Gute Gründe um Genossenschaftsanteile zu kaufen

GenossenschaftsanteileJeder kennt sie, die Volks- und Raiffeisenbanken. Jeder kennt auch die Deutsche Bank AG. In beiden Fällen handelt es sich um Kreditinstitute, die jedoch rechtlich völlig unterschiedlich konzipiert sind. Anleger wissen, dass sie Aktien der Deutsche Bank AG erwerben können, damit Miteigentümer sind und einen Anspruch auf eine Dividende haben. Deutlich weniger Anleger wissen, dass sie auch Anteile an einer Volksbank oder Raiffeisenbank erwerben können, sogenannte Genossenschaftsanteile. Die rechtlichen Grundlagen was eine Genossenschaft ausmacht und welche Beteiligungen möglich sind, ist im Genossenschaftsgesetz festgelegt.

Damit werden sie ebenfalls Miteigentümer und haben einen Anspruch auf die Ausschüttung von Gewinnanteilen. Genossenschaften gibt es nicht nur in der Bankenwelt. Wohnungsbaugenossenschaften sind ebenso aktiv wie landwirtschaftliche Genossenschaften. Sie alle bieten die Möglichkeit, über eine Genossenschaft Beteiligung dort „Genosse“ zu werden und von den Gewinnen zu partizipieren. Welchen Vorteil bieten aber Genossenschaftsanteile gegenüber Aktien?

 

Genossenschaft – eine geschlossene Gesellschaft? Nein eine Beteiligung ist möglich

Eine Genossenschaft ist keineswegs eine in sich geschlossene Gruppe, sondern sucht durch die Ausgabe neuer Anteile immer wieder neue Mitglieder. Die Mitglieder wiederum haben, analog zu Aktionären, ein Mitsprache- und Stimmrecht. Die Regulierung einer Genossenschaft ist jedoch deutlich strenger und auch transparenter als die Regulierung einer Aktiengesellschaft. Genossenschaften müssen im Genossenschaftsregister eingetragen sein. Die Konkursquote macht dies deutlich. Sie liegt im genossenschaftlichen Sektor in Deutschland bei 0,1 Prozent, für sicherheitsorientierte Anleger ein echter Pluspunkt.

 

Vergleiche

 

risikolose Geldanlage in der Finanzkrise

 

 

Die Ausschüttung auf die Anteile ist, ebenso wie die Dividende, nicht garantiert, bewegt sich jedoch in der Regel zwischen zwei und vier Prozent, wodurch die Beteiligung an einer Genossenschaft gerade in der Finanzkrise besonders attraktiv ist: Denn es wird eine solide Ertragsgrundlage in Aussicht gestellt. Genossen verweisen bei der Frage nach den Vorteilen immer wieder auf einen Sachverhalt: Während der Finanzkrise haben sie kein Geld verloren, unabhängig, in welchem Marktsegment die Genossenschaft aufgestellt war. Darüber hinaus ist die persönliche Identifizierung der Anleger mit „ihrer“ Genossenschaft deutlich größer als die eines Aktionärs mit einem multinationalen Unternehmen.

Genossenschaftsanteile sind jedoch nicht frei handelbar. Je nach Genossenschaft unterliegen sie nach dem Erwerb einer gewissen Sperrfrist, die von der jeweiligen Genossenschaft abhängt. Sie kann ein Jahr, aber auch fünf Jahre betragen, bevor die Anteile zurückgegeben werden können. Die Rückgabequote ist aufgrund der Solidität der Anlage und der attraktiven Verzinsung jedoch ausgesprochen gering.

 

Staatlich geförderter Erwerb von Genossenschaftsanteilen

Der Staat fördert die Beteiligung an GenossenschaftenWelche Bedeutung gerade Wohnungsbaugenossenschaften in Deutschland besitzen, zeigt, dass der Erwerb von deren Anteilen durchaus staatlich gefördert wird. Zum einen erhalten VWL-Sparer für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen die staatliche Sparförderung in Höhe von 20 Prozent auf die maximale Spareinlage von 480 Euro jährlich.

Anleger, die ihren Bausparvertrag für den Erwerb von Anteilen an Wohnungsbaugenossenschaften nutzen, erhalten darauf die Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent pro Jahr, die steuerlichen Gegebenheiten vorausgesetzt.

Im Rahmen der Riesterförderung wird der Erwerb einer genossenschaftlichen Wohnung einer in das Genossenschaftsregister eingetragenen Wohnungsbaugenossenschaft unterstützt.

 

Vorsicht & Auswahlkriterien bei Genossenschaften

Anleger, die sich für ein Investment in Genossenschaftsanteile entscheiden, sollten jedoch einige Dinge berücksichtigen. Bei neugegründeten Genossenschaften muss die Geschäftsführung über die entsprechende Expertise im jeweiligen Geschäftsfeld verfügen und der Geschäftsplan muss schlüssig sein, auch wenn in den ersten Jahren nicht unbedingt die Traumrenditen erwirtschaftet werden. Bei alteingesessenen Unternehmen genügt ein Blick in die Bilanzen der letzten Jahre, um zu erkennen, ob die Ausschüttungen auch in Zukunft gehalten werden können.

 

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