Zinsen schon jahrelang im EZB Kerker

Tagesgeldzinsen im DauertiefDie Europäische Zentralbank hält eisern an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Sie hat allerdings auch keine andere Wahl. Die Inflationsrate betrug im Januar 2008 lediglich 0,8 Prozent, laut Mario Draghi ist die Eurozone jedoch weit von einer Stagnation entfernt. Die Tagesgeldzinsen befinden sich 7 Jahre nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise auf dem bisherigen Tiefpunkt.

 

Diese Aussage trifft allerdings nur zu, weil die Bundesrepublik mit einer zurzeit noch funktionierenden Konjunktur mit einem Kaufkraftverlust von 1,2 Prozent ausgelaufen ist.

 

Südeuropa ohne zeitnahe Perspektiven

Griechenland zeigt sich einerseits optimistisch, klopft aber bereits bezüglich neuer Kredite in Höhe von sieben Milliarden Euro bei der EU an die Türen. Die Politik der EZB trägt allerdings nach wie vor keine Früchte. Die Banken, mit dem Auftrag, Gelder in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen, zeigen sich mehr als nur zögerlich. Anstatt den Unternehmen entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen, halten sie die liquiden Mittel auf ihren Zentralbankkonten. Die Überlegungen der Zentralbanker verdichten sich, dass die Kreditinstitute künftig mit einem Strafzins in Höhe von 0,1 Prozent belegt werden. Die extrem niedrige Refinanzierung war bislang nicht Anreiz genug, den Unternehmen die benötigten Kredite auszureichen. Zu groß ist die Befürchtung, dass Darlehen notleidend werden und erneute Abschreibungen auf Kredite die Folge sein werden. Dabei benötigen die Mittelmeeranrainerstaaten dringend Gelder, um der Wirtschaft ein Initial zu ermöglichen.

 

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Nachfrage stockt mangels Einkommen

Mangelnde Nachfrage aufgrund mangelnder Einkommen ist das größte Hemmnis für einen Anzug der Konjunktur auf der Iberischen Halbinsel, dem Apennin und der Peloponnes. Deutsche Anleger hängen auf den ersten Blick kaum von dem griechischen Baugewerbe oder der spanischen Elektroindustrie ab. Auf den zweiten Blick bekommen sie die Folgen der Konjunkturflaute aber seit Jahren zu spüren. Die Europäische Zentralbank steuert die Kreditzinsen für Athen ebenso wie die Einlagezinsen einer norddeutschen Kreissparkasse.

Und da haben die Probleme der Südländer momentan Priorität, auch wenn die deutschen Sparer dafür bluten müssen. In Deutschland sind die Tagesgeldzinsen im März 2014 so tief wie seit 7 Jahren respektive dem Beginn der monetären Krise nicht mehr.

Für deutsche Anleger stehen die Chancen schlecht, dass es kurzfristig zu einem signifikanten Wechsel der Zinspolitik kommen wird. Selbst ein spontaner Anstieg der Produktivität in den Krisenstaaten bedarf einer gewissen Vorlaufzeit, bis sich eine Eigendynamik entwickelt, die das Zusammenspiel zwischen Wachstum, Lohnsteigerung, Anstieg der Nachfrage und damit letztendlich einem Anstieg der Inflationsrate wieder in Fahrt bringt. Zinserhöhungen sind ein probates Mittel, einem Anstieg des Kaufkraftverlustes entgegenzuwirken. Für eine gesunde Volkswirtschaft gilt eine jährliche Inflationsrate in Höhe von leicht unter zwei Prozent als Indikator für gesundes Wachstum. Davon ist Europa in seiner Gesamtheit jedoch weit entfernt und damit gilt auch für Sparer, dass für die Einlagenzinsen kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Es bleibt abzuwarten, ob ein möglicher negativer Zins umgesetzt wird, und wie die Banken darauf reagieren.

Die Ausführungen gelten für die Geldmarktzinsen. Der Kapitalmarkt ist dagegen von anderen Faktoren abhängig. Bei längeren Laufzeiten ist aufgrund der Fortführung des Taperings durch die amerikanische Notenbank bereits ein Anstieg der Zinsen für langlaufende Kontrakte gegeben.

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