Die Reisekosten-Pauschalen 2014/2015/2016 bei Tagegeld sind 12 € und 24 €

Es gibt nach dem neuen Reisekostenrecht nur noch zwei Pauschbeträge für TagegeldDer Begriff Tagegeld stammt aus dem Reisekostenrecht und bedeutet die Aufwandsentschädigung für Verpflegungsmehraufwendungen auf Dienstreisen in Deutschland oder im Ausland nach Pauschbeträgen in Abhängigkeit von der Dauer der Abwesenheit vom Dienstort. Wie hoch ist das Tagegeld 2014/ 2015 und 2016?

Bereits am 20. Februar des Jahres 2013 wurde das „Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts“ verabschiedet (§ 2 Abs. 2 BRKG ). Dabei ging es darum, die jeweiligen Vorschriften beim Reisekostenrecht anzupassen und vor allen Dingen auch zu vereinfachen. Das neue Gesetz ist mittlerweile in Kraft. Im Einzelnen sind dadurch Änderungen in verschiedenen Bereichen entstanden, welche im Folgenden erläutert werden. Dabei ist es generell so, dass die vorgenommenen Änderungen die Handhabung bei dem Thema Tagegeld vereinfachen. Darüber hinaus sind die sich ergebenden Änderungen in vielen Fällen sogar positiv für den Reisenden, wenn die Neuerungen entsprechend beachtet werden.

 

Das Reiserecht

Per Definition handelt es sich zunächst bei einer Geschäftsreise um eine Ortsveränderung, die beruflich begründet ist. Das bedeutet, dass sich eine Person während der Dienstreise sowohl außerhalb der eigentlichen Arbeitsstätte als auch außerhalb der eigenen privaten Wohnung befindet.

Im Reiserecht gelten die Geschäftsreisen als sogenannte Individualreisen. Das hat zur Folge, dass für die jeweiligen Verträge rund um die Geschäftsreise die gesetzlichen Ausführungen zur Individualreise gleichlautend Anwendung finden. Wer als Geschäftsreisender unterwegs ist, muss auch die innerbetrieblichen Reiserichtlinien und die arbeitsrechtlichen Vorschriften auf der Dienstreise beachten. Dabei ist auch das Thema Tagegeld ein wichtiger Punkt.

 

Die Pauschalen beim Tagegeld 2014 / 2015/2016

Generell gibt es zwei verschiedene Arten von Pauschalen im Reisekostenrecht. Zum einen gelten die Verpflegungspauschalen und zum anderen die Übernachtungspauschalen. In der Vergangenheit kannte das steuerliche Reisekostenrecht drei unterschiedliche Abrechnungsstufen bei den Verpflegungspauschalen. Durch die Reisekostenreform ist auch die Regelung bei den Pauschalen für die Verpflegung vereinfacht worden.

Daher kommen seit Januar dieses Jahres auch nur noch zwei Pauschalen beim Tagegeld zur Anwendung.

  • So besteht die Möglichkeit ab einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden von zu Hause eine Pauschale in Höhe von zwölf Euro ansetzen (Details & Anwendungen & Beispiele hier: BMF Schreiben Reisekostenrecht)
  • Liegt jedoch eine Dienstreise von mehr als 24 Stunden vor, besteht das Anrecht auf eine Pauschale von 24 Euro.

 

Dies bedeutet zunächst einmal für den Steuerzahler eine Verbesserung gegenüber der alten Regelung vor allen Dingen bei kürzeren Dienstreisen. Das heißt zum Beispiel, dass auch bei einem Beginn der Dienstreise in den Abendstunden für den Tag schon zwölf Euro anzusetzen sind. Darüber hinaus gibt es auch Pauschalen für die Übernachtungskosten, wenn auf einer Dienstreise übernachtet wird. Dabei kann gewählt werden, ob die Pauschale für die Übernachtung geltend gemacht werden soll oder die tatsächlichen Kosten.

 

Tagegeld bei Inland Reise

Befindet sich jemand auf einer Dienstreise im Inland, sind die Regelungen die sich mit dem Verpflegungsmehraufwand beschäftigen durch die Reisekostenreform sehr stark vereinfacht worden. Denn es gibt nur noch zwei Pauschalen, welche zum Tragen kommen können. Das heißt, sobald eine Person mindestens 8 Stunden dienstlich unterwegs ist, besteht ein Anspruch auf den gesetzlichen Spesenpauschalbetrag in Höhe von 12 Euro als sogenanntes Tagegeld.

Um in den Genuss der höheren Pauschale von 24 Euro zu kommen, muss die Dienstreise mindestens 24 Stunden dauern.

Bei einer Übernachtung auf der Geschäftsreise hat der Gesetzgeber nun das Recht vorgesehen eine Pauschale in Höhe von 20 Euro geltend zu machen, falls ein Nachweis der tatsächlichen Kosten nicht möglich ist. Dies könnte zum Beispiel dann der Fall sein, wenn der Reisende bei Freunden übernachtet und aus diesem Grund logischerweise über keine Rechnung verfügt.

 

Ausland Reise Verpflegungsmehraufwand

Tagegeld bei einer Dienstreise ins AuslandAuch während einer Dienstreise im Ausland sind die entsprechenden Regelungen für den Verpflegungsmehraufwand durch die Reform des Reisekostenrechts grundsätzlich vereinfacht worden. Dies ist daran zu erkennen, dass es auch im Ausland seit Januar 2014 nur noch zwei Pauschalen für die Verpflegung gibt.

Denn auch im Ausland unterscheidet das Gesetz nun nur noch zwischen Abwesenheiten von über acht Stunden und von Abwesenheiten, welche länger als 24 Stunden andauern. Allerdings muss im Einzelfall geprüft werden, in welchem Land die Dienstreise vorgenommen wird, denn die Höhe der Pauschale ist von Land zu Land unterschiedlich. Dies liegt daran, dass je nach Reiseland unterschiedliche Kosten für die Verpflegung entstehen und darüber hinaus auch eine Hotelübernachtung in New York einen anderen Preis haben wird als zum Beispiel eine Hotelübernachtung in Costa Rica. Diese Unterschiede werden dadurch auch bei den jeweiligen Pauschalen für die Verpflegung und Übernachtung berücksichtigt.

Hier finden sie die aktuellen Pauschbeträge für die steuerliche Behandlung von Reisekosten und Reisekostenvergütungen bei betrieblich und beruflich veranlassten Auslandsreisen ab 1. Januar 2015

Auslandsreise – Verpflegungsmehraufwand, Reisekosten und Reisekostenvergütungen 2016

Steuerliche Behandlung bei betrieblich und beruflich veranlassten Auslandsreisen ab 01.01.2016: In der Tabelle 1 finden Sie die vom Bundesministerium der Finanzen als Bundesministerium der Finanzen mit BMF-Schreiben vom 19. Dezember (BMF Schreiben vom 9. Dezember 2015 – IV C 5 – S 2353/08/10006, Dok.-Nr.2015/1117215) am 09.12.2015 veröffentlichten Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten für beruflich und betrieblich veranlasste Auslandsdienstreisen, Quelle: bundesfinanzministerium.de

Tab. 1: Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen, Übernachtungskosten bei Auslandsreisen 2016

Land Pauschbeträge Pauschbeträge Pauschbetrag
Verpflegungsmehr- aufwendungen bei einer Abwesenheitsdauer von mindestens 24 h je Kalendertag Verpflegungsmehr- aufwendungen für den An- und Abreisetag sowie bei einer Abwesenheitsdauer von mehr als 8 h je Kalendertag für Übernachtungskosten
Afghanistan 30 20 95
Ägypten 40 27 113
Äthiopien 27 18 86
Äquatorialguinea 36 24 166
Albanien 29 20 90
Algerien 39 26 190
Andorra 34 23 45
Angola 77 52 265
Antigua und Barbuda 53 36 117
Argentinien 34 23 144
Armenien 23 16 63
Aserbaidschan 40 27 120
Australien
– Canberra 58 39 158
– Sydney 59 40 186
– im Übrigen 56 37 133
Bahrain 45 30 180
Bangladesch 30 20 111
Barbados 58 39 179
Belgien 41 28 135
Benin 40 27 101
Bolivien 24 16 70
Bosnien und Herzegowina 18 12 73
Botsuana 40 27 102
Brasilien
– Brasilia 53 36 160
– Rio de Janeiro 47 32 145
– Sao Paulo 53 36 120
– im Übrigen 54 36 110
Brunei 48 32 106
Bulgarien 22 15 90
Burkina Faso 44 29 84
Burundi 47 32 98
Chile 40 27 130
China
– Chengdu 35 24 105
– Hongkong 74 49 145
– Peking 46 31 142
– Shanghai 50 33 128
– im Übrigen 40 27 113
Costa Rica 36 24 69
Côte d’Ivoire 51 34 146
Dänemark 60 40 150
Dominica 40 27 94
Dominikanische Republik 40 27 71
Dschibuti 48 32 160
Ecuador 39 26 55
El Salvador 44 29 119
Eritrea 46 31 81
Estland 27 18 71
Fidschi 32 21 57
Finnland 39 26 136
Frankreich
– Lyon 53 36 83
– Marseille 51 34 86
– Paris 58 39 135
– Straßburg 48 32 89
– im Übrigen 44 29 81
Gabun 62 41 278
Gambia 30 20 125
Georgien 30 20 80
Ghana 46 31 174
Grenada 51 34 121
Griechenland
– Athen 57 38 125
– im Übrigen 42 28 132
Guatemala 28 19 96
Guinea 38 25 110
Guinea-Bissau 24 16 86
Guyana 41 28 81
Haiti 50 33 111
Honduras 44 29 104
Indien
– Chennai 34 23 87
– Kalkutta 41 28 117
– Mumbai 32 21 125
– Neu Delhi 50 33 144
– im Übrigen 36 24 145
Indonesien 38 25 130
Iran 28 19 84
Irland 44 29 92
Island 47 32 108
Israel 56 37 191
Italien
– Mailand 39 26 156
– Rom 52 35 160
– im Übrigen 34 23 126
Jamaika 54 36 135
Japan
– Tokio 53 36 153
– im Übrigen 51 34 156
Jemen 24 16 95
Jordanien 36 24 85
Kambodscha 36 24 85
Kamerun 40 27 130
Kanada
– Ottawa 35 24 110
– Toronto 52 35 142
– Vancouver 48 32 106
– im Übrigen 44 29 111
Kap Verde 30 20 105
Kasachstan 39 26 109
Katar 56 37 170
Kenia 42 28 223
Kirgisistan 29 20 91
Kolumbien 41 28 126
Kongo, Republik 50 33 200
Kongo, Demokratische Republik 68 45 171
Korea 39 26 132
Korea, Republik 58 39 112
Kosovo 26 17 65
Kroatien 28 19 75
Kuba 50 33 85
Kuwait 42 28 185
Laos 33 22 67
Lesotho 24 16 103
Lettland 30 20 80
Libanon 44 29 120
Libyen 45 30 100
Liechtenstein 53 36 180
Litauen 24 16 68
Luxemburg 47 32 102
Madagaskar 38 25 83
Malawi 47 32 123
Malaysia 36 24 100
Malediven 38 25 93
Mali 41 28 122
Malta 45 30 112
Marokko 42 28 105
Marshall Inseln 63 42 70
Mauretanien 39 26 105
Mauritius 48 32 140
Mazedonien 24 16 95
Mexiko 41 28 141
Mikronesien 56 37 74
Moldau, Republik 18 12 100
Monaco 41 28 52
Mongolei 29 20 84
Montenegro 29 20 95
Mosambik 42 28 147
Myanmar 46 31 45
Namibia 23 16 77
Nepal 28 19 86
Neuseeland 47 32 98
Nicaragua 36 24 81
Niederlande 46 31 119
Niger 36 24 70
Nigeria 63 42 255
Norwegen 64 43 182
Österreich 36 24 104
Oman 48 32 120
Pakistan
– Islamabad 30 20 165
– im Übrigen 27 18 68
Palau 51 34 166
Panama 34 23 101
Papua-Neuguinea 36 24 90
Paraguay 36 24 61
Peru 30 20 93
Philippinen 30 20 107
Polen
– Breslau 33 22 92
– Danzig 29 20 77
– Krakau 28 19 88
– Warschau 30 20 105
– im Übrigen 27 18 50
Portugal 36 24 92
Ruanda 46 31 141
Rumänien
– Bukarest 26 17 100
– im Übrigen 27 18 80
Russische Föderation
– Moskau 30 20 118
– St. Petersburg 24 16 104
– im Übrigen 21 14 78
Sambia 36 24 95
Samoa 29 20 57
São Tomé – Príncipe 42 28 75
San Marino 41 28 77
Saudi-Arabien
– Djidda 38 25 234
– Riad 48 32 179
– im Übrigen 48 32 80
Schweden 50 33 168
Schweiz
– Genf 64 43 195
– im Übrigen 62 41 169
Senegal 45 30 128
Serbien 30 20 90
Sierra Leone 39 26 82
Simbabwe 45 30 103
Singapur 53 36 188
Slowakische Republik 24 16 130
Slowenien 30 20 95
Spanien
– Barcelona 32 21 118
– Kanarische Inseln 32 21 98
– Madrid 41 28 113
– Palma de Mallorca 32 21 110
– im Übrigen 29 20 88
Sri Lanka 40 27 118
St. Kitts und Nevis 45 30 99
St. Lucia 54 36 129
St. Vincent und die Grenadinen 52 35 121
Sudan 35 24 115
Südafrika
– Kapstadt 27 18 112
– Johannisburg 29 20 124
– im Übrigen 22 15 94
Südsudan 53 36 114
Suriname 41 28 108
Syrien 38 25 140
Tadschikistan 26 17 67
Taiwan 39 26 110
Tansania 47 32 201
Thailand 32 21 120
Togo 35 24 108
Tonga 32 21 36
Trinidad und Tobago 54 36 164
Tschad 47 32 151
Tschechische Republik 24 16 97
Türkei
– Istanbul 35 24 104
– Izmir 42 28 80
– im Übrigen 40 27 78
Tunesien 33 22 80
Turkmenistan 33 22 108
Uganda 35 24 129
Ukraine 36 24 85
Ungarn 30 20 75
Uruguay 44 29 109
Usbekistan 34 23 123
Vatikanstaat 52 35 160
Venezuela 48 32 207
Vereinigte Arabische Emirate 45 30 155
Vereinigte Staaten von Amerika (USA)
– Atlanta 57 38 122
– Boston 48 32 206
– Chicago 48 32 130
– Houston 57 38 136
– Los Angeles 48 32 153
– Miami 57 38 102
– New York City 48 32 215
– San Francisco 48 32 110
– Washington, D. C. 57 38 205
– im Übrigen 48 32 102
Großbritannien und Nordirland
– London 62 41 224
– im Übrigen 45 30 115
Vietnam 38 25 86
Weißrussland 27 18 109
Zentralafrikanische Republik 29 20 52
Zypern 39 26 90

 

 

Die Verpflegungspauschale

Die Verpflegungspauschale ist dafür gedacht, dass der Mehraufwand für die Verpflegung, der auf einer Dienstreise entsteht, geltend gemacht werden kann. Allerdings ist es dabei in der Regel nicht so, dass die Verpflegungspauschale die Kosten, die tatsächlich anfallen gedeckt werden. Denn am Ende rechnet diese Pauschale auch ein, dass eine Person auch zu Hause gewisse Kosten für die Verpflegung aufbringen müsste. Daher werden diese Kosten, die jemand sowieso hätte nicht erstattet und finden in dem Tagegeld keine weitere Berücksichtigung.

 

 

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