Junge Finanzdienstleister bieten grenzüberschreitende Sparanlagen

junge Finanzdienstleister bieten grenzenlose SparanlagenAngesichts der bescheidenen Zinssituation in Deutschland, interessieren sich immer mehr Sparer für eine Geldanlage im Ausland. Doch war es lange Zeit fast unmöglich, bei nicht in Deutschland ansässigen Instituten Tages- oder Festgeldkonten zu eröffnen. Junge Finanzdienstleister bauen diese Hürden aber immer weiter ab.

Ob Tschechien, Polen, Kroatien oder Portugal – in den meisten EU-Staaten sind die Sparzinsen wesentlich höher als hierzulande. Der Hauptgrund hierfür ist das höhere Wirtschaftswachstum in diesen Ländern. Viele klein- und mittelständische Unternehmen benötigen Kredite, im Gegenzug verzeichnen die Banken einen hohen Refinanzierungsbedarf. Einen Teil der Refinanzierung realisieren die Institute durch die Spareinlagen privater Anleger. Längst haben sie dabei auch Sparer aus wohlhabenden Ländern wie Deutschland im Blick. Mit höheren Zinsen wird aktiv um die Ersparnisse der Deutschen geworben.

Seine Ersparnisse in Tagesgeld oder Festgeld bei Auslandsbanken anzulegen, war bis vor kurzem jedoch noch sehr kompliziert bis unmöglich. Als williger Anleger musste man persönlich bei der ausländischen Bank erscheinen, um ein Konto eröffnen zu können. Die entsprechenden Formulare waren meist ausschließlich in der jeweiligen Landessprache vorhanden. Sprachbarrieren verhinderten die zielführende Kommunikation mit dem Bankpersonal. Und selbst wenn die Kontoeröffnung letztlich doch zu Stande kam, fehlte der nötige Kundendienst für alle Fragen vor Ort in Deutschland.

Die Mehrheit der deutschen Sparer schreckte ob dieser Hürden vor einer Anlage im Ausland zurück. Da änderte auch die Tatsache wenig, dass die Europäische Union im Nachfeld der Finanzkrise vieles unternahm, um eben speziell auch die Vorbehalte gegenüber einer Auslandsanlage abzubauen. Durch die Harmonisierung der Europäischen Einlagensicherung gilt seit Ende 2010 zwar EU-weit der Grundsatz, dass Sparguthaben privater Anleger auf Tages-, Festgeld- und Girokonten bis 100.000 Euro durch nationale Einlagensicherungsfonds geschützt werden müssen. Aber was bringt Sicherheit, wenn das Anlegen mit so vielen Hindernissen verbunden ist!?

 

Online-Anbieter bringen hohe Zinsen nach Deutschland

Doch diese Hindernisse für deutsche Anleger lösen sich seit knapp zwei Jahren immer weiter auf. Mittlerweile haben sich eine Reihe von jungen Finanzdienstleistern in Deutschland etabliert, die die einfache Geldanlage in unseren EU-Nachbarländern ermöglichen. Einer dieser Dienstleister ist das Berliner Unternehmen Savedo.

Savedo kooperiert mit Banken aus Tschechien, Kroatien oder Portugal und macht deren Sparprodukte über die eigene Online-Plattform deutschen (und österreichischen) Sparern zugänglich. Ansprechpartner für den Kunden sind nicht die jeweiligen Banken im Ausland, sondern ausschließlich Savedo. Die benötigten Kontounterlagen werden in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt, im Bedarfsfall bietet ein deutschsprachiger Kundenservice Unterstützung an, und alle Überweisungen werden über das innovative Online Banking von Savedo abgewickelt.

Das Savedo-Geschäftsmodell wird von Kunden in Deutschland und Österreich dankbar angenommen: Seit Start im Dezember 2014 hat das Unternehmen in den ersten acht Monaten seiner Geschäftstätigkeit über 100 Millionen an Kundengeldern auf Festgeldkonten im EU-Ausland vermittelt. Neben den Sparzinsen von aktuell bis zu 2,5% p.a. sind es vor allem die Sicherheitssysteme, die eine Anlage mit Savedo attraktiv machen. So arbeiten die Berliner ausschließlich mit EU-Banken zusammen und ermöglichen nur Anlagen bis 100.000 Euro, damit alle Sparanlagen auch gemäß EU-Einlagensicherung garantiert sind.

 

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