Depots werden hölzern oder das Investment in  Wald

Geldanalge Forst

Diese Aussage will nicht meinen, dass die Depots deutscher Anleger vertrocknen, im Gegenteil. Die Geldanlage in Wald bietet völlig neue Dimensionen. Holz als Asset bietet zwei Vorteile. Neben einem schier unerschöpflich nachwachsendem Investment können sich die Renditen durchaus sehen lassen. Umweltschützer, häufig auf Konfrontationskurs mit Investmentgesellschaften, könnten, wenn sie wollten, ebenfalls ihr Placet geben.

Im Gegensatz zu Getreide oder anderen Nahrungsgrundstoffen wird beim Holz keine Spekulation mit dem Hunger getrieben, sondern ein natürlicher und umweltfreundlicher Rohstoff gezüchtet und weiterverarbeitet. Holz als Anlageklasse führt zu einer globalen Aufforstung, die wiederum dem Weltklima zugute kommt.

 

Diversifizierung in verschiedene Holzartarten

Holz ist nicht gleich Holz. Das wissen Sägemühlenbetreiber ebenso wie die Besitzer von Gartenmöbeln. Weltweit besteht entsprechend dem jeweiligen Verwendungszweck ebenso Bedarf an einfachen Nutzhölzern wie an hochwertigen Tropenholzarten. Dachsparren und Gartenmöbel werden nicht aus den gleichen Hölzern gefertigt. Die Investmentbranche hat vor einigen Jahren erkannt, dass mit diesem Rohstoff Geld zu verdienen ist (und hat Wald Fonds aufgelegt), sowohl für die Anleger als auch letztendlich für die Kapitalanlagegesellschaften selbst.

Standen am Anfang der Beteiligungsmöglichkeiten für Anleger noch die Partizipation am Holzhandel oder Beteiligungen von Unternehmen aus der Holzwirtschaft, so sind die Investmentgesellschaften inzwischen dazu übergegangen, selbst in die Holzproduktion einzusteigen und betreiben Plantagen für Tropenhölzer in Südamerika und Südostasien beziehungsweise haben riesige Waldregionen in Skandinavien und Kanada mit Schwerpunkt in Tannenhölzern aufgekauft.

Der Vorteil für die Anleger liegt darin, dass der Zwischenhandel entfällt und sie direkt an der Vermarktung ihres Anlagegutes Holz, meist über einen geschlossenen Wald Fonds, profitieren. Dabei geht es nicht um die Produktion von Weihnachtsbäumen, sondern in erster Linie um die Stillung des Bedarfs gerade aus dem Reich der Mitte.

 

Holz korreliert nicht mit anderen Anlageklassen

Investment Holz

Holz als Anlageinstrument steht für sich. Es gibt keine Korrelation mit anderen Assets. Der Preis für Holz entwickelt sich völlig losgelöst von anderen Rohstoffen und konnte in den vergangenen Jahren einen stetigen Wertzuwachs von 15 Prozent pro Jahr im Mittel der letzten 20 Jahre verzeichnen. Grundlage für die Messung ist der NCREIF Timberland Index, mit dessen Hilfe der Holzmarkt gemessen wird. Die Zukunft für Holz und die positive Renditesteigerung der Depots, welche über diese Beimischung verfügen, lässt sich an einfachen Faktoren festmachen. Seit 1960 hat sich der Bedarf an Holz durch die Zunahme der Weltbevölkerung verdreifacht. Auf der anderen Seite steht ein Rückgang der Anbaufläche. In dem Zeitraum von 1990 bis 2005 betrug dieser 0,2 Prozent pro Jahr. Anleger sind jedoch gut beraten, nicht auf den schnellen Euro zu setzen. Holz wächst langsam, und so sind auch die Wertentwicklungen als langfristige Depotbeimischung zu sehen.

 

Auswahl zwischen geschlossenen und offenen Fonds

Anleger können bei einem Investment in Holz zwischen offenen Fonds und geschlossenen Fonds mit fester Laufzeit wählen. Der Einstieg in Holzinvestments wurde privaten Investoren seinerzeit mit geschlossenen Fonds ermöglicht. Diese konzentrierten sich auf konkrete Anbaugebiete mit fest umrissenen Vorgaben.

Offene Fonds investieren nicht nur in den Rohstoff selbst, sondern auch nach wie vor in Unternehmen der Holz verarbeitenden Industrie. Aufleger geschlossener Fonds zielen bei Laufzeiten bis zu 25 Jahren auf Nettorenditen zwischen acht und zehn Prozent ab.

So lukrativ das Investment Holz ist, Anleger sollten vor Zeichnung eines Anteils auch beachten, welche Risiken es gibt, und wie diese abgesichert sind. Waldbränden oder ähnliche Naturkatastrophen ist die Anlage stärker ausgesetzt, als die Anlage in einen Schiffsfonds. Bei entsprechender Absicherung der Einlage gegen diese unvorhersehbaren Risiken spricht alles dafür, und nichts dagegen, das Depot hölzern werden zu lassen.

Interessierte finden weiterführende aktuelle Informationen auch auf den entsprechenden Messen zur Kapitalanlage.