Der Bildungskredit – nicht nur BAföG-Alternative, sondern Ergänzung

Eine Ausbildung an einer Hochschule kostet Geld. Viele angehende Akademiker könnten das Studium ohne die staatliche Unterstützung in Form von BAföG kaum absolvieren. In vielen Fällen ist die Gewährung jedoch grenzwertig, da die Leistungen für BAföG von den Einkommensverhältnissen der Eltern abhängig sind. Auch wenn diese objektiv keinen Anspruch auf die staatliche Unterstützung bedingen, ist subjektiv ein Fremdmittelbedarf vorhanden. In dieser Situation greift der Bildungskredit der Bundesrepublik Deutschland.

 

Studienkredit: Vergabe nicht von Einkommensverhältnissen abhängig

Studentenkredit

Das Positive am Bildungskredit ist, dass er nicht von den Einkommensverhältnissen der Eltern oder des Ehepartners abhängig ist, sondern grundsätzlich beantragt werden kann. Das Darlehen wird in einer Höhe zwischen 1.000 und 7.200 Euro zur Verfügung gestellt.

Darlehensgeber ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), weshalb auch vom Studienkredt KfW gesprochen wird. Begünstigte sind nicht nur Studenten, sondern auch Schüler und Absolventen einer zweiten Ausbildung und Teilnehmer an in- und ausländischen Praktika. Der Zinssatz, von der Bundesrepublik garantiert, beträgt nominal 1,45 Prozent p. a., effektiv sogar nur 1,44 Prozent.

Die Auszahlung erfolgt in 24 Monatstranchen in Höhe von 100, 200 oder 300 Euro. Auf Wunsch kann zur Bezahlung einer einmaligen, größeren Anschaffung, beispielsweise eines hochwertigen Computers, auch eine Einmalzahlung bis zu einer Höhe von 3.200 Euro gewählt werden. Die Rückzahlung des Darlehens beginnt vier Jahre nach Auszahlung der ersten Rate und beläuft sich auf 120 Euro monatlich. Sondertilgungen sind jederzeit ohne Kosten möglich. Nach der Darlehensbewilligung sind keine weiteren Leistungsnachweise mehr notwendig. Der Bildungskredit stellt keine Alternative zum BAföG dar, sondern kann jederzeit zusätzlich in Anspruch genommen werden. Vor dem Hintergrund des extrem niedrigen Zinssatzes und der flexiblen Rückzahlungsmodalitäten bietet sich hier eine echte Lösung bei einem finanziellen Engpass.

 

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Studentenkredite als weitere Option

Neben BAföG und Bildungskredit gibt es noch eine weitere Option, das Studium zu finanzieren. Die Rede ist von Studentenkrediten. Diese werden nicht von allen Banken begeben, zu nennen sind an dieser Stelle die Sparkassen, die KfW, DKB und die Deutsche Bank PGK AG. Die Kreditzinsen, obwohl immer noch vergleichsweise günstig, liegen mit Aufwendungen zwischen aktuell drei und 6,49 Prozent nominal p. a. deutlich über dem Bildungskredit.

Auf der anderen Seite sind hier auch Volumina bis zu einer Höhe von 39.000 Euro darstellbar. Die Kreditsumme wird, je nach Institut, einmalig oder in monatlichen Raten, bis zu einer Dauer von 14 Semestern (institutsabhängig) ausgezahlt. Die monatliche Auszahlung kann bis zu 650 Euro im Monat (KfW) betragen. Das Höchstalter für die Aufnahme eines Studentenkredites liegt bei 30 Jahren. Unterschiede bei den einzelnen Kreditgebern gibt es ebenfalls in den Rückzahlungsmodalitäten. Zum einen sind diese in der Fälligkeit der ersten Rate, zum anderen in der Ratenhöhe und Dauer der Rückzahlung begründet.

Auch wenn die Darlehenshöhen der privaten Institute und der Sparkassen verlockend hoch sind, sollten Studenten in erster Linie auf die Angebote der Bundesregierung oder der KfW zurückgreifen, da diese in Bezug auf die Kosten deutlich günstiger sind.