Nissan Bank: Autofinanzierung kein Tagesgeld oder Festgeld

Nissan Bank

Seit 1999, dem Beginn der Kooperation zwischen Renault und Nissan, wurden die Geschäftsanteile der Nissan Bank sukzessive auf die RCI Banque S.A., die Bank des Automobilherstellers Renault, übertragen. Zwar firmiert die Nissan Bank noch unter ihrem eigenen Namen, verfügt auch über einen eigenen Internetauftritt, jedoch wird das gesamte Geschäft über die Niederlassung der Renault Bank in Neuss abgewickelt.

 

Produktangebot identisch mit Renault Bank

Die Übernahme der Geschäftstätigkeit der Nissan Bank in Deutschland durch die Renault Bank führte auch dazu, dass die Produktwelten komplett harmonisiert wurden. Ebenso wie das französische Institut bietet auch die ehemals japanische Autobank keinerlei Einlagengeschäft an, sondern fokussiert sich ausschließlich auf die Bereiche Kredit, Leasing und Versicherung. Dabei spielt im Sektor Darlehen nicht nur die Neuwagenfinanzierung eine Rolle. Gebrauchtwagen werden ebenfalls finanziert, als Service bietet die Nissan Bank einen speziellen Gebrauchtwagenmarkt auf ihrer Homepage an. Neben der Finanzierung für das Auto an sich können Nissan-Fahrer auch nachträglich ab einer Kreditsumme von 500 Euro die Dienste des Institutes in Anspruch nehmen.

Gegenstand ist dabei die Finanzierung einer Nachrüstung des Fahrzeuges mit Originalbauteilen, beispielsweise der nachträgliche Einbau einer Klimaanlage. Neben dem klassischen Ratenkredit für die Autofinanzierung bietet das Institut aus Neuss darüber hinaus die in der KFZ-Finanzierung weitverbreitete Variante der Ballonfinanzierung an. Analog zum Serviceangebot der französischen Schwester können potenzielle Autokäufer mithilfe eines Budgetplaners ermitteln, welches Fahrzeug in welcher Ausstattung finanzierbar ist. Ebenfalls von der Renault Bank wurde das Prinzip, unterschiedliche Konditionen für unterschiedliche Modelle, übernommen. Ein einheitlicher Zinssatz wird nicht angeboten.

 

Nissan Bank hielt nach wie vor an Kreditgebühren fest

Aufgrund eines Prozesses im Jahr 2012 vor dem Amtsgericht Neuss erstattete die Bank eine im Jahr 2009 berechnete Kreditgebühr ohne Schuldanerkenntnis an einen Kunden zurück. Mit der Verweigerung des Schuldanerkenntnisses stellt sich das Unternehmen gegen neun Oberlandesgerichte, die zwischenzeitlich die Berechnung einer Kreditbearbeitungsgebühr für rechtswidrig erklärt hatten. Auf der Homepage verweist die Bank in ihrem „Bank ABC“ unter dem Stichwort Kreditkosten darauf, dass diese den Nominalzins und die Bearbeitungsgebühr beinhalten. Offensichtlich stellt sich das Institut immer noch gegen die aktuelle Rechtsprechung und setzt auf die Unkenntnis der Verbraucher, sollte diese Praxis immer noch Anwendung finden und die Homepage lediglich nicht korrigiert worden sein.

Die Nissan Bank unterhält ihr Bankkonto bei der Commerzbank.

 

Tipp: Einfach noch ein oder zwei alternative Finanzierungsangebote über einen Autokreditvergleich einholen