Der Zins ergibt sich aus Angebot und Nachfrage

Angebot und Nachfrage bestimmen den ZinssatzIn der jüngeren Vergangenheit wurden die Zinnsätze für Tagesgeld im Wesentlichen durch das Niveau der Leitzinsen geprägt. Es bestand eine positive Korrelation zwischen den beiden Variablen, Leitzinsanhebungen führten zu einem Anstieg der Tagesgeldzinsen, Zinssenkungen zu Zinsreduktionen auf Tagesgeldkonten. Diese Abhängigkeit besteht der nach wie vor, trifft aber nicht auf alle Anbieter zu. Die Entkoppelung dieser Korrelation erfolgt durch die Banken, die (dringend) Kapital benötigen. Dann regeln Angebot und besondere Nachfrage den Zins.

 

Der universelle Zusammenhang in den Wirtschaftskreisläufen von der Preisregulation durch Angebot und Nachfrage gilt auch an den Finanzmärkten und auch für Tagesgeld und Festgeld. In einer Volkswirtschaft sind mit dem Angebot üblicherweise Waren und Dienstleistungen gemeint während die Nachfrage aus der Bereitschaft von Konsumenten resultiert, diese Güter zu einem bestimmten Preis zu erwerben.

Vereinfacht werden an den Kapitalmärkten die Angebotsseite durch das Kapital der Anleger und die Nachfrageseite durch Kapitalbedarf von Kreditinstituten vertreten. Der Zins ist nichts anderes als der Preis für das Kapital.

Und Kapital ist reichlich in unserer Volkswirtschaft vorhanden. Neben dem Angebot spielt bei den Zinsen allerdings auch noch die Bonität des Schuldners eine wichtige Rolle, denn bei einem Schuldner mit geringer Bonität ist das Kreditausfallrisiko höher als bei einem mit höherer Bonität. Da viele Banken im Rahmen der neuen EU Regeln zur Eigenkapitalanforderung in den nächsten Jahren eine höhere Eigenkapitalquote vorhalten müssen und zusätzlich auch aus anderen Gründen noch ein erhöhter Kapitalbedarf bestehen kann, sind etliche Kreditinstitute auf eine frische Kapitalzufuhr angewiesen.

 

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Für deutsche Sparer ist das ein Glücksfall. Denn obwohl dass Gro der Banken die Tagegeldzinsen auf ein historisches Niedrig-Niveau gesenkt hat müssen einige Banken höhere Zinsen als der Marktdurchschnitt zahlen um Kapital zu erhalten oder um für Cross-Selling-Geschäfte Neukunden zu gewinnen.

Die Banken kalkulieren wo sie billiger an Kapital kommen: Beispielsweise durch direkte Kapitalaufnahme über Anleihen am primären Kapitalmarkt oder beispielsweise durch Einlagen von Tagesgeld Sparern. Kreditinstitute, die einen hohen Anteil des am Markt verfügbaren Kapitals für Tagesgeld anziehen wollen, müssen Zinssätze bieten, die über dem der Konkurrenten liegen. Dazu muss auch die weitere Gestaltung der Konditionen stimmen. Dazu zählen beispielsweise transparente Anbieterbedingungen wie gleiche Zinssätze für Neukunden und Bestandskunden und keine Staffelzinssätze. Sind diese Randbedingungen erfüllt, kann der Anbieter damit rechnen, dass auch Bestandskunden anderer Banken im Rahmen von Tagesgeld-Hopping mit den Einlagen zu ihm wechseln.

Deutlich höhere Zinsangebote als der TAGIX®, der den Zins Mittelwert von 137 Kreditinstituten darstellt, resultieren aus den beschriebenen Zusammenhängen. Letztlich lassen sich diese hohen Tagesgeldzinsen wieder auf das Prinzip von Angebot und Nachfrage zurückführen.

 

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