Entnahmeplan oder Rentenversicherung?

Entnahmeplan

Ratgeber zum Entnahmeplan: Gerade die deutschen Assekuranzen haben ein Problem. Verzweifelt sind sie seit Jahren bemüht, fällige Lebensversicherungen in Rentenversicherungen gegen einen Einmalbeitrag anzulegen. Im Grunde ist eine Rentenversicherung nichts anderes als ein Auszahlplan, allerdings mit einem Unterschied.

 

 

Im ersten Fall gibt es zwei Wahlmöglichkeiten. Entweder wird der Zeitraum festgelegt, über den die regelmäßigen Auszahlungen erfolgen sollen, daraus ermittelt sich der Betrag, oder der Betrag wird definiert. Daraus ergibt sich dann der Auszahlungsbetrag. Kapitalanlagegesellschaften bieten diese Variante, gerade als Geldanlage für Senioren zur Aufbesserung der Rente an. Dabei sollte aber beachtet werden, dass Aktienfonds zwar für den Vermögensaufbau besser geeignet sind als Rentenfonds. Die Volatilität, die während der Ansparphase zum Durchschnittskosteneffekt führt, kann aber in der Auszahlphase nachteilig werden. Die Umschichtung in Rentenfonds wäre die Alternative. Ganz auf der sicheren Seite sind die Anleger, welche sich für einen Auszahlplan bei einer Bank entscheiden. Dabei sollte jedoch peinlichst genau auf das Zinsniveau geachtet werden.

 

Steuerkomponente beim Auszahlpan beachten

Für eine Rentenversicherung spricht natürlich, dass die Rente nur mit dem Ertragsanteil besteuert werden muss. Dieser richtet sich nach dem Eintrittsalter bei Rentenzahlungsbeginn. Beträgt der Ertragsanteil 20 Prozent, der persönliche Steuersatz 30 % und die jährliche Rentenzahlung 1.000 Euro, beläuft sich die Steuerschuld auf 60 Euro. Bei einem Auszahlplan einer Investmentgesellschaft oder einer Bank fällt auf die während der Auszahlungsphase noch erwirtschafteten Zinsen die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an. Beträgt der Kapitalstock am Ende des ersten Jahres 50.000 Euro und erwirtschaftet drei Prozent Zinsen, so sind dafür 375 Euro Steuern fällig. Am Ende ist es eine Rechnung, die auf Prognosen basiert, ob die Rentenversicherung oder der Auszahlplan die rentierlichere Alternative ist. Tatsache bleibt, dass Rentenversicherungen nur noch mit einem Garantiezins in Höhe von 1,75 Prozent ausgestattet sind, gerade kleinere Banken auf die Auszahlpläne aber einen deutlich höheren Ertrag gewähren.

 

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