Geldentwertung Deutschland

Leider zunehmende Entwertung von Geld in Deutschland

Geldentwertung Begriff: Abnahme der Kaufkraft von Geld mit der Zeit durch ansteigende Verbraucherpreise

 

Die Geldentwertung nimmt zu

Pendler, Rentner, Sparer, Anleger und eigentlich jeder normale Bürger, der konsumiert, bekommt zunehmend ein Problem: die Geldentwertung. Für viele Verbraucher offenkundig, wenn das Geld zum Monatsende immer früher nicht mehr reicht. Wer seine Wagen volltankt, notiert erschreckt beim Blick auf das Display der Tankstellenkasse hohe zweistellige Eurobeträge. Bei dem einen oder anderen SUV oder Spritfresser weist die Tankrechnung auch schon Beträge jenseits der 100 Euro Marke auf.

Die Geldentwertung nimmt zu

Die Verbraucherpreise steigen. Zwar fiel die Inflationsrate laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai 2012 erstmals wieder knapp unter die 2%. Doch dabei handelt es sich um einen gewichteten Mittelwert. Für den Einzelnen, oder für die Familie dürfte der Anstieg der Verbraucherpreise deutlich darüber liegen. Das wäre nicht so schlimm, wenn gleichzeitig auch die Zinsen steigen würden, was aber leider nicht der Fall ist. Ganz im Gegenteil, die Zinsen sinken in den letzten Monaten für fast alle Geldanlagen, wie Tagesgeld, Festgeld kontinuierlich. Die Folge ist eine Geldentwertung in Deutschland. Das bedeutet, die Kaufkraft des Geldes nimmt ab. Denn die Zinsen abzüglich der Kapitalertragssteuer abzüglich der Inflationsrate ergiben einen negativen Wert, eine negative Rendite. Mit kaum einer Geldanlage ist noch die Geldentwertung aufzuhalten, es sei denn, es erfolgt ein spekulatives Investment wie in Aktien. Hier drohen aber zweistellige Kursverluste und schlaflose Nächte.

 

Ungünstige Perspektiven

Die Bundesrepublik kann aufgrund der unsicheren Lage an den Finanzmärkten und den Turbulenzen des EU-Währungssystems extrem günstig Kredite aufnehmen. So wurde gerade erstmals eine 2jährige Bundesanleihe für 0% Zinsen ausgegeben. Das Sicherheitsbedürfnis der Anleger ist angesichts der fiskalpolitischen Katastrophenstimmung in den südlichen Peripherieländern der EU so groß, dass vermutlich auf absehbare Zeit der Bund kaum noch, oder nur sehr geringe Zinsen für Bundesanleihen zahlen muss.

Darüber hinaus wird die EZB die Leitzinsen zu Stabilisierung der Finanzmärkte weiter senken. Infolge dessen werden auch die Tagesgeldzinsen und Festgeldzinsen weiter sinken und die Geldentwertung in Deutschland weiter zunehmen. Für den Staat ist das neben Steuererhöhungen mit die einzige Methode, seine aufgetürmten Schulden wieder loszuwerden. Dies Entschuldung erfolgt in Form einer Geldentwertung, von der die nahezu sämtliche Bürger betroffen sind.

Update: die Inflationsrate ist in den letzten Monaten von 2014 deutlich gefallen. Da sich bei Tagesgeld die Zinssituation durch das Hinzukommen neuer Anbieter etwas verbessert hat, ist wieder eine positive Realrendite mit Tagesgeld möglich. Für Festgeld sieht die Situation ähnlich aus: Über WeltSparen können Anleger Festgeld bei europäischen Banken mit höheren Zinsen als auf dem deutschen Markt anlegen. Eine Übersicht der Zinssituation gibt unser aktueller Festgeldvergleich.

 

Kaum Möglichkeiten der Geldentwertung zu entgehen

Kaum Schlupflöcher der Entwertung des Geldes zu entkommen

Es gibt leider kaum eine Möglichkeit, ohne größere Risiken bei der Geldanlage, der negativen Rendite zu entkommen. Fremdwährungsanleihen bieten in begrenztem Maß höhere Zinsen, wie eine Anlage in türkische Lira oder dem australischen Dollar. Es ist auch ein Währungskonto mit diesen Währungen in Betracht zu ziehen. Hier besteht aber immer das Verlustrisiko bei Wechselkursschwankungen, die innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten auch zweistellig sein können bzw. sind.

 

Tipp der Redaktion: Zinsen, die über der aktuellen Inflationsrate liegen, sind nur mit längerfristig angelegtem Festgeld zu erwirtschaften. Die Redaktion empfiehlt jedoch Zurückhaltung bei Festgeldanlagen bis zur Klärung, ob die EU-Währungsunion in ihrer jetzigen Zusammensetzung bestehn bleibt. Tagesgeld erscheint derzeit die bessere Alternative.