Verhaltensökonomie von Banken im Wettkampf um Tagesgeld Kunden

Verhaltensökonomie Banken TagesgeldDie Banken haben es nicht leicht: einbrechende Zinserlöse, wachsende Anforderungen an die IT und ein gnadenloser Kampf um den Kunden. Welche verhaltensökonomischen Strategien entwickeln Banken, um beispielsweise neue Tagesgeld Kunden zu generieren: Banking  Behavioral Economics 4.0

Niedrige Zinsen führen aktuell bei den Banken zu niedrigeren Margen, denn nicht nur die Tagesgeld Zinsen sind niedrig, die Kreditzinsen sind es ebenso. Und die Banken leben unter anderem zu einem beträchtlichen Teil von der Differenz dieser Zinssätze.  Im täglichen Kampf um die Kunden legen Banken eine ganz

Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb das Geschäft der Banken im Wandel begriffen ist.
Was der Wissenschaft sein „publish or perish“ (etwa: veröffentliche oder du gehst unter) ist, steht im Bankbereich als Äquivalent für „Wachstum über Neukunden“. Und hier sind die Finanzprodukte Girokonto, die Kreditkarte und das Tagesgeldkontodie Schlüssel zum Kunden. Ein Tagesgeldkonto hat dabei gegenüber dem Girokonto und der Kreditkarte noch den Vorteil, dass üblicherweise keine Schufa Abfrage anfällt und das Konto kostenlos ist. Zusätzlich fallen bankseitig zahlungstechnisch nur geringe Kosten an, da die Anzahl Transaktionen niedrig ist.

 

Früher war alles besser, der Wettbewerb geringer

Wettbewerb? Da ist schlichtweg der Teufel los. Die gemütlichen Jahrzehnte zum Ende des letzten Jahrhunderts sind unwiederbringlich vorbei, da gab es kaum staatliche Anforderungen zur Dokumentationspflicht bei der Geldanlage Beratung. Und mit der Differenz zwischen den Zinssätzen, die die Bank für die verliehenen Kredite und überzogene Girokontoguthaben bekam und den Zinsen die für Tagesgeld und Festgeld an die Kunden weitergegeben wurde n lies sich auskömmlich leben. Die Konkurrenz bestand überwiegend aus inländischen, etablierten Banken. Das ist lange vorbei, die Zinsstrukturkurve ist relativ flach und deshalb sind die Zinserträge mau.

 

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Die PR-Abteilungen sind gefragt

Da müssen sich die PR-Abteilungen in Zusammenarbeit mit der zentralen Strategieabteilung schon Aktionen ausdenken, um auf die Bank aufmerksam zu machen. Die DKB und die ING DiBa sind hier wohl die kreativsten Banken in Deutschland. Die letzte Aktion der ING ist der Coup mit der Abschaffung der Dispozins-Strafgebühr, landläufig unter Überziehungszinsen bekannt.

 

Es ist der Tagesgeld-Zinssatz, auf den es ankommt

ZinspokerEigentlich ist es immer der Zinssatz, der als wichtigster Trigger den Kunden beeinflußt (vorausgesetzt, die Bank hat keinen angeschlagenen Ruf oder Ähnliches). Und hier gibt es so einige Tricks, wie zumindest kurzfristig etwas geschönt werden kann.

Viele Redaktionen, Sparer und Verbraucherschützer orientieren sich an der aktuelle Ausgabe des monatlich erscheinenden Heftes „Finanztest“ der Stiftung Warentest. Im jedem Test sind immer die aktuellen Tagesgeldangebote und Empfehlungen enthalten, welche Bank gute Konditionen bei den Tagesgeld Zinsen und Festgeld Zinsen bietet. Hier werden auch schwarze Schafe beim Namen genannt.

Es ist häufig vorgekommen, dass eine Bank im Finanztest als Marktführer beim Tagesgeld ausgerufen wurde, der Zinssatz aber bereits kurz nach Erscheinen des Heftes von der Bank gesenkt wurde. Die gute Presse im Finanztest wurde quasi eingeplant und bis zu Erscheinen des nächsten Heftes, immerhin einen Monat, noch mitgenommen.

 

Der Zins-Poker mit der Konkurrenz

Eine weitere Strategie ist das Pokern mit der Konkurrenz. Die Ranglisten mit den Tagesgeldkonditionen sind transparent auf den Rechnern, wie auch in unserem Tagesgeld Vergleich, im Internet einsehbar. Die Gerüchteküche spielt hinter den Kulissen stille Post. Banken, die unter den top 3 gelistet sind, warten, bis die Konkurrenz die Konditionen ändert, und ändern dann ebenfalls die Zinssätze aber gerade so, dass es für einen bessere Position in den Vergleichsrechnern reicht. Das ist fast immer ausreichend um deutlich mehr Neukunden zu gewinnen, als der so überbotene Wettbewerber.

 

Literatur zu Verhaltensökonomie von Banken & Banking Behavioral Economics 4.0

Holtfort, T.; 2013: Beiträge zur Verhaltensökonomie : Einfluss von Priming-Effekten auf rationale vs. intuitive Entscheidungen bei komplexen Sachverhalten

Blog Robert Shiller als bedeutender Vertreter von Behavioral Economics

 

 

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