Jetzt auch die Risikokontrolle für die Tagesgeldanlage

Das Risiko auch bei einer Tagesgeldanlage beachten

Sparer und Anleger, die ihr Geld als Sichteinlage oder Termineinlage anlegen, sorgten sich bisher vor allem um erträgliche Zinsen, die möglichst über der Inflationsrate liegen sollten.

Ab 2014 werden sich auch Tagesgeldanleger zusätzlich mit dem Risikomanagement ihres Investments beschäftigen müsse.

 

War bisher vielleicht noch ein Blick auf die Einlagensicherung der kontoführenden Bank wichtig, was aber schnell durch einen Blick auf einen Tagesgeldkonto Vergleich bzw. Festgeld Vergleich erledigt werden konnte, geht es jetzt auch um die Risikokontrolle:

Die Finanzkrise um die zypriotischen Banken im Sommer 2013 hat den ersten Vorgeschmack auf einen Paradigmenwechsel bei der EU im Umgang mit der Abwicklung und Sanierung von maroden Banken gegeben. Erstmals wurden Einlagen ab 100.000 Euro mit zur Sanierung betroffener Banken herangezogen. Es waren zunächst sogar geringe Guthaben im Gespräch, auf Druck aus der Bevölkerung, den Banken und der Wirtschaft wurde aber die Grenze dann doch bei 100.000 Euro gesetzt. Was zunächst als einmalige Ausnahme dargestellt wurde, wird vermutlich ab 2014 gesetzlich verankert werden. Denn mit der Realisierung der Bankenunion wird auch die Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten umgesetzt.

 

Für Anleger, die mehr als 100.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto bei einer Bank halten, ist ein Risikomanagement gefragt. Ob dies auch für geringere Beträge nötig ist, sollte jeder Anleger selbst entscheiden. Eine alte Börsenregel lautet: „nicht alle Eier in einen Korb“. Aufgrund der Entwicklungen im Finanzbereich und den Reaktionen der politischen Entscheidungsträger, insbesondere aber der neuen Weichenstellung der EU nach der Zypern-Affäre, sollten auch Tagesgeldeinlagen ab fünfstelligen Beträgen gestreut werden.

 

Darüber kommt der Bonität der Bank eine noch größere Bedeutung als bisher zu

Bei bonitätsstarken Banken ist eine Insolvenz oder Schräglage weniger wahrscheinlich als bei solchen mit ungenügender Bonität. Ein Hinweis sind diesbezüglich die offerierten Zinsen: Banken mit hoher Bonität können sich an den Kapitalmärkten zu niedrigeren Zinsen Kapital beschaffen als solche mit geringerer Bonität. Anleger sollten daher bei Tagesgeldangeboten mit außergewöhnlich hohen Tagesgeldzinsen Vorsicht walten lassen. Die Bonität von Banken wird regelmäßig von den großen Ratingagenturen veröffentlicht.

 

Zusammenfassung: Tagesgeldanleger sollten aufgrund der neuen EU Vorgaben größere Beträge auf mehrere Banken verteilen, wobei nur Kreditinstitute mit einer möglichst hohe Bonität in Betracht gezogen werden sollten.

 

 

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