Das Einstiegsmodell Tagesgeldkonto ist für Banken wichtig

Ein Schlüssel zum Kunden: das Tagesgeldkonto für BankenFür Banken gehört das Zinsgeschäft zum wichtigsten Ertragsgeschäft. Der Zinsüberschuss ist üblicherweise einer der bedeutendsten Posten im Geschäftsbericht bzw. der Bilanz auf der Habenseite eines Kreditinstituts. Und auch für den Kunden ist der Zinssatz oft eine bedeutende Größe bei seiner Entscheidungsfindung für ein Finanzprodukt. Das Tagesgeldkonto nimmt hier auf beiden Seiten eine Schlüsselposition ein.

Zinsüberschüsse werden im Retailgeschäft mit Zinsgeschäften bei Girokonten, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und bei Krediten erwirtschaftet.

Das Tagesgeldkonto hat dabei als Einlagekonto in der Außenwirkung gegenüber dem Kunden eine besondere Funktion. Die Zinssätze für Guthaben auf dem eigenen Girokonto kennen die meisten Kontoinhaber oft nicht, beim Tagesgeldkonto wird dagegen genau auf die Nachkommastelle beim Zins geschaut. Nach goldenen Zins-Jahrzehnten für Banken und Sparer stellen die schwinden Zinsen für beide Parteien eine Herausforderung dar. Während Kreditnehmer auf der Gewinnerseite stehen, befinden sich die Sparer und die Kreditinstitute auf der Verliererseite. Hohe Zinsen sind vermutlich erst in einigen Jahren wieder zu bekommen. Deshalb ist es für Anleger, die maximale Marktzinsen erzielen möchten ganz wichtig, die Angebote in einem aktuellen Tagesgeldvergleich zu analysieren und je nach Präferenz sich aus dem angebotenen Konditionen-Mix das individuell optimale Produkt zu wählen. In Anbetracht der Niedrigzinssituation sollte auch Tagesgeldhopping keine Tabu sein.

Die Banken kämpfen um ihre Zinserträge und um die Kunden. Und es dürfte nicht besser werden. Die Boston Consulting Group prognostiziert in den kommenden Jahren für die Banken schwindende Margen im Privatkundengeschäft (Abbildung 1).

Die Banken kämpfen mit schwindende Margen im Retailbanking

Abb. 1: Die Banken kämpfen im Retailbanking gegen schwindende Margen. Aktuelle DAten und Prognosen der Boston Consulting Gruppe

 

Und das bei zunehmender Konkurrenz, denn inzwischen haben auch die ausländischen Banken den deutschen Kapitalmarkt als lukrativ erkannt. Die Deutschen verfügten  2014 über rund 1 Billion Euro allein als Sichteinlagen. Diese Zahlen werden offiziell von der Bundesbank publiziert und stehen damit allen Interessierten und damit auch den Strategieabteilungen ausländischer Banken zur Verfügung. Die Boston Consulting Group begründet ihren negativen Ausblick mit auch in den kommenden Jahren anhaltend niedrigen Zinsen und dem steigendem Wettbewerbsdruck. Allerdings gibt es auch positive Trends: die Risikorückstellungen haben 2013 gegenüber den Jahren unmittelbar nach Ausbruch der Finanzkrise wieder deutlich abgenommen.

 

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