Zinsentwicklung bei Tagesgeld von 2008 – 2013

Die Zinsentwicklung bei Tagesgeld hat sich 2008 in den ersten drei Quartalen relativ konstant bei ca. 4% gehalten, wobei ein deutlicher Anstieg auf 4,5% im letzten Quartal zu verzeichnen war.

Im Zuge der Bankenkrise 2008 wurde jedoch bereits zum Jahresende 2008 bis Mitte 2009 der EZB-Leitzins stufenweise deutlich gesenkt, um die Liquidität der Banken zu sichern. Die dramatische Senkung des Leitzinses auf 1% bis Mitte 2009 führte analog auch zur Senkung der Tagesgeldzinsen in 2009 auf im Schnitt 1,8%.

Für den Anleger ist der EZB-Leitzins u.a. als Indikator hinsichtlich der Tagesgeldzinsen zu sehen, wie auch, in deutlich volatilerer Form, der European Overnight Index Average (ISIN: EU0009659945).

Und die Trendfolge war auch 2013 gegeben. Leitzins und Tagesgeldzins erreichten beide historische Tiefststände.

 

Pfeil rot kurz dünn   zum Tagesgeldvergleich

 

Entwicklung der Tagesgeldzinsen in 2011

Der Tagesgeldzinssatz hielt sich konstant bei 1,8% bis Mitte 2011 und stieg zum Jahresende auf das Niveau von ca. 2,3%. Da im Zuge der aktuellen Finanzkrise Europas der EZB-Leitzins wiederum gesenkt wurde, ist wohl auch weiterhin von einem niedrigen Zinsniveau am Geldmarkt auszugehen.

Für den interessierten Anleger sind dennoch Chancen erkennbar, da etliche Geldinstitute aktuell hohes Interesse an Einlagen in Tagesgeldkonten zeigen und in Abhängigkeit des Anlagevolumens und der Anlagedauer durchaus attraktive Zinsen bieten. Der Wechsel ist für den Sparer problemlos zu vollführen.

Sparer sollten sich jedoch nicht ausschließlich am aktuell angebotenen Zinssatz orientieren. Beim kurzfristigen Zwischenparken von Liquidität bis zu 6 Monaten sind sicherlich Sonderangebote und Hochzinssätze in die Überlegung einzubinden. Deckelungen bei Anlagevolumen und Anlagedauer sind jedoch unbedingt zu beachten.

Etwas längerfristiges Denken zahlt sich aus

Bei der Nutzung eines Tagesgeldkontos ist es ratsam einen Anbieter, der im langfristigen Vergleich die besten Zinsen bietet, auszuwählen. Bei der Auswahl des richtigen Geldinstituts ist auch zu beachten, dass die Sicherheit der Geldanlage bei ausländischen Banken nicht immer zu 100% gewährleistet ist. Ausländische Banken mit hohen Zinsangeboten haben meist weitaus niedrigere Sicherungsgrenzen bei Insolvenz als inländische Banken.

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