Inflation niedriger

Inflationsrate in Deutschland unter 2%

 

Die steigenden Benzinpreise treiben die Inflationsrate in Deutschland

Wie das Statistische Bundesamt heute vorab berichtet ist die Inflation in Deutschland im Mai 2012 gesunken. Die Inflationsrate nahm auf 1,9% ab. Damit haben sich die Verbraucherpreise gegenüber Mai 2011 „nur“ um diesen Betrag erhöht. In den ersten Monaten 2012, wie auch im ganzen vorangegangenen Jahr stand bei der Inflation eine 2 vor dem Komma.

Ob der Rückgang des Preisauftriebs temporärer Natur oder dauerhaft sein wird, kann erst am Jahresende beurteilt werden, denn die Veränderungen sind relativ gering: Die Inflationsrate betrug im Januar, März und April 2012 jeweils 2,1%, im Februar 2,3%.

Verantwortlich für den Anstieg zu Jahresanfang waren insbesondere steigende Energiepreise, woran die Benzinpreise einen besonders hohen Anteil hatten. In den letzten Wochen ist der Ölpreis allerdings stark rückläufig und die Autofahren konnten davon beim Tanken profitieren.

 

Der Ölpreis beinflusst über die Benzinpreise die Inflation in Deutschland besonders

So fiel der Preis für 1 Barrel Dollar pro Barrel (ein Fass mit ca. 159 Litern) der Sorte Brent Crude Nordseeöl von 125 US $ im März auf rund 107 zum 29.05.2012. Damit einher ging auch eine Entspannung des Preisauftriebs an den Tankstellen einher, der sich u.a. in einer leicht rückläufigen Inflationsrate widerspiegelt. Tendenziell könnte der Ölpreis weiter unter Druck geraten, wenn sich die Weltwirtschaft weiter eintrüben würde.

Allerdings gegenläufig dürften sich die relativ hohen Lohnabschlüsse im deutschen Metallgewerbe auf die Inflation auswirken. Der Ökonom spricht hier von Zweitrundeneffekten.

Parallel dazu sind in den letzten Monaten auch die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld gefallen.

 

Wie hoch ist die Aussagekraft einer Veränderung von 0,1% bei der Inflationsrate

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie genau und mit welcher Aussagekraft die Signifikanz der Inflationsrate gegeben ist. Da inzwischen als Allgemeingut gilt, dass die individuelle Inflationsrate durchaus um 2% – 3% über der offiziell vom Bund berechneten Rate liegen kann, könnte hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden.