RCI Banque S.A.

RCI Banque

Die RCI Banque, wie sich aus dem Namen ableiten lässt, ein Unternehmen mit französischen Wurzeln, wirkt eher im Hintergrund und ist vom Namen her in Deutschland nicht wirklich ein Begriff. Bekannter ist das Institut unter der Bezeichnung Renault Bank, im Original Renault Credit International S.A.. In Deutschland ist das Unternehmen bereits seit 1947 aktiv und zählt damit zu den ältesten Autobanken in der Bundesrepublik.

 

RCI Banque mit wechselvoller Geschichte

Die RCI Banque als Mutterhaus der deutschen Niederlassung Renault Bank  hat eine, wie in der Finanzbranche üblich, von Fusionen und Übernahmen geprägte Geschichte hinter sich. 1974 in Frankreich als Société Financiere de Renault gegründet, erfolgte 1990 die Fusion mit DIAC S.A., einem seit 1924 im Sektor Autofinanzierung tätigen Institut. Im Jahr 2001 erfolgte Umbenennung in RCI Banque. DIAC operiert seit dem als Tochterunternehmen.

Im Gegensatz zu deutschen Autobanken haben sich RCI und die Renault Bank bislang ausschließlich auf das Finanzierungs-, Leasing- und KFZ-Versicherungsgeschäft konzentriert. Einlagen oder gar das Vollbankgeschäft werden nicht angeboten. Der Marktanteil in Europa beträgt zusammen mit der Peugeot-Bank zehn Prozent. RCI ist damit nach der Fiatbank und der Volkswagenbank auf Platz drei in Europa. Neben Niederlassungen in der EU ist das Unternehmen auch in Argentinien, Mexiko, Russland, Brasilien, Kolumbien, Süd-Korea, Marokko, der Türkei, Algerien und der Ukraine mit Zweigniederlassungen vertreten. Ebenfalls unter dem Dach der RCI Banque befindet sich seit der Kooperation mit Nissan die deutsche Niederlassung Nissan Bank.

 

Fehlendes Einlagengeschäft macht Mittelbeschaffung über Anleihen notwendig

Während die deutschen Autobanken durchgängig Tagesgelder und Festgelder als günstige Möglichkeit der Refinanzierung und Kundenbindung für sich entdeckt haben, ist die RCI Banque erst im Jahr 2012 in Frankreich mit einem ZESTO getauften Einlagenprodukt für ausgewählte Kunden an den Markt. Vor diesem Hintergrund entfällt in Deutschland und beispielsweise Österreich aktuell das Thema der Einlagensicherung für die in Neuss ansässige deutsche Zweigniederlassung. Allerdings ist die Platzierung von Einlagegeschäft auch in Deutschland geplante. Ein Beispiel für eine aktuelle Refinanzierung ist die Renault-Anleihe WKN A1ANEW mit einem Koupon von sechs Prozent pro Jahr. Trotz eines Ratings von nur Ba1 durch Moody’s rentiert das Papier, welches eine Laufzeit von 2009 bis 2014 hat, aktuell nur mit 2,38 Prozent. Stückzinsen werden mit Datum 15. Februar 2013 mit 2,038 berechnet.

In Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 360 Beschäftigte und ist in vier Vertriebsdirektionen aufgegliedert. Der Versicherungsbereich wird von einem eigenen Tochterunternehmen betrieben, welches wiederum mit der deutschen Tochter eines britischen Versicherers kooperiert. Neben der Finanzierung von Renault-Fahrzeugen werden auch Autos des Tochterunternehmens Dacia finanziert. Dabei steht die Neuwagenfinanzierung natürlich im Vordergrund. Im Rahmen der Geschäftspolitik werden aber natürlich auch Gebrauchtfahrzeuge finanziert. Zur Auswahl steht bei der Finanzierung ein klassischer Ratenkredit, Leasing oder eine Ballonfinanzierung.

 

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