Steuern bei der Geldanlage sparen

steueroptimierte GeldanlageDie Zeiten, in denen steueroptimierte Geldanlagen in Deutschland einen entscheidenden Beitrag zum Vermögensausbau leisteten, gehören seit einigen Jahren der Vergangenheit an. Das Steuerprivileg der Lebensversicherungen ist ebenso gefallen, wie die steueroptimierten geschlossenen Fonds an Bedeutung verloren haben. Wer heute mit Kapitalanlagen Steuern sparen möchte muß gut informiert sein.

Der Gesetzgeber hat in dem Anlagesegment die Steuervorteile massiv beschränkt. Steuerfreie Anlagen gibt es kaum noch, während steueroptimierte Geldanlagen möglich sind, sogar mit staatlicher Unterstützung. Kursgewinne bei Aktien sind ebenfalls nicht mehr steuerfrei – Anleger müssen also sehr genau hinschauen, wenn ihnen ein Anlageberater mit den Lieblingsworten des Vertriebs „und Sie können mit dieser Geldanlage Steuern sparen“ sein Produkt schmackhaft machen möchte.

 

Gibt es noch eine steueroptimierte Geldanlage?

Diese Frage kann durchaus bejaht werden. Steuerfreiheit existiert nicht mehr, aber durchaus gibt es noch Kapitalanlagen, deren Erträge zumindest steuerbegünstigt sind. Dazu zählen beispielsweise Lebensversicherungen, wenn sie mindestens bis zum 62. Lebensjahr laufen und eine Dauer von 12 Jahren erfüllen. In diesem Fall greift die Halbeinkünftebesteuerung, sprich, von der Ablaufleistung wird die Beitragssumme abgezogen. Der verbliebene Anteil ist noch hälftig steuerpflichtig. Ebenfalls steuerbegünstigt sind die Riester– und die Rüruprente. Dies gilt aber nur für die Ansparphase, die Rentenleistungen unterliegen der Steuerpflicht.

 

Vergleiche

 

sichere, risikolose Geldanlagen

 

 

 

 

Eine echte steueroptimierte Geldanlage bieten denkmalgeschützte Immobilien und Sanierungsobjekte. Zu den „normalen“ Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung kommt hier noch die erhöhte Abschreibung für die Kosten hinzu, die auf den Sanierungsanteil entfallen. Erwerber können bei Fremdvermietung in den ersten acht Jahren jeweils neun Prozent dieser Kosten in voller Höhe steuerlich geltend machen, in den folgenden vier Jahren noch jeweils sieben Prozent. Selbst für Eigennutzer bieten diese Immobilien eine Steueroptimierung. Anders als bei einer klassischen Immobilie können diese zehn Jahre lang jeweils neun Prozent der auf die Sanierung entfallenen Kosten von der Steuer absetzen.

 

Devisen als Schlupfloch

Fremdwährungskonten bieten sich ebenfalls als eine Form der steueroptimierte Geldanlage an. Die beim Verkauf einer Fremdwährung realisierten Kursgewinne werden seitens der Banken nicht an das Finanzamt gemeldet und fallen auch nicht unter die Abgeltungssteuer. Konten im Ausland können dann als steueroptimierte Geldanlage gesehen werden, wenn die Quellensteuer im Ausland niedriger ausfällt als in Deutschland (s. a. Doppelbesteuerungsabkommen). Die Zeiten, in denen Gelder im Ausland am deutschen Fiskus vorbei verzinst wurden, sind jedoch Vergangenheit. Die Vernetzung der ausländischen Banken und Finanzämtern mit den hiesigen Behörden ist zu eng geworden. Anleger, die möglichst wenig Steuern bezahlen möchten, können natürlich auch in schwach verzinste Tagesgelder investieren. Es klingt vielleicht absurd, aber niedrige Zinsen führen auch zu einer niedrigen Besteuerung. Andererseits gilt, je höher die Steuerlast ausfällt, umso höher ist die verbliebene Rendite für den Anleger aus einer Kapitalanlage.

 

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