Hohe Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Börsenkurse

Unklare Lage über die weitere Börsenentwicklung

Jeden Mittwoch und jeden Samstag fiebern Millionen Deutscher der Ziehung der Lottozahlen entgegen in der Hoffnung, dem Chef Lebewohl sagen zu können, oder zumindest das alte Auto gegen ein Neues eintauschen zu können.

Deutlich weniger Menschen fiebern den Schlusskursen der Börsen entgegen, obwohl in den Augen vieler Verbraucher, gerader konservativer Anleger, Lotto die besseren Chancen bietet, aber: weit gefehlt.

 

Kursverlust bedeutet keinen Verlust des Einsatzes

Unstrittig ist, dass Aktienkurse Schwankungen ausgesetzt sind. Unstrittig ist auch, dass diese Schwankungen nicht immer rational erklärbar sind. Ein Nebensatz des Fedbank-Vorsitzenden Bernanke, der Irritation hervorrufen könnte, und Anleger verkaufen ohne echten Anlass, Kurse geben kurzfristig nach. Genau hier liegt aber der wesentliche Unterschied zu Lotto, Sportwetten, Forex oder dem CFD- und binäre Optionenhandel: Haben Spieler nur zwei Richtige, die falsche Mannschaft gewinnt oder der Kurs eines Basiswertes läuft rein zufällig in die falsche Richtung, ist der Einsatz weg. Ein klassischer Totalverlust ist die Folge.

Geben dagegen die Kurse einer Aktiengesellschaft nach, bedeutet dies lediglich, dass der Wert des Depots kurzfristig weniger wird, die Unternehmensanteile bleiben dennoch erhalten. Im Gegensatz zu dem verlorenen Lottoeinsatz handelt es sich hier nicht um einen realen Verlust, sondern „nur“ um einen buchhalterischen. Erst wenn im Laufe einer Baisse die Aktienpapiere verkauft würden, müsste ein Verlust realisiert werden. Dabei ist es immer noch fraglich, ob tatsächlich mit Einbußen verkauft würde, oder ob der Einstandskurs nicht noch deutlich unterhalb des Verkaufskurses lag. Das Interessante an Aktien wird durch das klassische Chart des US-Analystenhauses Ibbotson, „Stocks, Bills, Bonds and Inflation“ widergespiegelt. Dieses Chart zeigt die Entwicklung der genannten Indizes seit dem Jahr 1927. Während ein Lottoeinsatz mit nur zwei Richtigen „futsch“ ist, haben sich Aktien immer wieder erholt. Dabei war es unerheblich, ob ein zweiter Weltkrieg, eine Kubakrise oder Ähnliches auf die Kurse drückte. In der Regel lag nach zehn Jahren, gleich, welches Einstiegsdatum gewählt wurde, der Kurs über dem Einstiegskurs.

 

Aktuell zu viele Fragezeichen

Im Mai 2013 verzeichnete der Dax 30 ein Allzeithoch. Die Gründe liegen auf der Hand, Anleger haben sich in Scharen aus dem schlecht verzinsten Sichteinlagengeschäft zurückgezogen und sind der Börse gefolgt. Börsenkurse repräsentieren aber nichts anderes, als eine Erwartung der Unternehmensgewinne in der Zukunft. Die Zinsen sind niedrig, weil die Konjunktur in Europa lahmt. Als Alternative bieten sich Aktien durchaus an. Her beginnt jedoch der Teufelskreis für die Anleger. Lahmt die Wirtschaft, werden die Zinsen gesenkt, Aktienkurse steigen. Die Aktiengesellschaften können aber mittelfristig die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, Papiere werden wieder auf den Markt geworfen, die Kurse sacken ab. Am Ende stehen eine Konjunktur, welche sich nicht erholt, niedrigste Zinsen und eine nachhaltige Baisse an der Börse – dies wäre das „worsed case“ Szenario. Erfreulicherweise sind wir davon jedoch entfernt und Aktien bieten sich immer noch als besser Alternative zu Lotto.

 

 

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