Die Kontobelastung mindert das Guthaben

Wenn das Girkonto belastet wird...Die verschiedenen Kontotypen können auf unterschiedliche Art belastet werden. Das Girokonto dient dem täglichen Zahlungsverkehr und weist daher die meisten Belastungsarten als Girokontobelastung auf. Zu den möglichen Belastungen zählen:

  • Barabhebung
  • Überweisung
  • Dauerauftrag
  • interne Umbuchung
  • auf das Konto gezogener Scheck
  • Abbuchungsauftrag
  • Einzugsermächtigung
  • Belastung durch die Bank

 

 

Barabhebungen an der Kasse oder am Geldautomaten

Bei einer Abhebung von Bargeld wird das Konto des Verfügenden umgehend mit dem abgehobenen Betrag belastet. Die Abhebung kann entweder am Bankschalter oder an einem Geldautomaten erfolgen. Bei der Abhebung bei einem Bankmitarbeiter an der Kasse muss sich der Verfügende mithilfe eines Ausweispapieres legitimieren, falls er dem Bankangestellten nicht persönlich bekannt ist. Es wird ein Auszahlungsbeleg erstellt, den der Kontoinhaber eigenhändig unterschreiben muss. Die Unterschrift muss mit der bei der Bank hinterlegten Unterschriftsprobe übereinstimmen. Bei einer Bargeldverfügung an einem Geldautomaten muss der Kontoinhaber seine EC-Karte oder seine Kundenkarte einführen und seine persönliche vierstellige Geheimzahl (PIN) eingeben. Es handelt sich bei diesen Vorgängen üblicherweise um Girokontobelastungen, die regelmäßig über die Kontoauszüge kontrolliert werden sollte.

 

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Die Überweisung

Bei einer Überweisung beauftragt der Kontoinhaber die kontoführende Bank schriftlich oder online, einen bestimmten Betrag bargeldlos per Buchung an den genannten Zahlungsempfänger zu übertragen. In dem Überweisungsauftrag müssen der Name des Zahlungsempfängers, seine Kontonummer, Name und Bankleitzahl der Empfängerbank, Name und Kontonummer des Auftraggebers sowie bei einem schriftlichen Auftrag Datum und Unterschrift des Kontoinhabers enthalten sein.

Die Bankdaten des Zahlungsempfängers können auch im SEPA-Format angegeben werden, das spätestens ab Anfang 2016 auch für Privatpersonen alleinige Gültigkeit hat. Es ist auch möglich, einen Verwendungszweck anzugeben, dieses Feld auf dem Überweisungsträger ist aber optional und muss nicht ausgefüllt werden. Auf der Internetseite der Europäischen Kommission unter ec.europa.eu ist die EU-Zahlungsdiensterichtlinie aufgeführt, nach der die Banken eine Überweisung innerhalb fester Fristen ausführen müssen. Für den Kontoinhaber ist dabei die Wertstellung von Bedeutung.

 

Regelmäßige Zahlungen per Dauerauftrag

Bei einem Dauerauftrag handelt es sich um eine Überweisung, bei der zu einem bestimmten Termin für einen angegebenen Zeitraum ein immer gleicher Betrag an einen bestimmten Zahlungsempfänger überwiesen wird und als Girokontobelastung zählt. Der Zahlungspflichtige muss den Dauerauftrag nur einmal einrichten. Der Auftrag wird zu den gewünschten Zahlungsterminen automatisch von der Bank ausgeführt. Der Dauerauftrag endet erst, wenn der Kontoinhaber ihn löscht.

 

 

Interne Umbuchung zugunsten eines weiteren Kontos des Kontoinhabers

Eine Überweisung erfolgt immer an einen vom Auftraggeber abweichenden Zahlungsempfänger. Eine weitere Abbuchungsart stellt hingegen die interne Umbuchung dar. In diesem Fall veranlasst ein Kontoinhaber die Übertragung eines bestimmten Betrages von einem seiner Konten auf ein anderes Konto, das ebenfalls auf seinen Namen läuft. Die Umbuchung kann zum Beispiel zulasten des Girokontos auf das Sparkonto des Bankkunden erfolgen (hier finden Sie unseren Girokonto Vergleich). Es ist aber auch möglich, Geld von einem Tagesgeldkonto auf ein anderes Konto des Kontoinhabers intern umzubuchen.

Externe Kontobelastung bei Tagesgeldkonten und Festgeldkonten

Auch bei einer externen Kontobelastung eines Tagesgeldkontos handelt es sich immer um eine Umbuchungauf das eigene Referenzkonto, das sich in diesem Fall aber bei einer anderen Bank befindet. Bei einem Festgeldkonto ist häufig noch ein Verrechnungskonto zwischen den beiden Konten geschaltet.

 

Auf das Konto ausgestellter Scheck

Es kommt in der Praxis nicht mehr so oft vor wie noch vor zehn oder zwanzig Jahren, aber auch heute noch werden Schecks auf ein Girokonto gezogen und das Konto mit dem Scheckbetrag belastet. Der in den 1960er Jahren eingeführte Eurocheque lief am 1. Januar 2002 aus, da er durch die elektronische EC-Karte abgelöst wurde. Heute sind nur noch normale Schecks im Umlauf. Mit der Ausstellung eines Schecks weist ein Zahlungspflichtiger sein Kreditinstitut an, an den Vorleger des Schecks die auf dem Scheck angegebene Summe auszuzahlen. Bei einem Verrechnungsscheck muss zwingend die Gutschrift des Betrages auf dem Konto des Begünstigten erfolgen, eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.

 

 

Belastung per Abbuchungsauftrag oder Einzugsermächtigung

Bei einer Kontobelastung per Abbuchungsauftrag erteilt der Kontoinhaber seiner Bank den Auftrag, die Lastschrift eines bestimmten Zahlungsempfängers einzulösen. Das Konto des Zahlungspflichtigen wird ohne seine weitere Zustimmung mit dem Lastschriftbetrag belastet und der Betrag wird dem Begünstigten gutgeschrieben.

In der Praxis kommt der Abbuchungsauftrag selten zum Einsatz. Häufiger nutzen Zahlungspflichtige die Einzugsermächtigung. Bei dieser Unterform der Lastschrift ermächtigt der Kontoinhaber seine Gläubiger, fällige Beträge von seinem Konto abzubuchen. Seit dem 9. Juli 2012 gilt die schriftliche Einzugsermächtigung gleichzeitig als Weisung an die Bank des Zahlungspflichtigen, die Lastschrift einzulösen. Wie die BaFin auf Ihrer Internetseite .bafin.de/…../02_abbuchungsauftrag_sepa_einzugsermaechtigung.html mitteilt, werden die bestehenden Einzugsermächtigungen in sogenannte SEPA-Mandate umgewandelt, um auch nach der Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums weiterhin Gültigkeit zu haben.

 

 

Belastungen durch das kontoführende Kreditinstitut

Nicht nur der Kontoinhaber kann Belastungen seines Kontos vornehmen oder in Auftrag geben, sondern auch die kontoführende Bank hat das Recht oder die gesetzliche Pflicht, Konten zu belasten. Bei diesen Belastungen handelt es sich zum Beispiel um Kontoführungsgebühren oder Entgelte. Berechtigte Rückrufe von Rente, Pflegegeld, Blindengeld, Unfallrente oder ausländischer Rente gemäß § 118 SGB VI Abs. 3 Satz 2 müssen von den Banken ebenfalls zulasten der Kundenkonten ausgeführt werden.

 

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