Pfandbriefe sind eine relativ sichere Sache

Pfandbriefe sind relativ sicher und bringen gute Zinsen

Pfandbriefe haben in Deutschland eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1769 wurden die Ersten von Friedrich dem Großen ausgegeben. Das Besondere an Pfandbriefen ist die hohe Sicherheit der Anleger. Grundsätzlich dienen bei einem Pfandbrief die unterlegten realen Absicherungen als Sicherheit. Und Pfandbriefe bringen meist bessere Zinsen als Bundesanleihen.

 

Für die Ausgabe von Pfandbriefen müssen die Kreditinstitute gesondert lizenziert sein. Seit dem Jahr 2005 kann jede Bank die Lizenz bei der Bafin beantragen und mit Erhalt Pfandbriefe als Refinanzierungsmittel benutzen. Aktuell sind im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) 38 Institute zusammengeschlossen. Pfandbriefen liegen Hypotheken zugrunde.

Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Schiffshypotheken, Grund und Boden oder Flugzeughypotheken handelt. Gebündelt sind diese Grundpfandrechte wiederum die Sicherheit, die einem Pfandbrief unterliegt. Müsste das Kreditinstitut Insolvenz anmelden, würde die Befriedigung der Gläubiger aus den Hypotheken erfolgen. Ein weiterer Aspekt der Sicherheit bei Pfandbriefen, welche auf mehreren Säulen ruht, ist die Beleihungsobergrenze (loan-to-value cap, LTV) der beliehenen Objekte. Diese darf 60 Prozent des tatsächlichen Wertes nicht übersteigen. Gläubiger aus Pfandbriefen werden im Fall einer Insolvenz vor allen anderen Gläubigern entschädigt. Pfandbriefe werden als mündelsicher, deckungsstock- und lombardfähig eingestuft. In der Regel rentieren sie etwas höher als Bundesanleihen, sind ihnen aber dennoch in Bezug auf die Bonität gleich gestellt. Deshalb eignen sich Pfandbriefe gut als konservativer Baustein einer Geldanalge und können als Portfoliodiversifikation die Volatilität senken.

 

 

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Jumbopfandbrief – die Besonderheit

Seit dem Jahr 1995 existiert die Wertpapiergattung der Jumbopfandbriefe. Diese unterscheiden sich von herkömmlichen Pfandbriefen in einigen wesentlichen Merkmalen. Das Mindestvolumen für eine Emission beträgt eine Milliarde Euro. Fünf Banken verpflichten sich darüber hinaus, ein entsprechendes Market Making (Marktmacher oder Marktpfleger) zu übernehmen. Dies bedeutet, dass sie sich dem Emittenten gegenüber dazu verpflichten, im Rahmen festgelegter Geld-Brief Spannen anderen Käufern und Verkäufern gegenüber Zwei-Wege–Preise festzusetzen und diese zu bestimmten Handelszeiten anzubieten.

Fazit: Herausragendes Merkmal von Pfandbriefen gegenüber anderen Anleihen ist der Umstand, dass die Grundlagen für Pfandbriefemissionen gesetzlich geregelt sind und das vertragsrechtliche Momentum in den Hintergrund tritt. Üblicherweise liegen die Zinsen für Pfandbriefe etwas über denen von Bundesanleihen.

 

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