Hypothekenzinsen & Fakten & Wissen & Vergleich

Bauzinsen oder Hypothekenzinsen günstig finden

Als Hypothekenzinsen werden die Zinsen von Baudarlehen bezeichnet, die oftmals unter dem Namen Hypothekendarlehen zu finden sind. Hierbei handelt es sich um zweckgebundene Darlehen, welche vorrangig für den Hausbau, aber auch für Umbau- und Renovierungsmaßnahmen eingesetzt und grundbuchrechtlich gesichert werden. Niedrige Zinsen sorgen beim Hypothekendarlehen direkt für eine niedrige Kreditrate und eine geringe Gesamtbelastung aus dem Darlehen.

 

Pfeil rot kurz dünn Kredit Vergleich

 

Welche Faktoren die Hypothekenzinsen beeinflussen

Grundlegend orientieren sich die Kreditzinsen der Banken am allgemeinen Zinsniveau, welches in Europa von der Europäischen Zentralbank in Form des Leitzinses festgelegt wird. Je höher der Leitzins, desto höher sind auch die Kosten der Banken, die sich zu diesen Konditionen selbst Kredite verschaffen und sich so refinanzieren. Bei niedrigen Leitzinsen hingegen sinken die Kosten für die Refinanzierung und demnach auch die Hypothekenzinsen.

Neben dem allgemeinen Zinsniveau nehmen aber auch weitere Faktoren Einfluss auf die Höhe der Darlehenszinsen. Dies ist zum einen der Kreditbetrag, zum anderen aber auch die Kreditlaufzeit. In der Regel steigt das Zinsniveau mit zunehmender Kreditlaufzeit. Dennoch kann es mitunter sinnvoll sein, eine lange Zinsbindungsfrist zu vereinbaren, denn in dieser Zeit ist das im Kreditvertrag vereinbarte Zinsniveau unveränderlich. Ist das Zinsniveau bei Vertragsabschluss niedrig, sollte die Zinsbindung möglichst langfristig vereinbart werden. Bei einem eher hohen Zinsniveau sind kurze Zinsbindungsfristen häufig günstiger, da so bereits nach wenigen Jahren eine erneute Zinsvereinbarung auf aktuellem Niveau erfolgen kann.

 

Einfluss der Bonität auf die Hypothekenzinsen

Bei der Kalkulation von Hypothekenzinsen prüfen die Banken sehr genau, welche Kreditnehmer die Anforderungen der Kreditvergabe erfüllen und mit welcher Wahrscheinlichkeit mit einem Kreditausfall zu rechnen ist: es geht schlicht um die Bonität des Kunden. Diese Wahrscheinlichkeit wird in einem Scoring ermittelt und mit Noten von eins bis sechs beurteilt. Neben dem monatlichen Einkommen und dem Haushaltsüberschuss spielt hier vor allem die Bewertung der Sicherheiten eine wichtige Rolle. Bei Baudarlehen dient in der Regel das finanzierte Objekt als Sicherheit und muss entsprechend bewertet werden. Beträgt die Kreditsumme lediglich 50-60 Prozent des Kreditwertes, spricht man von einem erstrangigen Darlehen, die Ausfallwahrscheinlichkeit des Darlehens ist gering. Da die Banken für diese Darlehen nur geringe Rücklagen bilden müssen, können sie auch niedrige Hypothekenzinsen vereinbaren. Anders sieht es aus, wenn es sich um eine 80%-Finanzierung oder gar um eine 100%-Finanzierung handelt. Die Ausfallwahrscheinlichkeit steigt in diesem Fall, wodurch die Banken höhere Rücklagen bilden müssen. Die entstehenden Kosten werden dann den Kreditkunden in Form höherer Zinsen in Rechnung gestellt.

 

Vergleiche helfen sparen

Obwohl die Vereinbarung von Darlehenszinsen sehr individuell ist, können Kreditnehmer durch einen unabhängigen Kreditvergleich durchaus sparen. Wichtig ist dabei, zwischen dem Nominalzins und dem Effektivzins zu unterscheiden. Mit einem solchen Vergleich ist es möglich, niedrige Zinsen am Darlehensmarkt zu finden und bei den entsprechenden Banken einen Darlehensantrag zu stellen. Idealerweise wird der Antrag gleich zwei oder drei Banken gestellt, um schließlich das beste Darlehensangebot wählen zu können.