Kaufkosten bei der Geldanlage übersteigen oft die Jahreszins Erträge

Aus dem Lot geratenFür Anleger wird es immer schwieriger, Geldanlagen zu finden, die eine stabile und attraktive Rendite anbieten. Für Tagesgelder ergeben sich Zinsen, die manchmal schon unter den Gebühren liegen, die für den Ankauf von Fremdwährung fällig werden. Zinserträge und Kaufnebenkosten bei der Geldanlage sind aus dem Lot, da sich die Kaufgebühren nicht mit den Zinsen reduziert haben.

Sind die Fristen für Neukundenboni bei Tagesgeldern abgelaufen, erhalten Bestandskunden gerade noch magere 1,2 Prozent Zinsen p.a.  bei den Top-Anbietern. Festgelder zeigen sich vor dem Hintergrund der langen Bindung der Einlage nicht deutlich attraktiver. Banken und Sparkassen bewerben nach wie vor Zertifikate und Fonds, die bei genauerer Betrachtung aber auch deutliche Abstriche bei der effektiven Rendite machen müssen. Lautet die Aussage „2,4 Prozent garantierte Verzinsung bei einer Laufzeit von 18 Monaten“, so muss zunächst einmal der Zinssatz auf das Jahr heruntergebrochen werden. In diesem Fall beträgt sie nur noch 1,6 % p.a. Zertifikate sind mit einem Ausgabeaufschlag belegt, 1,2 Prozent sind keine Seltenheit. Die garantierte Gesamtverzinsung von 2,4 Prozent, bereinigt um das Agio und dann auf das Jahr berechnet beläuft sich dann nur noch auf 0,8 Prozent pro Jahr. Der anvisierte Bonus, wenn der Basiswert bestimmte Kriterien während der Laufzeit erfüllt, ist mehr als vage.

 

Vergleiche

 

zum Tagesgeldkonto Vergleich

 

 

 

Renditen bei Fonds nur nach BVI-Methode vergleichen

Bei einem Investmentfonds fällt nicht nur der Ausgabeaufschlag an. Management-Gebühren, Erfolgshonorare und weitere Kosten verwässern die Renditebetrachtung. Für einen tatsächlichen Vergleich eignet sich daher nur die BVI-Methode, welche alle Kosten berücksichtigt und ähnlich dem effektiven Jahreszins bei Krediten die einzelnen Fonds vergleichbar macht. Der Erwerb einzelner Aktien gestaltet sich je nach Depotbank mehr oder weniger rentabel, die Courtage des Institutes wirkt sich teilweise massiv auf die Nettorendite aus. Die aktuelle Kapitalmarktsituation lässt immer mehr Anleger nach Alternativen, beispielsweise nach Fremdwährungskonten schielen.

 

Je 1% Gebühren bei der comdirect für den An- bzw. Verkauf von Devisen auf Fremdwährungskonten

Für Kauf und Verkauf berechnet beispielsweise die comdirect jeweils ein Prozent, abgerechnet wird nach dem Devisenfixing der Commerzbank, wo ebenfalls der Spread zwischen Geldkurs und Briefkurs anfällt. Die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto der comdirect sind mager. Einlagen über 10.000 Euro werden mit 0,20% (Stand August 2014) noch geringer verzinst als niedrigere Beträge. Überschlägig muß daher bei einem

Die Kaufkosten für US-Dollar auf dem comdirect Fremdwährungskonto sind damit in etwas so hoch wie die Zinserträge von Tagesgeldeinlagen aus 3 – 5 Jahren bei der Bank, je nach Anlagehöhe. Das Beispiel zeigt, wie in manchen Bereichen die Zins-Rendite von Einlagen im Vergleich zu den Kaufnebenkosten von Finanzprodukten völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Tagesgeldzinsen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gefallen, die Gebühren bei den Geldanlagen sind dagegen in vielen Fällen konstant geblieben.

Spekulative Anlagemodelle rücken immer mehr in den Fokus der Anleger, die Geldanlage in Gold fand wieder erhöhten Zulauf, ist jedoch beim Ankauf mit Mehrwertsteuer belegt, die durch Kurssteigerungen erst einmal verdient werden muss. Die Goldrallye scheint jedoch zunächst beendet zu sein. Gold bietet darüber hinaus, wie alle anderen Rohstoffe auch, keine Ausschüttung und ist daher für Anleger, die regelmäßige Erträge wünschen, ungeeignet.

 

Depot Vergleich

 

 

Geschlossene Fonds mit weichen Kosten behaftet

Anleger, die auf regelmäßige Ausschüttungen aus geschlossenen Fonds setzen möchten, sollten sich ebenfalls der Kostenseite bewusst sein. Neben dem offen ausgewiesenen Ausgabeaufschlag fallen häufig noch sogenannte weiche Kosten an, welche unter dem Strich nichts anderes als verdeckte Provisionen bedeuten. Dazu zählen „Marketingkosten“ oder auch „Prospektierungkosten“. Fakt ist, dass diese Aufwendungen vom tatsächlich erworbenen Gegenwert des finanzierten Projektes, gleich ob Flugzeug, Immobilien- oder Schiffsfonds abgezogen werden müssen, um eine realistische Größenordnung der Kapitalanlage zu erhalten.

 

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