Ratgeber rund um das Tagesgeld
Wer auf der Suche nach einer guten Verzinsung für sein Geld ist, landet früher oder später beim Tagesgeld. Im Vergleich zu den Bankangeboten bei Girokonten oder Kreditkarten sind die Konditionen zwar wesentlich übersichtlicher, doch das eine oder andere sollte bei der Wahl eines Tagesgeldkontos doch beachtet werden.
Der Tagesgeldzinssatz ist wichtig, die Sicherheit die die Bank auf die Einlagen gewährt ist eigentlich noch wichtiger. Bei marktunüblich hohen Tagesgeld Zinsen ist Vorsicht geboten!
Tipps für Tagesgeld
1. Die Einlagensicherung
An erster Stelle sollte bei allen Überlegungen die Sicherheit stehen, denn was nützten hohe Tagesgeldzinsen, wenn die Bank Pleite geht und das Gesparte futsch ist. Hier erfahren Sie mehr über die Einlagensicherheit bei Tagesgeld.
Tagesgeld Vergleich
2. Zinssatz
Je höher die Zinsen, desto höher die Rendite. In der Finanzwelt gilt allerdings der Grundsatz: Höhere Rendite geht mit höherem Risiko einher. Denn je schlechter die Bonität von Banken oder Kreditnehmern ist, desto mehr Zinsen müssen Sie am Kapitalmarkt zahlen um sich Kapital zu besorgen. Bei marktunüblichen Zinsangeboten, aktuell ist das sicherlich bei über 3% Tagesgeld Zinsen der Fall, sollte das Angebot genau geprüft werden. Ein Ausnahme davon stellen zeitlich befristete Sonderangebote dar, die oft mit der Eröffnung von einem Girokonto oder Depot verbunden sind. Darüber hinaus gibt es zeitlich befristete Lockangebote.
Tipp der Redaktion: solide Banken, die in der Vergangenheit einen relativ guten Zins für Tagesgeld gezahlt haben und zwar unabhängig ob es sich um neue Kunden oder Bestandskunden handelte, sollten besonders in die engere Wahl kommen.
Lohnt sich Tagesgeldhopping

Ob sich Tagesgeldhopping lohnt, ist eine entscheidende Frage, die sich wohl jeder Tagesgeld-Interessent stellen dürfte. Eine pauschale Auskunft lässt sich diesbezüglich jedoch nicht tätigen. Grundsätzlich ist die Rentabilität eines Anbieterwechsels von unterschiedlichen Faktoren abhängig.
Ein entscheidender Faktor ist selbstverständlich der Zins. Die Zinsen beim Tagesgeld können von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sein, eine Regelung bzw. Vorgabe bzgl. der Tagesgeldzinsen gibt es nicht. Demnach können Anbieter ihre Tagesgeldzinsen individuell gestalten. Bevor man einen Wechsel vornimmt, sollte man als Verbraucher die Entwicklung des Zinses beim Anbieter beachten, so lässt sich eine Prognose bzgl. des Zinsverlaufs erzielen. Grundsätzlich ist der Wechsel nur dann zu empfehlen, wenn der Tagesgeldzins deutlich den Zins beim bisherigen Anbieter überschreitet. Wichtig ist es, auf die Zinsgarantie zu achten. Die Zinsgarantie ist eine verbindliche Gewährleistung des Tagesgeldanbieters einen vorgegebenen Zins über einen bestimmten Zeitraum zu halten. Innerhalb von diesem Zeitraum darf der Anbieter eine Zinsänderung nur zu Gunsten des Verbrauchers vornehmen, sprich die Zinsen auf das Tagesgeld erhöhen. Eine Senkung des Zinses ist innerhalb der Zinsgarantie ist nicht zulässig.
Neben dem Zins sollte man auch die Verzinsung berücksichtigen. Die Verzinsungsabstände sind entscheidend, wenn es darum geht den Zinseszinseffekt zu definieren. Der Zinseszinseffekt stellt sich automatisch ein, immer dann, wenn das Guthaben verzinst wird. Geringe zeitliche Abstände sorgen dafür, dass der Zinseszinseffekt ansteigt und die Anlagerentabilität expotenziell ansteigt.
Geht man der Frage nach – “Lohnt sich Tagesgeldhopping?” – sollten auch die Prämien der Anbieter nicht außer Acht gelassen werden. Sie stellen den wichtigsten Grund da, warum viele Anleger einen Anbieterwechsel vornehmen. Die Prämiensysteme vieler Banken sind besonders attraktiv gestaltet. Geht man beispielsweise von einer Prämie von 50 Euro aus, müsste man eine Anlagesumme von 2000 Euro zu 2,5% ein Jahr anlegen, um den gleichen Effekt zu erzielen. Das Beachten der Tagesgeldprämien ist daher vor allem für Personen entscheidend, die nur geringe Anlagesummen platzieren möchten. Jedoch sollten auch hier die Bedingungen berücksichtigt werden, die einen Prämienbezug voraussetzen. Nicht selten muss ein bestimmter monatlicher Geldeingang oder eine Einmalzahlung erfolgen.
Autor: | Stand: 29. Juli 2012

