Gutschriften sind die erfreulichen Zahlungstransaktionen

Eine Gutschrift auf dem Girokonto ist bares Geld  Es ist Geld auf dem Girokonto eingegangen – wie schön. Eine Gutschrift auf einem Konto stellt nach § 780 BGB ein abstraktes Schuldversprechen beziehungsweise nach § 781 BGB ein Schuldanerkenntnis der Bank gegenüber ihrem Kunden dar. Daraus lässt sich ableiten, dass der Kontoinhaber einen unmittelbaren Anspruch auf Auszahlung des Guthabens hat, wobei dieser Anspruch kontokorrentgebunden ist.

Allerdings darf die Gutschrift durch das Kreditinstitut nachgeprüft werden, da im Rahmen des beleglosen Datenträgeraustauschs der Kreditinstitute untereinander vor Buchung der Gutschrift keine Prüfung erfolgt. Erst wenn der Gutschriftbetrag auf dem Kontoauszug erscheint oder dem Kontoinhaber bei Abfrage seines Kontos im Onlinebanking angezeigt wird, gilt die Gutschrift als endgültig erteilt. Der Begünstigte darf dann sofort über den Betrag verfügen, unabhängig von der Wertstellung, auch Valuta genannt. Die einzige Ausnahme bilden Scheckeinreichungen, bei denen das Kreditinstitut nach Auskunft der BaFin eine mehrtätige Sperrfrist verhängen darf.

 

Girokonto Vergleich

 

 

Formen der Bankgutschrift

Gutschriften auf einem Bankkonto können aus unterschiedlichen Aufträgen resultieren. Zu den gängigen Gutschriften im Zahlungsverkehr gehören:

  • Bareinzahlung
  • Gutschrift aus einer Überweisung
  • interner Übertrag zwischen verschiedenen Konten des Kontoinhabers
  • Scheckeinreichung
  • Gutschrift durch die Bank (Erstattungen, Zinsen, Prämien, Startguthaben)

Bareinzahlung am Bankschalter, am Geldautomaten oder am Nachttresor

Einzahlungen von Bargeld während der Banköffnungszeiten sind an der Kasse möglich. Bargeld in Form von Scheinen kann immer eingezahlt werden, während Münzen als sogenanntes „Klimpergeld“ in der Regel nur in einer geringen Zahl angenommen werden. Damit sich der Bankmitarbeiter nicht zu lange mit dem Zählen der Münzen aufhalten muss, verlangen die meisten Kreditinstitute, dass Münzgeld in größeren Mengen gerollt eingezahlt wird.

Einige Banken haben auch Automaten installiert, an denen die Bankkunden sowohl Geldscheine als auch gerolltes Münzgeld einzahlen können. Größere Mengen loser Münzen werden durch einen automatischen Münzzähler, häufig „Dagobert“ genannt, gezählt und direkt dem Konto des Einzahlenden gutgeschrieben. Dazu muss jeweils die EC-Karte oder die Kundenkarte eingeführt werden. Da die Banken und Sparkassen immer mehr Geldautomaten mit Einzahlfunktion installieren, die auch außerhalb der Öffnungszeiten der Kreditinstitute zugänglich sind, nimmt die Zahl der Nachttresore zur Bargeldeinzahlung durch eine Geldbombe immer weiter ab.

Gutschrift aus einer Überweisung

Wenn der Kontoinhaber einem seiner Schuldner seine Bankverbindung mitteilt, kann der Zahlungspflichtige eine Überweisung zugunsten des Kontos veranlassen. Sofern der Auftraggeber einen Verwendungszweck auf dem Überweisungsauftrag angegeben hat, sieht der Kontoinhaber den angegebenen Text auf seinem Kontoauszug beziehungsweise bei einem Abruf der Kontoumsätze im Online-Banking.

 

Gutschrift aus Einreichung eines Schecks

Es kommt in der Praxis immer noch vor, dass ein Kontoinhaber einen Scheck erhält, mit dem eine Rechnung beglichen wird. Vor allem Versicherungsgesellschaften versenden bei kleineren Schadenssummen Verrechnungsschecks an die Begünstigten und auch im Geschäftsleben werden noch Schecks ausgestellt. Der Kontoinhaber reicht den Scheck bei seiner Bank ein, indem er ein spezielles Scheckeinreichungsformular ausfüllt. Dem Formular muss der Original-Scheck beiliegen, eine Kopie wird von dem Kreditinstitut nicht akzeptiert. Vor Einreichung des Schecks muss der Kontoinhaber auf der Rückseite des Scheckformulars unterschreiben.

 

Die Scheckunterschrift wird Indossament genannt

Diese Unterschrift wird auch Indossament beziehungsweise der Vorgang wird indossieren genannt. Mit dem Indossament weist sich der sogenannte Indossant mit seiner Unterschrift als berechtigten Inhaber des Schecks als Orderpapier aus. Die Gutschrift auf dem Konto des Scheckeinreichers darf gemäß Auskunft auf der Internetseite der BaFin zur Scheckgutschrift unter Vorbehalt erfolgen. Der Scheckaussteller oder seine Bank können die Einlösung des Schecks aus verschiedenen Gründen verweigern, weshalb der Zahlungsempfänger erst nach Ablauf einer Sperrfrist über das Geld verfügen kann. Die Sperrfrist kann bis zu zehn Bankarbeitstage betragen. Die Gutschrift des Scheckbetrages erfolgt in der Regel mit Valuta ein bis zwei Werktage nach Einreichung des Schecks, sodass dem Kontoinhaber trotz der Sperrfrist kein Zinsnachteil entsteht.

Auch eine Gutschrift durch die Bank ist möglich

Bankkunden erhalten auch zum Teil regelmäßige Gutschriften der kontoführenden Bank auf ihrem Konto. So werden zum Beispiel die Zinsen auf einem Tagesgeldkonto je nach Bedingungen der Bank monatlich, jedes Quartal oder am Ende des Jahres dem Kundenkonto gutgeschrieben, wie aus unserem Zinsen Vergleich ersichtlich ist. Einige Banken zahlen eine Prämie, wenn der Kontoinhaber einen anderen Kunden wirbt. Auch ein Startguthaben bei Eröffnung eines neuen Kontos wird von einigen Kreditinstituten aus Marketingzwecken gezahlt.

Die Bankgutschrift des Startguthabens erfolgt jedoch häufig erst nach der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen, zum Beispiel dem Eingang von einem bis drei Gehältern, die oft eine gewisse Höhe erreichen müssen. Hat die Bank einen Fehler gemacht, durch den das Konto des Kunden unrechtmäßig belastet wurde oder durch den dem Kontoinhaber andere Unannehmlichkeiten entstanden sind, erfolgt bei den meisten Kreditinstituten als Entschuldigung die Gutschrift eines geringen Betrages auf dem Kundenkonto. Diese Gutschrift erfolgt immer aus Kulanz der Bank und die Kunden können aus solch einer Buchung keinen Rechtsanspruch für ähnliche Fälle ableiten.

 

Gutschriften bei Tagesgeldkonten

Wenn bei einem Tagesgeld Konto eine Gutschrift in Valuta gestellt wird, handelt es ich in den meisten Fällen um eine Überweisung des Kontoinhabers selbst. Denn Tagesgeldkonten haben keine Zahlungsfunktion im üblichen Sinn sondern dienen nur als reines Anlagekonto.

 

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