Mehrwertsteuer Rechner

Kein Verbraucher kommt an ihr vorbei. Die Rede ist von der Mehrwertsteuer. Dabei handelt es sich um eine Besteuerung der Wertschöpfung im Dienstleistungs- oder Produktionsprozess und ist eine der Haupteinnahmequellen des Staates. Aktuell gelten in der Bundesrepublik zwei MwSt Sätze, 7 und 19 Prozent, die jeweiligen Netto- und Brutto-Beträge aus Rechnungen können Sie mit unserem Mehrwertsteuer Rechner sofort online ermitteln. Während der Steuersatz von sieben Prozent als ermäßigter Steuersatz bezeichnet wird, gelten 19 Prozent als „normaler“ Steuersatz. Die Logik, welche sich dahinter verbirgt, ist nur den wenigsten Verbrauchern, aber auch Politikern, geläufig. Es existiert auf schlüssiger Grundlage eigentlich keine. Grundsätzlich werden Druck-Erzeugnisse, Grundnahrungsmittel und künstlerische Tätigkeiten mit dem ermäßigten Steuersatz belegt. Erstmalig wurde die Mehrwertsteuer in Deutschland im Jahr 1916 als Zusammenfassung verschiedener Einzelsteuern eingeführt. Der damalige Satz betrug lediglich 0,5 Prozent.

 

Mehrwertsteuer berechnen: 7% oder 19% Mehrwertsteuersatz

Stimmt die Rechnung mit den ausgewiesenen Brutto- und Nettobeträgen? Sie sind im Ausland und möchten schnell die Mehrwertsteuer für einen Betrag ermitteln, oder sitzen an der Umsatzsteuervoranmeldung? Mit unserem Mehrwertsteuer Rechner können Sie die Mehrwertsteuer berechnen –schnell, unkompliziert und online. Es werden keinerlei Daten gespeichert!

 

Bitte genau einen Wert angeben:
Netto:
MwSt.-Betrag:
7%   19%
Brutto
 

 

Die Vorgehensweise ist völlig einfach. Entweder wird der Bruttobetrag eingegeben und der zugrunde liegende Mehrwertsteuersatz angeklickt. Ausgewiesen werden jetzt der Nettobetrag und die berechnete Mehrwertsteuer. Wer wissen möchte, wie hoch ein Bruttobetrag sein wird, gibt den Nettowert an und ebenfalls den zugrunde liegenden Mehrwertsteuersatz. Der Rechner ist darüber hinaus sinnvoll, wenn Einkäufe im Ausland getätigt werden. Deutschland hat bei Weitem nicht den höchsten Mehrwertsteuersatz. Liegt dieser Satz im Ausland über dem der Bundesrepublik, können sich Verbraucher den Anteil, welcher 19 Prozent übersteigt, wieder zurückerstatten lassen.

 

Unterschiedlicher Ansatz bei Privatpersonen und Unternehmern

Die Mehrwertsteuer berechnen

Während Privatpersonen die Mehrwertsteuer bezahlen müssen und nichts gegenrechnen können, sind Selbstständige und Unternehmen in der Lage, selbst erhaltene Mehrwertsteuer mit der auf Geschäftsausgaben anfallenden Mehrwertsteuer, zu verrechnen. Im Rahmen der Umsatzsteuererklärung muss dann der erhaltene Betrag an das Finanzamt abgeführt werden, respektive es erfolgt eine Umsatzsteuerrückerstattung, falls mehr Steuern gezahlt als eingenommen wurden. Für Unternehmer stellt die Mehrwertsteuer einen durchlaufenden Posten dar.

Allerdings muss auch Umsatzsteuer entrichtet werden, wenn der Unternehmer vom Eigenverbrauch profitiert. Wer aus seinem Warenbestand selbst Waren verwendet, muss auf den theoretischen Verkaufspreis Mehrwertsteuer abführen. Wer eine Ware kauft, erhält eine Rechnung. Auf dieser Rechnung sind der Nettopreis, die Mehrwertsteuer und der Bruttopreis der Ware ausgewiesen. Die Kennzeichnung der Ware im Laden erfolgt allerdings nur zum Bruttopreis.

 

Kleinunternehmer sind von der Umsatzsteuer befreit

Wer als Kleinunternehmer im Vorjahr einen Umsatz von 17.500 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr die Grenze von 50.000 Euro nicht erreicht, ist von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Das bedeutet, dass er seinen Kunden keine Umsatzsteuer in Rechnung stellt, aber auch keine selbst gezahlte Mehrwertsteuer zurückfordern kann. Diese Kleinunternehmerregelung muss jedoch auf der Rechnung explizit ausgewiesen sein. Sicher möchte manch ein Verbraucher einmal nachrechnen, ob die von der Werkstatt manuell erstellte Rechnung auch den richtigen Mehrwertsteuerbetrag enthält. Die Entscheidung, von dieser Regelung Gebrauch zu machen, sollte aber gut überlegt sein. Gerade in der Gründungsphase eines Unternehmens fallen häufig hohe Investitionskosten an, welche die Einnahmen übersteigen. In diesem Fall würde die zurückerstattete Mehrwertsteuer ein hübsches Zusatzeinkommen ausmachen.

 

Wann die Umsatzsteuerfreiheit greift

Nicht alle Dienstleistungen oder Produkte sind in Deutschland mit Mehrwertsteuer belegt. So sind beispielsweise Leistungen durch Pflege- und Heilberufe mehrwertsteuerfrei. Gleiches gilt für Versicherungen. Die Prämie für Sachversicherungen beinhaltet zwar die Versicherungssteuer, Versicherungsvermittler sind jedoch nicht umsatzsteuerpflichtig. Lieferungen und Leistungen für einen Empfänger mit Sitz im europäischen Ausland lösen ebenfalls keine Steuerpflicht aus.

Wie wichtig die Mehrwertsteuer ist, zeigte sich in den Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD im Rahmen der letzen Koalition. Während die Union eine Erhöhung von zwei Prozent vorschlug, verlangte die SPD nur eine Erhöhung um ein Prozent. Am Ende einigte man sich auf drei Prozent.

 

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