Kinder & Jugendliche können online den Umgang mit Geld lernen

Jugendliche sollten früh den Umgang mit Geld lernenDie Praxis zeigt immer wieder, dass junge Menschen ihr Abitur machen, ihre Ausbildung oder das Studium abschließen, aber, sofern es kein Wirtschaftsabitur, wirtschaftswissenschaftliches Studium oder eine Bank- oder Versicherungslehre war, kaum Kenntnisse über Geldanlagen haben. Woher auch, die Geldanlage für Kinder oder Jugendliche steht nicht auf dem Lehrplan von Hauptschule, Realschule oder dem Gymnasium. Dagegen gibt es etliche Online Kampagnen, die auf den frühen Umgang mit Geld vorbereiten.

Geldanlage, Versicherungen – beides Themen, die auf der einen Seite hochbrisant sind, aber auf der anderen Seite in keinem Lehrplan während des letzten Schuljahres zu finden sind. Kein Wunder also, dass sich der Finanzvertrieb auf Schulabgänger stürzt, bietet sich hier doch eine Klientel, welche in den meisten Fällen in finanziellen Dingen völlig unbedarft ist. Dass dieser Mangel an Grundlagen auch später noch Folgen hat, zeigt sich immer wieder in Fehlberatungen seitens der Banken, Abzocke durch kriminelle Anlageberater und nicht bedarfsgerechten Versicherungsschutz. Wie können aber zum Beispiel die Eltern hier gegensteuern?

 

> Hier finden Sie Informationen über sichere Geldanlagen <

 

Je früher, um so besser

Mit diesem Satz bekommt so mancher 18Jährige bei Antritt seiner Lehre gleich die erste Rentenversicherung untergeschoben. Unstrittig ist, je früher man mit der Altersvorsorge beginnt, um so besser ist das. Es stellt sich aber die Frage, ob dieser Sparvorgang sinnvoll und bereits angebracht ist.

Je früher, um so besser ist es, wenn junge Menschen den Umgang mit Geld lernen empfiehlt auch die Bundesregeirung, bevor sie in nicht bedarfsgerechte Produkte investieren. Die Frage ist, welche Wege sich dafür öffnen . Der klassische Fall ist, dass früher oder später die Anschaffung eines eigenen Autos ansteht. Nicht jeder bekommt gleich eines von den Eltern oder Großeltern geschenkt, eine Finanzierung scheidet bei einem Berufsanfänger aus. Es heißt also sparen. Traditionsgemäß wurde vielleicht irgendwann für das Kind einmal ein Sparbuch angelegt, die Verzinsung darauf ist jedoch alles andere als attraktiv. Inzwischen wächst die zweite Generation Internet heran und weiß, dass es Möglichkeiten gibt, sich über alles und jedes zu informieren. Dies gilt auch für Sparvorgänge. Und schon Kinder können im Web schon die Geldanlage oder zumindest den Umgang mit Geld lernen.

Am unkompliziertesten ist zunächst einmal ein Tagesgeldkonto. Es hat den Vorteil, dass es kostenfrei geführt wird, Einzahlungen und Auszahlungen jederzeit möglich sind und deutlich besser verzinst als ein Sparbuch. Tagesgeldvergleiche zeigen, bei welchen Banken sich die Kontoeröffnung lohnt. Für das klassische Sparen, das Aufbauen eines finanziellen Polsters, gibt es dazu keine Alternative. Bei kurzfristigen Geldanlagen hat das Tagesgeld die Nase vorne.

 

Hier finden Sie unseren aktuellen Tagesgeldvergleich  <

 

Juniordepot – mit Aktien groß werden

Geldanlage für Jugendliche als ComicsViele Banken sehen in den Kindern ihrer Kunden bereits die Klientel von morgen, auch im Wertpapiergeschäft. Aus diesem Grund bieten sie sogenannte Juniordepots an. Auf diesen Depots kann nicht jede Anlageklasse von Wertpapieren gehandelt werden, der Einstieg mit Bluechips-Aktien und Investmentfonds ist aber auf jeden Fall gegeben. Zum einen eignen sich diese Depots zum langfristigen Vermögensaufbau durch Aktiensparpläne oder Fondssparpläne, zum anderen lernt der Nachwuchs hier bereits die Grundfunktionen der Börse.

Voraussetzung ist natürlich, dass die Eltern die ersten Schritte aktiv begleiten, und ihren Kindern zeigen, wie Börse funktioniert, wo man welche Informationen zu welchem Titel oder Fonds bekommt und wie Wirtschaftsmeldungen zu interpretieren sind. Oder es sind mutige Politiker, die einmal einen anderen Weg gehen und Kindern und Jugendlichen Geld & Finanzen in Form von Comics erklären.

Es muss aber nicht gleich der Einstieg in Aktien sein, einführende Schritte in die Themen Neuemissionen und Preisbildung können auch mit deutlich weniger volatilen Rentenpapieren  erfolgen. Unter steuerlichen Aspekten bieten Juniordepots noch einen weiteren Vorteil. Jeder deutsche Bürger ist steuerpflichtig, unabhängig vom Alter. Lagern Eltern zulässige Wertpapiere in ein Juniordepot aus, kann für das Kind ebenfalls ein Freistellungsauftrag beantragt werden. Damit erhöht sich der Freibetrag um weitere 801 Euro im Jahr. Im Rahmen eines Depotvergleichs lässt sich schnell feststellen, welche Banken spezielle Juniordepots anbieten.

 

Hier finden Sie unseren kostenlosen Wertpapier Vergleich  <

 

Kinder & Jugendliche sollten frühzeitig mit Geld umgehen lernen

Erste Aktivitäten, um den Umgang mit Aktien zu erlernen, bietet auch ein Musterdepot. Alle Onlineanbieter stellen ein kostenloses Musterdepot zur Verfügung. Hier besteht für den Nachwuchs die Möglichkeit, zu kaufen und zu verkaufen, ohne dass entsprechendes Lehrgeld bezahlt werden muss. Das Musterdepot hat gegenüber dem Juniordepot den Vorteil, dass alle Wertpapierklassen zugelassen sind. Sind die jungen Menschen im Bereich Aktien sattelfest geworden, können in einem Musterdepot auch erste Erfahrungen mit Derivaten und strukturierten Anlageprodukten gesammelt werden. Diese nehmen einen immer größeren Platz in der Geldanlage ein.

 

Mehrgleisig fahren – alle Bedürfnisse abdecken

Unstrittig ist, dass bei jungen Menschen der Konsum zunächst im Vordergrund steht. Größere Anschaffungen können aber selten aus dem Stand bezahlt werden, Rücklagenbildung ist daher notwendig. Wie bereits erwähnt, ist das Tagesgeldkonto für die kurzfristige Kapitalbildung unschlagbar. Aber auch Einsteiger im „Sparen“ sollten sich darüber im Klaren sein, dass es auch mittelfristige und langfristige Anlagenotwendigkeiten gibt. Für den mittelfristigen Kapitalaufbau empfehlen sich Aktienfonds mit einer eher konservativen Ausrichtung. Aktien unterliegen Kursschwankungen. Wer heute weiß, dass er in zwei Jahren einen bestimmten Betrag benötigt, sollte daher nicht auf Aktien setzen. Ein Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren bei DAX-Werten ist die Untergrenze. Wer mit 15 Jahren beginnt, hier zu investieren, kann sich mit 22 unter Umständen die erste Wohnung einrichten.

 

Eines ist sicher – die Rente

Dieser Satz des ehemaligen Arbeitsministers Norbert Blüm dürfte einer der am meisten zitierten Sätze im Zusammenhang mit der Altersversorgung sein – allerdings nicht im Positiven. Dennoch sollten auch junge Menschen heute, leider, frühzeitig über ihre Altersversorgung nachdenken, wenn die kurz- und mittelfristigen Sparziele abgedeckt sind. Das Einzige, was in Bezug auf die Rente sicher ist, sind die ständigen Diskussionen über Absenkung oder Anhebung des Rentenalters. Der einzige Weg, sich hier Sicherheit zu verschaffen, ist Autonomie. Diese wiederum wird um so größer, je früher der Startschuss fällt. Im langfristigen Vermögensaufbau sind Aktien als inflationssichere Sachwertanlage nicht zu schlagen. Langfristige Fondssparpläne, auch mit Nebenwerten oder lokaler Ausrichtung, bieten aufgrund größerer Volatilität im Zusammenspiel mit dem Durchschnittskosteneffekt eine hervorragende Grundlage. Die Sparbeiträge können hinsichtlich der langen Laufzeit zu Beginn recht klein gehalten werden. Im Rahmen eines Depotvergleichs wird ersichtlich, welche Banken diese Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag anbieten, im Vergleich zu einer herkömmlichen Rentenversicherung mit Abschlussprovisionen wird ein solcher kostenfreier Fondssparplan zu einem echten Renditeturbo.

Möglichkeiten, sich zu informieren, und somit nicht den Argumenten der „Berater“ ausgeliefert zu sein, gibt es genug, wie beispielsweise das Projekt Finanzen für Jugendliche die Wirtschaftswerkstatt. Sich zu Beginn eher spielerisch mit der Materie „Geldanlage“ zu beschäftigen, ist im Rahmen eines Musterdepots ohne Weiteres möglich. Junge Menschen müssen diese Chancen einfach nur nutzen.

 

Ähnliche Seiten

Tagesgeldkonto für Kinder