Sichere organische Zins Rendite einfahren

Renditen setzen sich aus unterschiedlichen Anteilen von organischer und anorganischer Rendite zusammen Kapital wird üblicherweise angelegt um damit eine Rendite zu erwirtschaften. Der Begriff „organische Zinsrendite“ bezeichnet in Analogie zur Definition von „organisches Wachstum“ eine Zins-Rendite aus eigenem Ursprung.

 

Erträge, also Renditen von Geldanlagen können aus Beiträgen von nur einer oder aus mehreren Komponenten resultieren. Dabei können die Wert der Einzelkomponenten wiederum durch multifaktorielle Einflüsse gesteuert werden kann. Wie viele Komponenten zur Rendite beitragen ist häufig eine Frage der Komplexität einer Geldanlage bzw. eines Investments. Unterschieden werden können die organische und die anorganische Rendite. Als Faustformel kann gelten: Mit der Komplexität eines Finanzprodukts steigt die Wahrscheinlichkeit dass der Renditebeitrag ausgedrückt als Quotient Anorganische Rendite/Organische Rendite zunimmt.

 

Beispiele für eine organische Rendite

Tagesgeld und Festgeld haben eine einfache Renditeherkunft, die Zinsen. Da der Zinssatz immer positiv und täglich bekannt ist, handelt es sich um eine Rendite aus eigner Kraft und kann als organische Zins-Rendite bezeichnet werden. Der Anteil an anorganischer Rendite beträgt beim Festgeld immer Null, die Zins-Rendite kann der Sparer sicher einfahren. Bei den Tagesgeld Zinsen ist das üblicherweise auch der Fall, hier kann es aber auch bei seltenen Ereignisse an den Finanzmärkten zu kurzfristigen Zinsänderungen kommen, der als anorganische Zins-Rendite eingestuft werden kann.

 

 

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Die anorganische Rendite

Dem gegenüber steht die anorganische Rendite, wobei hier eine stärkere Veränderung des Rendite Wertes durch außerordentliche Ereignisse gemeint ist. Ein Beispiel ist die Übernahme eines börsennotierten Unternehmens durch ein anderes, wodurch eines oder beide Unternehmen einen starken Kurszuwachs der Aktien erzielen und sich die Dividendenzahlung außerplanmäßig deutlich erhöht. Die Abweichung von der durchschnittlichen Dividendenzahlung kann als anorganische Rendite Komponente bezeichnet werden.

 

Komplexere Investments haben oft auch eine diversifiziertere Renditezusammensetzung

So gibt es Zertifikate, wo sich die Rendite aus der Kursveränderung des Basiswertes, dem Erreichen eines Schwellwertes, dem Kursstand zu einem fest definiertem Zeitpunkt, dem Kurs des $ US Dollars und weiteren Komponenten zusammensetzt. Beispiele für solche strukturierten Finanzprodukte sind Hebel- und Bonus Zertifikate. Aber auch schon die Rendite eines vordergründig einfachen Finanzproduktes wie eine amerikanische Staatsanleihe kann sich aus mehreren Komponenten zusammensetzen, wie die Abbildung 1 zeigt.

 

Die Rendite 10-jähriger US Treasuries setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen

Abb. 1: Zusammensetzung der Rendite 10-jähriger US Trasuries aus verschiedenen Komponenten von 2000 bos 2010. Quellen: Bloomberg L.P.,  Macroeconomic Advisers; and IMF Staff estimates (primär) und IMF.org (sekundär)

 

Zu unterscheiden sind im Beispiel aus Abbildung 1 grundsätzlich Bruttorendite und Nettorendite. Als Einflusskomponenten wirken die

  • 1. Inflations-Komponente, die als Inflation compensation in das obige Renditeschema eingeht
  • 2. Kredit-Risiko-Komponente
  • 3. Non-credit Premium Term Komponente

 

Dabei ist unter dem Begriff „Kredit-Risiko“ das Kreditausfallrisiko gemeint, mit dem Indikator CDS Swaps. Unter „Term Premium“ ist der Anteil an der Rendite zu verstehen, der dem Zeichner der US Staatsanleihe für zukünftige Zinsänderungen gezahlt wird.

 

 

 

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