Société Générale Tagesgeld über die deutsche Tochter

 

Societe Generale

Bei der Société Générale handelt es sich um eine der ältesten Geschäftsbanken Frankreichs. Mit der Gründung war die Absicht verbunden, Industrie und Handel in Frankreich zu stärken und zu fördern. Daher lautete der Gründungsname der Bank „Société Générale pour favoriser le développement du commerce et de l’industrie en France“. Dieser umständliche Name wird jedoch schon seit vielen Jahren nicht mehr genutzt und das Kreditinstitut ist weltweit unter der Kurzfassung Société Générale beziehungsweise unter der Abkürzung SG bekannt. Die Geschäftsbank gehört zu den führenden Banken der Welt und ist eines der größten börsennotierten Unternehmen Frankreichs (Auf Xetra unter SOGN.DE zu finden). In Deutschland ist die Bank über ihre Tochter, die GEFA Bank in das Einlagengeschäft in 2012 eingesteigen. Ein Société Générale Tagesgeldkonto und auch Festgeldkonto wird daher vom Mutterkonzern nicht extra angeboten.

 

Die Geschichte der Société Générale

Die Gründung der Bank erfolgte am 4. Mai 1864 in der französischen Hauptstadt Paris. Auch heute noch befindet sich der Geschäftssitz des Kreditinstitutes in Paris. Schon sechs Jahre nach der Gründung existierten 15 Niederlassungen der Bank in Paris sowie 32 weitere Filialen in den Provinzen Frankreichs. Die Bank firmiert in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft, auf Französisch Société anonyme (S.A.). Die Zahl der Aktionäre stieg bis in die 1930er Jahre rapide an, sodass die Geschäftsbereiche der Bank immer weiter ausgedehnt wurden. Neben dem klassischen Privatkundengeschäft kamen der Verkauf von französischen Schuldverschreibungen, die Emission ausländischer Schuldverschreibungen sowie die Kreditvergabe an Unternehmen und an Händler hinzu. Auch die Zahl der Zweigstellen in ganz Frankreich stieg bis zum Jahr 1930 auf fast 900 an. Im Jahr 1945 erfolgte die Verstaatlichung der Bank. Auch als Staatsbank zeichnete sich die Société Générale durch ihre erfolgreiche Geschäftsführung und durch weltweite Expansionen aus. Daher erfolgte am 29. Juli 1987 die erneute Privatisierung der Bank, die aufgrund der hervorragenden Produktivitätsquote, der guten Eigenkapitalquote und des vorausblickenden Risikomanagements vorgenommen wurde.

 

Die Geschäftsbereiche der Bank

Seit der Privatisierung im Jahr 1987 hat sich die Société Générale vor allem auf drei große Geschäftsbereiche konzentriert. Diese Bereiche unterteilen sich in:

  • Privatkundengeschäft
  • spezialisierte Finanzdienstleistungen
  • Investment Management

Die Bedeutung des weltweiten Privatkundengeschäfts unterstreicht die Bank durch die Übernahme zahlreicher ausländischer Kreditinstitute, wie zum Beispiel in Deutschland die Hanseatic Bank in Hamburg. In Frankreich wurde schon im Jahr 1997 das Konkurrenzunternehmen Crédit du Nord übernommen. Weltweit ist die Bank in fast achtzig Ländern aktiv und mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter arbeiten in Geschäftsstellen und Tochterunternehmen außerhalb Frankreichs.

Zu den spezialisierten Finanzdienstleistungen zählen zum Beispiel Autokredite sowie Leasingangebote für Fahrzeuge, für Maschinen und für weitere Investitionsgüter. Auch das Management einer kompletten Fahrzeugflotte, verschiedene Versicherungsprodukte für Unternehmen und für Privatpersonen sowie Immobilienentwicklung und Immobilienmanagement werden als spezielle Finanzdienstleistungen angeboten.

Das Investment Management stellt einen weiteren sehr wichtigen Geschäftsbereich der Bank dar. Das zeigt sich auch darin, dass im Jahr 2004 mit der SG Global Investment Management and Services GIMS und mit der SG Global Securities Services for Investors GSSI zwei separate Tochtergesellschaften gegründet wurden, die exklusiv für das Investment Management zuständig sind. Neben der Anlageberatung werden den Kunden auch Dienstleistungen zu weltweiten Derivaten und Effekten angeboten. Für Firmenkunden erstellt die SG Corporate and Investment Banking Angebote zum Börsengang, zur Emission von Anleihen oder zur Übernahme eines Konkurrenzunternehmens.

 

Société Générale in Deutschland

In Deutschland ist die Bank mit folgenden neun Unternehmen vertreten:

Société Générale Corporate & Investment Banking (SG CIB) Geschäftsbereiche strukturierte Finanzprodukte, Derivate und Eurokapitalmärkte
Société Générale Security Services (SGSS), vertreten durch die SGSS Deutschland Kapitalanlagegesellschaft mbH und durch die SGSS Fund Distribution Services (FDS) Dienstleistungen im Bereich Wertpapiere für institutionelle Anleger
ALD Automotive Deutschland Auto-Leasing und Flottenmanagement
Société Générale Equipment Finance, vertreten durch die GEFA Gesellschaft für Absatzfinanzierung mbH, durch die GEFA Bank, Wuppertal und durch die GEFA-Leasing GmbH Finanzierungsprodukte für Gewerbekunden; GEFA-Bank Tagesgeld und Festgeld für Privatkunden
OnVista Group Online-Broker, der auch unabhängige Finanzinformationen anbietet
Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH (BDK) Leasing und Finanzdienstleistungen im Kfz-Gewerbe
Hanseatic Bank, Hamburg Privatbank
SOGEPROM Gruppe, vertreten durch die EUROPARC GmbH Immobilienentwicklung und Immobilienmanagement
Société Générale Insurance Versicherungsgesellschaft

 

Société Générale Tagesgeld & Festgeld über deutsche Töchter

Durch die deutschen Gesellschaften werden hauptsächlich die Geschäftsbereiche Konsumentenkredite, Versicherungen, Leasing, Online-Wertpapierhandel, Investitionsfinanzierungen, Dienstleistungen für Investoren, Investment Banking sowie Dienstleistungen im Wertpapierbereich wie Aktien abgedeckt.

Privatkunden können in Deutschland nicht direkt bei der Société Générale Tagesgeld oder als Festgeld anlegen, sondern nur über deren deutsche Gesellschaften die GEFA-Bank und die Hanseatic Bank. Die Hanseatic Bank bietet auch erfolgreich Kreditkarten an. Außerdem bietet die Hanseatic Bank Sparbriefe zur Geldanlage an und sie ermöglicht den Privatkunden die Aufnahme eines Immobiliendarlehens oder die Beantragung einer VISA-Kreditkarte.

 

 

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