Folgt auf Quantitative Easing nun Quantitative Tightening?

Der Welt könnte eine Liquiditätsabnahme, Quantitative Tightening, drohenSteht die Welt vor einem Turnaround bei der Liquidität? Die Deutsche Bank geht in einem Szenario von „Quantitative Tightening“ aus. Also die Umkehr des bisherigen „Quantitative Easing“, eine weltweite Abnahme von Liquidität.

Der VDAX New erlebt mit Werten über 30 Punkte ein ungeahntes Comeback. Die Märkte sind hochnervös. Chinas Aktienkurse schmelzen wie Schnee in der Sonne genau wie die Indizes an den Rohstoffmärkten. Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum werden gesenkt. Durch überbordende Liquidität wurden Höchststände erreicht, versiegt diese Quelle nun muss gar mit einem „Quantitative Tightening Zeitalter“ gerechnet werden?

gültige Formeln?
Quantitative Easing=1/Quantitative Tightening oder

reality* Quantitative Easing ≠ new reality*Quantitative Tightening

 

Quantitative Easing als Treibsatz für Wirtschaft und Börsenkurse

Nach der Finanzkrise haben die Notenbanken die Wirtschaft und die Börsen durch massive Zinnsenkungen und durch sehr große Geldmengen, die in die Finanzmärkte gepumpt wurden vor dem Kollaps bewahrt. Allerdings ohne die Ursachen der Krise zu beheben. Als Nebeneffekt stiegen durch das als Quantitative Easing bezeichnete Anleiheankaufprogramm der amerikanischen Notenbank (FED) (übersetzt etwa: monetäre Lockerung) die Preise für viele Assetklassen sehr stark an. Einige Analysten sprechen von Vermögenspreisblasen bei Aktien, Immobilien und Anleihen. Bei Anleihen hat es bereits ein erstes Entweichen von Luft aus der Blase gegeben.

 

Quantitative Tightening die neue Realität?

Die Deutsche Bank hat den Begriff Quantitative Tightening geprägt. Die Bank gibt an, nach 2000 seien rund 10 Billionen US Dollar von den Notenbanken an Liquidität in die Kapitalmärkte geflossen. Die FED hat inzwischen ihr QE Programm eingestellt. Die chinesische Notenbank muss ihre Devisenreserven angreifen und hat inzwischen rund 5% zur Stützung des Renminbi aufwenden müssen. Liquidität könnte knapp werden und zum Einbruch vieler Assetpreise führen, analysiert und spekuliert Zero Hedge, wie auch die Deutsche Bank.

Fest steht: Im Fall eines globalen Rezession haben die Notenbanken kaum noch Eingriffsmöglichkeiten: Die Zinsen sind bei null oder nahe bei null. Noch mehr Liquidität würde nur die Vermögenspreisblasen weiter nach oben treiben.

Fazit: Wir befinden uns in einer Kapitalmarktordnung, die vor einer Wende steht. Die großen Kursauschläge bei Öl, Aktien könnte eine Transformation ankündigen, die den jahrelangen Boom der Aktienmärkte beendet. Der Rückgang der Liquidität, Quantitative Tightening, könnte auch den Zinsmarkt durcheinander wirbeln und für steigende Renditen bei Anleihen und damit auch der Geldmarkt- und Kapitalmarktzinsen sorgen. Engagements zur Geldanlage sind in dieser Situation ganz besonders auf mögliche Risiken zu prüfen. Cash auf einem Tagesgeldkonto könnte eine weitere Renaissance erleben.

Hashtag #Quantitative-Tightening

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