Umgang mit Geld und Risikobereitschaft von Senioren

Wissenschaftliche Untersuchung zum Finanzverhalten von Älteren  Geahnt haben es schon viele Fachleute: Die Gruppe über der 60plus geht nicht gern ins Risiko wenn es um ihre Finanzen geht. Gleichzeitig sind Sie sparsam und haben Spaß an der Beschäftigung mit Geld. Eine aktuelle Studie zum Geldanlageverhalten von Senioren bringt Licht ins Dunkel.

Wie geht die Generation ab 60 mit Geld um, welche Akzente setzen Ältere bei ihrem Finanzverhalten? Das wollte der Bankenverband wissen und hat dafür eine repräsentative Studie bei der GfK in Auftrag gegeben, die nun der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Wissenschaftliche Randbedingungen der Studie: Die Befragung wurde im Juni 2014 in Form einer Interviewbefragung durchgeführt. Die Befragten wurden repräsentativ ausgewählt und in 2 Kohorten eingeteilt: Gruppe 1 = 18 – 59 Jahre und Gruppe 2 = 60 Jahre und älter, diese Gruppe wurde als Senioren bezeichnet. Befragt wurden an 1.265 Personen.

 

Studie Geldkultur Senioren 2014 Ergebnisse

Geld regiert die Welt – und was sagen die Älteren zum Thema Finanzen? Noch Bock?

Welche Bedeutung haben Nachrichten und Wissen zu Finanzen für Senioren

Welche Bedeutung haben Finanzdaten für die ältere Generation? die Studienergebnisse sind in der Abbildung 1 dargestellt.

Wie interessiert sind Ältere in Finanzthemen?

Abb. 1: Wie wichtig sind Informationen rund um das Thema Finanzen. Quelle Bankenverband

 

Im Vergleich zur Gruppe der 18 bis 59 Jährigen, zeigen die Älteren deutlich mehr Interesse an Finanzinformationen. 14% fanden es sehr wichtig über Geld informiert zu sein und immerhin fanden es 52% wichtig. In der Gruppe lagen die entsprechenden Werte bei 10 % und 45 % deutlich darunter.

 

Für Senioren ist Sparsamkeit von Bedeutung

Deutsche sparen im europäischen Vergleich besonders viel, die Generation 60 Plus ist in dieser Disziplin besonders gut. Gegenüber den Jüngeren fällt das Ergebnis deutlich aus, wie die Abbildung 2 zeigt.

Die Generation 60 Plus spart mehr als Jüngere

Abb. 2.: Sparneigung der 18 – 59 Jährigen und der Generation 60 +. Quelle: Bankenverband

 

Aus der Abbildung wird deutlich: die Älteren haben es mit dem Sparen. Während bei den unter 60 Jährigen 64% sehr viel oder viel Wert auf Sparsamkeit legen, sind es bei den Oldies 75%.  Und wie ist es mit dem Risiko bei der Geldanlage?

 

Senioren legen mehr Wert auf Verfügbarkeit bei der Geldanlage

Ganz eindeutig, bei dem Riskio nehmen die Senioren den Fuß vom Gaspedal, dies trifft aber auch auf die jüngere Gruppe zu, wie die Abbildung 3 zeigt. Deutliche Unterschiede zeigen sich aber bei der Renditeerwartung und der Verfügbarkeit der Geldanlage.  Während bei den Jüngeren die Rendite als Ziel der Geldanlage von 15% angegeben wird, sind es bei den Rentnern nur 10%. Dafür finden 31 % der Senioren die Verfügbarkeit des Kapitals wichtig, im Vergleich zu 25 % bei den Jungen. Tagesgeld gehört mit zu den liquidiesten Geldanlagen.

Die Verfügbarkeit des Geldes spielt bei Rentnern eine grosse Rolle

Abb. 3: Ziele der Geldanlage. Quelle: Bankenverband

 

Das Fazit: Es gibt bei einigen Punkten beim Umgang mit den Finanzen alterstypische Unterschiede bei der Geldanlage von Senioren, die sinnvoll sind und mit den unterschiedlichen Lebensbedürfnissen zusammenhängen. Es ist logisch, dass jüngere Menschen eher eine Lebensversicherung abschließen als die Generation über 60. Andererseits werden durch die Studie aber auch Gemeinsamkeiten offenkundig. Sowohl Junge wie Alte wollen Sicherheit fürs Geld!

 

Literatur Datenherkunft: Bankenverbande, Seniorenstudie 2014

 

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