Ultra Niedrigzinsen im Anzug

Die Ultra Niedrigzinsen könnten schnell Realität werden

Es kehrt keine Ruhe in der Eurozone ein. Nach dem vorläufigen Ende der Zypernkrise kommen die nächsten schlechten Nachrichten aus Brüssel. Für die zweitgrößte Wirtschaft in der EU, Frankreich, erwarten die Strategen aus Brüssel für 2013 den Abrutsch in eine Rezession und für den gesamten Euroraum ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung auf 0,4 Prozent.

Die EZB wird in den nächsten Monaten die Leitzinsen daher eher nochmals senken als anheben, um das wirtschaftlich taumelnde Europa zu stützen: Ultraniedrigzinsen sind in Sichtweite.

 

Erst für 2014 wird wieder ein Wachstum von 1,2 Pozent erwartet. Die Hoffnung liegt dabei auf der zweiten Jahreshälfte 2013, in der die Trendumkehr stattfinden sollte. Frankreich fällt in der Krisensituation ein besonderes Gewicht zu. Mit einem Minus des BIP in 2013 von 3,9 Prozent in 2013 und erwarteten 4,2 Prozent im nächsten Jahr fällt das Land zum einen unter die Schwelle des Stabilitätspaktes, der bei drei Prozent angesiedelt ist, zum anderen führt dies zu einer Erschwerung der Rückführung der Staatsschulden. Deutschland steht dem gegenüber mit Wachstumszahlen von 0,4, respektive 1,8 Prozent regelrecht gut da.

 

hier gelangen Sie zum Tagesgeldvergleich

 

 

Japans Geldpolitik scheint erfolgreich

Die jüngsten aus Japan veröffentlichten Zahlen belegen, dass das Land mit der Wirtschaftspolitik seines neuen Ministerpräsidenten Shinzo Abe den Weg aus der Krise gefunden hat. Anteil daran dürfte auch die Devisenpolitik des asiatischen Staates, die massive Abwertung des Yen, gehabt haben. Was des einen Freud ist des anderen Leid. Während Japan im Export wieder Boden gut gemacht hat, geht dies natürlich zulasten anderer Volkswirtschaften.

Gerade auf dem US-Markt wird dies für Nationen wie Spanien, aber auch Frankreich, ein erneuter Rückschlag werden. Die Europäische Zentralbank steht erneut vor der Herausforderung, Wege finden zu müssen, die europäischen Staaten einerseits exportfähig zu halten, auf der anderen Seite die benötigte Liquidität bereitzuhalten, damit die finanziellen Defizite aus der schwächelnden Wirtschaft gegenfinanziert werden können. Für die Verbraucher hat die aktuelle Situation auf den ersten Blick einen gewissen Charme: Die Inflationsrate ist in der Bundesrepublik rückläufig und notierte im April 2013 nur noch mit 1,2 Prozent. Die Tagesgeld Zinsen liegen in der Spitze bei 1,75%.

 

Dreht sich die Zinsschraube weiter nach unten, Ultraniedrigzinsen voraus?

Dem Zentralbankrat um Mario Draghi bleiben in dem derzeitigen Marktumfeld nur wenige Möglichkeiten. Um eine Refinanzierung sicherzustellen, müssen die Leitzinsen niedrig bleiben. Um einen steigenden Refinanzierungsbedarf zu decken, müssten die Leitzinsen gegebenenfalls noch weiter gesenkt werden – von historisch niedrigen 0,5 Prozent auf kaum vorstellbare 0,25 Prozent.

Für Sparer bedeutet dies nicht nur kurz-, sondern auch mittelfristig eine gigantische Vermögensvernichtung auf ihren Einlagen. Der nächste Schritt wäre eine weitere Senkung der Einlagenzinsen auf ein Niveau, das man sich nicht mehr vorstellen kann, dümpeln die Spareinlagen bei Sparkassen und Filialbanken zurzeit schon bei 0,3 Prozent im Jahr.

Trotz der schwächelnden Wirtschaft sind Aktienbesitzer die Profiteure der Brüsseler Geldpolitik. Aktien galten schon immer als Alternativen für niedrige Zinsen, jedoch nicht bei allen Anlegergruppen. Auch dieser Umstand befindet sich inzwischen im Umbruch. Niedrigstzinsen, deren Ende nicht absehbar ist, locken immer mehr Anleger auf das Börsenparkett. Die hohe Nachfrage nach den Titeln, in Kombination mit den Erwartungen eines Wirtschaftsaufschwungs in 2014, bescheren die aktuellen Höchststände an der Börse.

 

 

Ähnliche Seiten

Neues Denken bei der Geldanlage

Geldentwertung

Ertragsproblem bei Privatiers