Die Online-Töchter französische Banken versuchen es in Deutschland

Onlineableger französischer Banken kommen zunehmend nach Deutschland

Die Ankündigung auf der französischen Wochenzeitung Les Echos, dass die BNP-Paribas mit einer neuen reinen Online Bank, der Hello Bank auch auf dem deutschen Markt mitspielen möchte, sollte zum Nachdenken anregen. Onlineableger von Banken aus Frankreich versuchen offenbar verstärkt in Deutschland Fuß zu fassen.

Nicht von ungefähr ist erst Mitte Februar völlig überraschend für die deutsche und ausländische Konkurrenz wie die 1822direkt, Gefa Bank, Cortal, Moneyou und Bank of Scotland mit der französischen Renault Bank urplötzlich ein neuer Leader in Sachen Tagesgeld gestartet. Die Bank sammelt erfolgreich Tagesgeldeinlagen deutscher Sparer. Vermutlich bekommt die Renault Bank die Einlagen günstiger, als wenn sie sich das Geld an den Finanzmärkten über Anleihen besorgen müsste. Die Zinsen sind schließlich in Deutschland historisch niedrig. Andererseits genießt Deutschland eine hohe Bonität.

 

Da ist es durchaus logisch, wenn sich eine weitere französische Großbank auf den Weg nach Deutschland macht und neben der Tochter Cortal Consors eine weitere Onlinetochter ins Rennen schickt. Denn Cortal ist zwar als Wertpapierbroker in Deutschland bekannt (hier finden Sie unseren Depot Vergleich), im Bereich Zahlungsverkehr sind die deutschen Onlinebanken mit ihren kostenlosen Girokonten voraus. Das comdirect Girokonto, DKB Girokonto oder das neue DAB-Konto ist jeweils für Verbraucher ein transparentes Produkt und bestens etabliert.

Wenn französische Banken mit online Töchtern nach Deutschland expandieren, geraten die heimischen Banken weiter unter Druck. Der Margendruck wird im Niedrigzinsumfeld damit noch größer.