Gold als Geldanlage, gerade in der EU-Wirtschaftskrise?

 

Die Geldanlage Gold ist spekulativ

Das Edelmetall Gold hat auf die Menschen schon immer eine besondere Faszination ausgeübt. Schon in der Antike wurden Schmuck und Gegenstände, die als Opfergaben für die Götter gedacht waren, aus dem gelben Edelmetall hergestellt. Gold kaufen ist daher eine sehr alte Erwerbsform.

Außerdem dienten Goldmünzen schon seit dem sechsten Jahrhundert vor Christus als allgemein anerkanntes Zahlungsmittel. Heute kann man Gold sogar essen, denn es hat als Zusatzstoff zu Lebensmitteln die E-Nummer E175 erhalten und verziert seitdem als Blattgold Gourmetmenüs oder auch schon einmal eine Currywurst. Für Anleger gehörte der Besitz von Gold schon immer zu einem gut aufgestellten Portfolio.

Dabei galt Gold bis Anfang der 1970er Jahre nicht als Spekulationsobjekt, sondern als eine beständige Anlageform ohne Wertschwankungen. Bis zum Jahr 1973 galt das Nachkriegsabkommen von Bretton Woods, wonach der feste Wechselkurs aller Währungen vom US-Dollar, dessen Kurs seinerseits vom Tauschverhältnis zu einer Unze Gold festgelegt wurde (Goldstandard), abhängig war. Nachdem das Abkommen von Bretton Woods aufgehoben wurde, entwickelte sich das Edelmetall Gold immer mehr zu einem Spekulationsobjekt, weil es nicht mehr als sichere Anlageform zum Schutz gegen Währungsschwankungen diente. So bezahlten die Investoren zum Beispiel vor zehn Jahren circa 300 US-Dollar für eine Feinunze Gold, während der Preis nur fünf Jahre später schon bei 700 US-Dollar pro Feinunze lag und im November 2010 erstmals die Preismarke von 1.400 US-Dollar überstieg.

Der bisherige Höchststand wurde im Jahr 2011 mit einem Preis von mehr als 1.900 US-Dollar für eine Feinunze Gold erreicht. Seither schwankt der Goldpreis je nach wirtschaftlicher und politischer Lage der einzelnen Staaten. Die Anleger flüchten bei turbulenten Finanzmärkten schnell in eine sichere Goldanlage.  Des Weiteren eignet sich eine Goldanlage auch als Inflationsschutz und als Anlagealternative für ein Worst-Case Szenario an den Finanzmärkten, weshalb viele Vermögensverwalter für ein ausgewogenes Portfolio ein Anteil fünf bis zehn Prozent an Gold empfehlen. In letzter Zeit reagiert der Goldkurs relativ stark auf geldpolitische Aktionen der Notenbanken.

 

Welche Möglichkeiten gibt es, Gold zu kaufen?

Anlegern, die sich für eine Geldanlage in Gold interessieren, stehen verschiedene Wege offen, Gold zu erwerben:

  • physisches Gold
  • Goldfonds
  • Exchange Traded ­Commodities
  • Exchange Traded Funds
  • Aktien von Firmen, die Umsätze mit Gold erwirtschaften

 

Auf dem Markt befinden sich sowohl Angebote für physisches Gold als auch für das sogenannte Papiergold, wie Zertifikate, Fondsanteile und Aktien mit dem Basiswert Gold auch genannt werden. Die beliebtesten Anlageformen in physischem Gold stellen Goldbarren und Goldmünzen dar. Goldschmuck eignet sich nicht als Anlageform für eine Geldanlage in Gold, weil der Preis für den Schmuck in der Regel den reinen Goldwert weit übersteigt. Bei dem Kauf von Goldschmuck muss der Käufer neben dem Materialwert auch die Kreativität und die handwerkliche Arbeit des Goldschmiedes bezahlen, bei einem späteren Verkauf zählt aber nur der reine Materialwert. Bei vielen Investoren stellt physisches Gold nur einen kleinen Anteil ihrer Geldanlage in Gold dar, weil physisches Gold Lagerkosten verursacht und keinen regelmäßigen Ertrag einbringt. Daher findet ein Großteil der Goldinvestitionen in Wertpapieren statt. Neben den Aktien von Goldminen bieten sich besonders Exchange Traded ­Commodities (ETCs), Exchange Traded Funds (ETFs) und Goldfonds an. Bei den ETCs handelt es sich um unbefristete Schuldverschreibungen, die der Emittent durch die Hinterlegung des Basiswertes, also zum Beispiel Gold, absichert. Wie die verwandten Exchange Traded Funds (ETFs) werden auch ETCs an der Börse gehandelt. Allerdings handelt es sich bei den ETFs um Investmentsfonds mit dem Basiswert Gold. Mit dem ­SPDR Gold Trust (­GLD) offeriert der Anbieter ­State ­Street ­Global ­Advisors den größten Goldfonds der Welt. In Deutschland ist besonders das so genannte Xetra Gold bekannt.

 

Das Währungsrisiko bei einer Geldanlage in Gold

­Der Preis für Gold an den internationalen Finanzmärkten wird in der Regel in US-Dollar angegeben. Für deutsche Anleger beinhaltet daher eine Geldanlage in Gold immer auch ein Währungsrisiko, das nicht unterschätzt werden darf. Häufig bedeutet ein steigender Eurokurs einen schwächer notierten US-Dollar, der wiederum zu einem steigenden Goldpreis führt. Diese Korrelation, die von Wirtschaftsmathematikern auch berechnet und in Kennzahlen ausgedrückt wird, beeinflusst nachhaltig eine Geldanlage in Gold. Daher sollten sicherheitsbewusste Investoren sich vor allem nach währungsgesicherten Goldanlagen erkundigen, um dem Wechselkursrisiko zu entgehen. Zu den gegen das Währungsrisiko abgesicherten Anlageformen gehören zum Beispiel sogenannte Quanto-Zertifikate. Der Namenszusatz ­Quanto verdeutlicht die Absicherung des Zertifikates gegen Währungsschwankungen. Die Absicherung wird beispielsweise durch Währungsoptionen oder andere Termingeschäfte in der Fremdwährung erreicht. Da die Währungsabsicherung einen höheren Verwaltungsaufwand bedeutet und auch der Handel mit den zur Absicherung dienenden Finanzprodukten mit Kosten verbunden ist, liegt der Preis für ein Quanto-Zertifikat immer über dem Kurs für ein herkömmliches Zertifikat.

 

Geldanlage in physischem Gold

Gold Kauf in Form von Gold Barren

Zu den bekanntesten Anlagemöglichkeiten in physischem Gold gehören Goldbarren und Goldmünzen. Einen Goldbarren kann der Anleger bereits ab einem Gewicht von einem Gramm erwerben, es werden aber auch Goldbarren mit Gewichten bis in den Kilogramm-Bereich angeboten. Der Goldbarren sollte von einem der bekannten Hersteller Degussa, ­Umicore oder ­Argor-Heraeus stammen. Es muss immer der Feingehalt des Goldes auf dem Goldbarren angegeben werden. In der Regel werden Goldbarren mit einem Feingehalt von 999,9/1000 angeboten, es gibt aber auch sogenannte Standardbarren oder ­Good-Delivery-Barren mit einem Feingehalt von 995/1000. Der Preis eines Goldbarrens berechnet sich aus dem Materialwert zuzüglich ­eines Aufgeldes für die Schmelzkosten und die Scheidekosten, die bei der Herstellung der Goldbarren anfallen. Das Aufgeld fällt umso höher aus, je geringer das Gewicht des Goldbarrens ausfällt. Das liegt daran, dass Goldbarren mit einer geringen Goldmasse aufwendig geprägt oder ausgestanzt werden, während größere Goldbarren kostengünstig gegossen werden. Die beliebtesten Goldmünzen für eine Geldanlage in Gold sind der südafrikanische Krügerrand, die Kangaroo Nugget genannte Goldmünze aus Australien, der ­Maple ­Leaf aus Kanada, die Wiener Philharmoniker aus Österreich, der chinesische Panda sowie die bekannteste Goldmünze der Schweiz, ­Goldvreneli genannt. Wenn der Feingehalt des erworbenen Goldbarrens mindestens 900/1000 beträgt, muss ein deutscher Anleger für den Erwerb des physischen Goldes keine Mehrwertsteuer zahlen. Die Berechnung von Mehrwertsteuer entfällt auch für Anlagemünzen, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden und die in ihrem Herkunftsland als gesetzliches Zahlungsmittel gelten. Wenn der Anleger hingegen in Silber investiert, muss für den Kauf von Silberbarren der volle Mehrwertsteuersatz von 19 % gezahlt werden und für Silbermünzen wird eine ermäßigte Mehrwertsteuer von 7 % fällig.

 

Die Versteuerung von Gewinnen aus Goldanlagen

­Versteuerung von Gewinnen aus Goldverkauf

Wer physisches Gold kaufen möchte, sollte zwischen dem Kauf und dem Verkauf der Goldbarren oder Goldmünzen mindestens ein Jahr vergehen lassen. Wird vor Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist ein Gewinn aus dem Handel mit physischem Gold erzielt, muss dieser Gewinn in der Steuererklärung Anlage SO angegeben werden und er wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz des Spekulanten besteuert. Nur wenn der Gewinn unterhalb des Freibetrages von 600 Euro pro Jahr liegt, erfolgt keine Besteuerung des Spekulationsgewinns.

Bei einer Geldanlage in Goldzertifikaten oder anderen Wertpapieren mit dem Basiswert Gold unterliegen die Kapitaleinkünfte aus diesen Wertpapieren der Abgeltungssteuer von 25 %, die als Quellensteuer sofort von dem Kreditinstitut einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird. Der Anleger hat aber die Möglichkeit, durch einen Freistellungsauftrag einen Betrag von maximal 801,00 Euro beziehungsweise bei Ehepaaren von 1.602,00 Euro, steuerfrei zu erhalten. Für einen Gewinn aus dem Handel mit physischem Gold hingegen wird keine Abgeltungssteuer fällig. Schwieriger gestaltet sich die Lage bei sogenanntem Xetra-Gold, also Zertifikaten, die einen Lieferanspruch auf physisches Gold verbriefen. Wie ­Focus-Money in seiner Online-Ausgabe vom 20.06.2012 berichtet, hat der Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen IX R 62/10 im Rahmen eines anderen Prozesses entschieden, dass eine Vereinbarung über die Lieferung von Gold, wie sie diese speziellen Zertifikate darstellen, als private Veräußerungsgeschäfte gelten und somit nicht der Abgeltungssteuer unterliegen.

Endgültige Bestätigung für steuerliche Behandlung von Xetra Gold

Mit dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom Oktober 2015 (Az: VIII R 4/15 und VIII R 35/14) wird das Xetra Gold wie physisches Gold besteuert: es gilt die Spekulationsfrist, bei einem Verkauf nach einem Jahr bleiben Gewinne aus Xetra Gold steuerfrei.

Hier finden sie den Gesetzestext zur Rechtslage zur Besteuerung von Anlagegold.

 

Die Ermittlung des Goldpreises

Zweimal am Tag wird ein international gültiger Goldpreis am London Bullion ­Market, dem bedeutendsten außerbörslichen Handelsmarkt für Edelmetalle der Welt, festgelegt. Dazu treffen sich seit dem Jahr 1919 die wichtigsten Goldhändler Londons, um den Welthandelspreis für Gold festzulegen. Während es zunächst pro Tag nur ein Treffen gab, findet seit dem Jahr 1968 ein zweites Treffen an jedem Werktag um 15.00 Uhr britischer Zeit statt, damit zu den Öffnungszeiten der amerikanischen Börsen ein aktueller Preis für Gold festgesetzt wird. Der Goldpreis hängt von Angebot und Nachfrage ab, wobei diese Faktoren sehr stark von den weltweiten politischen und wirtschaftlichen Ereignissen abhängig sind. Doch auch Spekulationen, Gerüchte, Emotionen und Erwartungshaltungen der Anleger spielen bei der Kalkulation der Goldpreise eine Rolle. Ferner ist der Goldpreis von den internationalen Ölpreisen und vom Kurs des US-Dollars abhängig, da die weltweite Notierung des Goldkurses vorwiegend in US-Dollar stattfindet.

 

Historischer Zugriff des Staates auf das Gold der Bevölkerung

Im Zuge steigender Staatsverschuldungen und insolventer Staaten gibt es unter den Anlegern vermehrt Diskussionen, ob der Staat Zugriff auf das Gold der Bevölkerung haben kann. Dabei kommen auch die historischen Daten über frühere Verbote, Gold zu besitzen oder mit Gold zu handeln, wieder hervor. So galt zum Beispiel in Deutschland zwischen 1923 und 1932 ein Gold-Erlass, wonach die Bürger Gold und Silber weder besitzen noch aus dem Land schaffen durften. Den historischen Berichten nach kam es in der damaligen Zeit zu Polizeirazzien und Hausdurchsuchungen bei verdächtigen Bürgern. Schlimmer noch traf es die US-Amerikaner, denen vom 1. Mai 1933 bis zum Jahr 1974 der Besitz von Gold verboten war. Jeder private Goldbesitz, der einen Wert von 100,00 US-Dollar, was damals etwa fünf Unzen Gold entsprach, überstieg, musste zu einem festen Preis eingetauscht werden. Bei Nichtbeachtung dieser Vorschrift drohten Geldstrafen oder Gefängnisaufenthalte sowie eine Enteignung ohne Zahlung einer Entschädigung.

 

Einfluss der Notenbanken auf den Goldkurs

Die Geldpolitik der Notenbanken ist heute für die Finanzmärkte mindestens ebenso bedeutend wie fundamentale Wirtschaftsentwicklungen. Besonders wichtig sind  geldpolitischen bzw. zinsrelevante Notenbank Sitzungen mit anschließender Presseerklärung. Unmittelbar mit der Veröffentlichung bewegen sich die Aktien-, Devisen-und auch der Goldkurs mit ungewöhnlich deutlichen Ausschlägen.
In der Abbildung 1 ist der Kursverlauf von Gold in den Stunden nach der Sitzung der amerikanischen Notenbank am 16. März 2016 gezeigt.

 

Abb. 1: Entwicklung des Goldkurs vor und nach der Pressekonferenz der FED am 16.03.2016 um 19 Uhr. Quelle: comdirect.de

 

Die Pressemitteilung wurde um 19:00 Uhr veröffentlicht, um 19:30 Uhr erklärte die FED Vorsitzende Janet Yellen die gestroffenen Maßnahmen und die Einschätzung zur US- und zur globalen Wirtschaftslage. Da die Notenbank die Leitzinsen aktuell nicht erhöht und auch die Zinsprojektion zum Jahresende von bisher rund 1,4% auf jetzt 0,9% reduziert wurde, reagierte der Goldkurs mit einem kleinen Feuerwerk.
Der Hintergrund für den plötzlichen Kursanstieg ist u. a., dass steigende Zinsen das renditelose Gold unattraktiver machen.

 

 

 

News

05.03.2015 Kanada verkauft seinen Goldbestand. Nicht nur die Anleger, sondern auch die Notenbanken und Regierungen bewerten die Geldanlage in Gold unterschiedlich. Während Russland und China in den letzten 2 Jahren massiv ihre Goldbestände erhöht haben, geht Kanada den umgekehrten Weg: Kanada hat seinen Goldbestand auf null reduziert. Das Finanzministerium weist den Goldwert mit 0 aus. Die kanadische Regierung hatte im Februar 2016 genau 21851 Unzen verkauft.

24.08.2015 Auf und ab beim Goldkurs. Nachdem die Prognosen bis vor ein paar Tagen weitestgehend bearish und auf Kurse unter 1000 USD spekulierten, kann Gold seinem Nimbus als Krisenwährung wieder einmal gerecht werden. Die Börsen gehen weltweit in die Knie und der Goldkurs verhält sich invers und legt zu. Auch die Großanleger sind offenbar wieder auf die Bullen-Seite gewechselt, zumindest legt das der Commitments of Traders Report für den Gold Future nahe, der von der Aufsichtsbehörde U.S. Commodity Futures Trading Commission herausgegeben wird. Es sind mehr Long-Positionen als Short-Positionen für den Gold-Future vorhanden.

20.01.2014 Weiter geht es mit dem Rücktransport der deutschen Goldreserven aus dem Ausland. Inzwischen hat die Bundesbank mit Sachstand 01.01.2015 rund 23% der noch zu verlagernden Goldbestände zurückgeholt. In 2014 wurden allein 120 Tonnen aus den USA und aus Frankreich nach Deutschland transportiert. Nach dem aktuellen Zeit- und Sachplan sollen bis 2020 noch weitere 517 Tonnen Gold aus Paris und New York zurück nach Deutschland transportiert werden (Tabelle 1).

 

Tab. 1: Übersicht der Verlagerung (Rückholung) der deutschen Goldbestände aus dem Ausland nach Deutschland, 2013 – 2020. Quelle: Deutsche Bundesbank

 

Aus Paris Aus New York Gesamt Anteil
in Tonnen in Tonnen in Tonnen in Prozent
Bis 2020 zu verlagern 374 t 300 t 674 t 100%
2013 verlagert 32 t 5 t 37 t 5,50%
2014 verlagert 35 t 85 t 120 t 17,80%
Damit bislang verlagert 67 t 90 t 157 t 23,30%
Noch zu verlagern 307 t 210 t 517 t 76,70%

 

13.11.2014 In der Schweiz wird am 30.11.2014 durch die Initiative «Rettet unser Schweizer Gold (Gold-Initiative) abgestimmt, ob die Schweizer Notenbank 20% ihrer Reserven in Gold anlegen soll. Die Schweizer Notenbank und das Parlament haben sich gegen diese Maßnahme ausgesprochen, weil es die Handlungsfähigkeit der Notenbank einschränken würde.

15.08.2014 Der Degussa Konzern übernimmt die in Pforzheim sitzende Scheideanstalt Schellhorn & Roth GmbH & Co. KG. Die Scheideanstalt schmilzt nicht nur Altgold und andere Edelmetalle ein, sondern stellt auch Gold Barren her. Mit der Übernahme diversifiziert Degussa ihr Goldgeschäft, das bisher wesentlich aus dem Verkauf von Barrengold bestand. Mit der Möglichkeit einer eigenen Goldprägung ist der Konzern unabhängiger von dem volatilen Verkaufsgeschäft.

24.05.2014 Die britische Finanzaufsichtsbehörde hat der Großbank Barclays wegen nachgewiesener Manipulation des Goldpreises eine Strafzahlung von 26 Millionen Pfund auerlegt. Darüber hinaus verhängte die Financial Conduct Authority laut Pressemitteilung vom 23.05.2014 ein Berufsverbot für den betroffenen Händler James Plunkett.

20.05.2014 Die Notenbanken, die bereits bisher am Central Bank Gold Agreement teilgenommen haben, werden auch weiterhin den Verkauf ihrer Goldreserven gemeinsam absprechen. Die neue Verlängerung des Agreements startet am 27 September 2014. Nach 5 Jahren werden die teilnehmenden Notenbanken, darunter auch die EZB und die Bundesbank den Status erneut überprüfen. Alle Notenbanken stellten die wichtige Bedeutung von Gold als monetäre Reserve heraus und betonten in absehbarer Zeit keine signifikanten Mengen Gold zu verkaufen. Die gemeinsame Absichtserklärung zum fourth Central Bank Gold Agreement verkündete die EZB.

01.05.2014 Große Variabilität beim Goldkurs. In den letzten 10 Tagen wurde die 200-Tage Linie gleich zweimal durchbrochen: Am 24. April ging der Kurs nach oben durch die Trendlinie, am 30. April gab es im Chart auch schon wieder einen Durchbruch nach unten. Statistisch ist der Goldkurs seit Mitte März rückläufig.

16.04.2014 Das Gold World Council rechnet in seiner neuesten Prognose mit einer Konsolidierung der Goldnachfrage in China in 2014. Allerding ist das nur der Short Term Outlook des Produzentenverbandes der Goldminenindustrie. Mittelfristig, bis 2017 dürfte die Goldnachfrage in China trotz möglicher Wachstumsschwächen zum Trotz um 25% steigen. Die Goldnachfrage in China beeinflußt den Goldpreis signifikant.

13.02.2014 Der Goldkurs erholt sich Anfang 2014 deutlich. Die Kurserholung dürfte auch durch die seit Jahresbeginn fallenden Realzinsen verursacht sein, die kräftig gefallen sind. So ist die Rendite für 10-jährige US Treasuries temporär um bis zu 30 Basispunkte auf 2,7% gefallen. Darüber hinaus dürfte auch der Goldkauf durch China den Goldpreis treiben.

 

Literatur:

Clennell, J. E.;    Pr, Barclay (2007): The Cyanide Handbook – Gold Ore Processing & Metal Recovery

Macdonald, Eoin H. (2007): Handbook of Gold Exploration and Evaluation