erfolgte die Eröffnung der ersten ausländischen Geschäftsstelle in Chicago. Heute ist die Bank auf der ganzen Welt mit eigenen Filialen oder durch Tochterunternehmen vertreten. Am 18. Januar 1988 erfolgten durch den Gang an die Börse die Privatisierung der Bank und die völlige Unabhängigkeit vom französischen Staat. Im Jahr 2001 nannte sich das Kreditinstitut in den heutigen Namen Crédit Agricole SA um.

 

 

Crédit Agricol S.A. Kontaktdaten

Die Bank ist zu erreichen unter:

Crédit Agricole S.A.
12 place des Etats-Unis 92545 Montrouge cedex
France

Web: www.credit-agricole.com, oft nur als , oft www.ca gesucht

 

 

Die internationalen Geschäftsbereiche

Die weltweiten Geschäftsbereiche der Bank umfassen:

  • Privatkundengeschäft
  • Konsumentenkredite
  • Factoring und Leasing
  • Versicherungen
  • Vermögensverwaltung
  • Investmentbanking

 

Im Jahr 2002 übernahm das Kreditinstitut die französische Bank Crédit Lyonnais, die ebenfalls über ein breit gefächertes Filialnetz, vor allem in den Großstädten Frankreichs, verfügte. Unter dem Namen Le Crédit Lyonnais (LCL) wird das Privatkundengeschäft des ehemaligen Konkurrenten weitergeführt. Gemeinsam mit den zahlreichen Geschäftsstellen der Caisses Régionales de Crédit Agricole Mutuel im ländlichen Raum stellt das Privatkundengeschäft einen wichtigen Geschäftsbereich der Bank dar. Als Crédit Agricole ist das Kreditinstitut außerdem in den Ländern Italien, Marokko, Ägypten, Serbien, der Ukraine und in Polen vertreten. In vielen weiteren Ländern finden sich Tochtergesellschaften der Bank, die teilweise unter einem anderen Namen firmieren.

 

So ist die Bank in Deutschland vertreten

Das Kreditinstitut ist in Deutschland nicht unter dem Namen Crédit Agricole SA vertreten, sondern durch Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Folgende Finanzinstitute gehören daher zu dem großen Bankenverbund der Crédit Agricol SA:

Newedge Group, Frankfurt am Main: Corporate & Investment Banking

CACEIS Bank Deutschland GmbH – Frankfurt: Asset Management

CreditPlus Bank AG, Stuttgart: Konsumentenkredite

Eurofactor, München: Finanzierungen, Leasing und Factoring

 

Über die CreditPlus Bank AG ist die französische Bankengruppe mit insgesamt 16 Filialen in Deutschland vertreten. Die Geschäftsstellen befinden sich in:

  • Stuttgart
  • München
  • Frankfurt am Main
  • Mannheim
  • Berlin
  • Essen
  • Hamburg
  • Köln
  • Hannover
  • Nürnberg
  • Rostock
  • Leipzig
  • Erfurt
  • Dresden
  • Bremen
  • Bielefeld

 

In Stuttgart befindet sich auch der Geschäftssitz der CreditPlus Bank AG, die im Jahr 1960 unter dem Namen Teilzahlungs-Kredit-Bank Willy Wall (TKB) gegründet wurde. Nachdem der Gründer der Bank, Willy Wall, das Kreditinstitut 1977 an die amerikanische Beneficial Corporation verkauft hatte, erfolgte die Umbenennung in BKF-Kreditbank. Nach der Übernahme mehrerer deutscher Kreditbanken wurde das Kreditinstitut im Jahr 1996 in Beneficial Bank AG umbenannt. Im Jahr 1998 erfolgte der Verkauf der Beneficial Bank an die Bankengruppe CA Consumer Finance aus Paris. Diese Bankengruppe wurde bis zum Jahr 2000 von der damaligen Caisse Nationale de Crédit Agricole (CNCA) übernommen, wodurch die Beneficial Bank AG ebenfalls an das französische Kreditinstitut fiel. Nach der Übernahme erfolgte die Umfirmierung in den heutigen Namen CreditPlus Bank AG. Die Geschäftsbereiche der Bank unterteilen sich in Händlerfinanzierungen, Kredite an Privatpersonen und Absatzfinanzierungen.

 

 

 

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